Sodexo verkauft  Schul- und Kita-Verpflung an Investor Certina

| Gastronomie Gastronomie

Sodexo und die Certina Group haben eine Vereinbarung über den Eigentümerwechsel des Sodexo Geschäftssegments Education in Deutschland unterzeichnet. Sodexo zählte bislang zu den Marktführern in der Schul- und Kita-Verpflegung und will sich fortan auf Kantinen, den Gesundheitssektor und Senioren konzentrieren. 

Sodexo und die Certina Group haben eine Vereinbarung über den Eigentümerwechsel des Sodexo Geschäftssegments Education in Deutschland unterzeichnet. Über diesen Schritt hat Sodexo heute seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informiert.

Nach einer umfassenden Analyse des Sodexo Geschäftsportfolios im deutschen Markt hat das global agierende Catering und Facility Management Unternehmen die Entscheidung getroffen, sich künftig auf die Segmente Corporate Services, Healthcare und Seniors zu konzentrieren. In Deutschland ist Corporate Services für einen Großteil des Umsatzes verantwortlich. Certina beabsichtigt, Sodexo SCS - die Hauptgeschäftseinheit des Education Segments - einschließlich einiger zusätzlicher Elemente zu übernehmen, die übertragen werden, bevor der endgültige Kauf wirksam wird. Dies beinhaltet die dazugehörigen Kundenverträge, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Infrastruktur.

„Es ist Teil unserer Kultur und strategischen Unternehmensplanung, unser Portpolio kontinuierlich weiterzuentwickeln, maßgeschneiderte Lösungen zu schaffen und das Angebot an die lokalen Bedürfnisse in den Märkten anzupassen. Die Entscheidung, uns auf Corporate Services, Healthcare und Seniors zu konzentrieren, hat nichts mit der großartigen Arbeit unserer Teams im Segment Education zu tun. Bundesweit ist Sodexo nach wie vor ein führender Anbieter in der Schulverpflegung. Allerdings haben wir im Schul- und Kindergartenmarkt eine immer stärkere Spezialisierung gesehen. Wir sind fest davon überzeugt, dass dieser Schritt es uns erlaubt, mit unseren Segmenten langfristig profitabel zu wachsen und unser Segment Education die Möglichkeit bekommt, sich unter dem Dach von Certina erfolgreich weiterzuentwickeln“, sagt Andrea Arntz-Kohl, CEO Education bei Sodexo Germany.

Der Abschluss der Transaktion wird für Ende Juni 2021 erwartet – vorbehaltlich der entsprechenden behördlichen Genehmigungen und dem erfolgreichen Abschluss der Gespräche mit den Sozialpartnern. Arbeitsverträge, Kundenverträge, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Segments, Verträge mit Zulieferern und Geschäftspartnern sowie die Infrastruktur sollen auf Certina übergehen. Für Gäste und Kunden wird es keine Veränderungen hinsichtlich der Versorgung geben. Alle Ansprechpartner in der Geschäftsleitung sowie auf der Gebiets- und Betriebsleiterebene ebenso die Teams vor Ort ändern sich nicht. 

Die Certina Group ist eine familiengeführte Industrieholding mit Sitz in München und Grünwald. Das Unternehmen hat mehr als 25 Jahre Investitionserfahrung und operative Expertise in verschiedensten Branchen. Certina ist ein langfristiger Investor, der Unternehmen nachhaltig weiterentwickelt. Diese Erfahrung und Philosophie bringt Certina auch bei der geplanten Transaktion mit ein.

„Wir freuen uns, die Sodexo SCS GmbH in der Certina Gruppe begrüßen zu dürfen. Das Education Segment von Sodexo ist bundesweit unter den Top 3 Anbietern von Verpflegung für Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten. Wir sind von der wachsenden Bedeutung gesunder, individueller Ernährung für unsere Kleinsten und den hieraus resultierenden Marktpotenzialen überzeugt. Im Zuge der Transaktion durften wir das äußerst professionelle Management und die tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennenlernen, die wir in unserer Unternehmensfamilie willkommen heißen. Certina ist mit ihrer Branchenkenntnis, operativen Erfahrung und Erfolgsbilanz bei der langfristigen Ausrichtung von Unternehmen der richtige Eigentümer, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten und Wachstumspotenzial weiter zu stärken“, sagt Holger Schmidt, Managing Partner des Bereichs Consumer Goods & Services der Certina-Gruppe. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.