Russisches Start-up Dodo Pizza will Deutschland erobern

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Das russische Start-up Dodo Pizza ist auf Expansionskurs. Seit 2012 ist die Anzahl der Filialen von acht auf mittlerweile 442 in elf Ländern angestiegen. Allein in den vergangenen zwölf Monaten seien laut Spiegel mehr als hundert neue hinzugekommen. Auch in Deutschland will Dodo Pizza nun durchstarten. Dazu ist das Unternehmen eine Kooperation mit Uno Pizza aus Halle eingegangen. Dessen Gründer Michael und Thomas Kochmann hatten die Idee dazu bereits im vergangenen März. Nun sollen die bislang 14 Uno-Filialen unter das Dodo-Dach schlüpfen. Laut Spon planen die Kochmanns 25 weitere Restaurants in den kommenden fünf Jahren. 

Das Herzstück des Moskauer Unternehmens ist jedoch kein ausgefallenes Pizza-Rezept, sondern die IT. Wie der Spiegel berichtet, stellt Dodo allen Filialen mit Dodo IS ein eigenes Betriebssystem zur Verfügung. So erklärt es sich auch, dass von den 130 Mitarbeitern 70 Programmierer sind. Das Programm wandelt zum Beispiel die eingegangenen Bestellungen direkt in Arbeitsschritte um, die umgehend in der Küche auf iPads aufleuchten. Und das inklusive Rezept und Backanweisung für die Küchencrew. Durch das Betriebssystem soll der Betrieb und die Kontrolle eines Pizza-Imbisses leicht und intuitiv werden, wie es der Spiegel beschreibt. 

Das eigene Betriebssystem ist aber nicht die einzige Besonderheit an Dodo Pizza. Das junge Unternehmen setzt radikal auf Transparenz. So sind in allen Küchen Kameras installiert, die direkt ins Internet übertragen. So sollen sich die Kunden selbst ein Bild machen können, dass in den Küchen sauber gearbeitet wird. Zudem veröffentlicht Dodo auch die Umsätze der einzelnen Filialen, um den Wettbewerb anzukurbeln.

Ganz glatt lief die Gründung aber auch für Dodo nicht. Wie der Spiegel schreibt, habe der rasante Aufstieg des Unternehmens offenbar Begehrlichkeiten bei den Moskauer Sicherheitsbehörden geweckt. Eine Filiale wurde demnach ein Drogenpaket untergeschoben und anschließend der Gründer zum Rapport geladen. Dodo Pizza ließ das jedoch nicht auf sich sitzen und ging mit dem Fall an die Öffentlichkeit. Schließlich gebe es in ihrem Land auch viele korrekte Leute, wie Dodo-Gründer Fjodor Owtschinnikow dem Spiegel erklärte.

Und das Pizza Magazin hat sich bei Dodo auch schon umgeschaut:


 

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