Spaghetti Bolognese auch 2024 Spitzenreiter im Kantinen-Ranking

| Gastronomie Gastronomie

Die apetito AG hat im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz die Menü-Charts 2024 vorgestellt. Die aktuellen Bestseller unter den Mittagsmenüs zeigen die Vorlieben der Deutschen beim Essen am Arbeitsplatz, in Kindertagesstätten und Schulen sowie in Senioreneinrichtungen. 

Die Menüvielfalt in allen Zielgruppen nimmt zu. Die Tischgäste haben Lust, Neues auszuprobieren und sind offen gegenüber vielen modernen Speisen, frischen Einflüssen und Neuinterpretationen alter Klassiker. Neben vegetarischen Menüs finden sich auch internationale Gerichte auf den Speisekarten wieder. Natürlich darf auch Altbekanntes nicht fehlen. Insbesondere Veggie-Gerichte erobern die Plätze in den Top Ten. Die steigende Beliebtheit zeigt einen klaren Trend hin zu einer bewussteren Ernährung und unterstreicht den Wandel in den Essgewohnheiten.

Essen am Arbeitsplatz mit internationalem Einfluss 

Ganz vorne beim Essen am Arbeitsplatz mit dabei ist auch in diesem Jahr das unangefochtene Spitzenreitergericht Spaghetti Bolognese. Auf Platz zwei liegt das international angehauchte Gericht Chicken „Korma“ mit Reis. Den dritten Platz belegt Bami Goreng, ein indonesisches Nudelgericht. Die Currywurst ist kein Bestandteil der TOP 3 mehr und rutscht auf den vierten Platz ab. Das erste vegetarische Gericht zieht neu in die Menü-Charts auf Platz 5 ein und dürfte vielen gut bekannt sein: Es sind die schwäbischen Käsespätzle.

Es zeigt sich, dass auch Veggie-Varianten beliebter Klassiker gerne gesehen sind: Spaghetti mit vegetarischer Bolognese – das Pendant zum Bestseller auf der 1 – schafft es auf Platz 6. Ganz neu eingestiegen ist hingegen ein echter Klassiker: das Schweineschnitzel „Cordon Bleu“. Chili sin Carne belegt den achten Platz und ist die moderne Veggie-Interpretation des bekannten Gerichts Chili con Carne. Auf Platz 9 landet die Cappelletti-Pesto-Pfanne, die bei Jung und Alt beliebt ist. International wird es mit dem Neueinsteiger auf Platz 10: der Mac Burger „Western-Style“ bringt amerikanisches Flair in die Mittagspause. 
 

Veggie, bunt und frisch für die Kleinsten

Auch bei der Bestsellerliste der beliebtesten Kindergerichte wird deutlich: was gut schmeckt, ist lange vorn mit dabei. So erklärt es sich, dass die vegetarische Linsensuppe erneut Platz 1 belegt. Spaghetti mit vegetarischer Bolognese belegt Platz 2; Gemüseravioli in Tomatensoße rutschen von Platz 2 auf Platz 3. 

Generell gilt in der Verpflegung von Kindern: Veggie erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Mittlerweile sind acht der Top-Ten-Menüs fleisch- oder fischlos (im vergangenen Jahr waren es noch sieben). 

Fischstäbchen mit Kartoffelpüree und Rahmspinat rücken auf Platz 4 vor – ein beliebtes Gericht, das viele noch aus der eigenen Kindheit kennen. Ein weiterer Klassiker folgt auf Platz 5: Hühnerfrikassee mit Langkornreis. Das erste Bio-Gericht in den Menü-Charts findet man mit dem Kartoffel-Möhren-Eintopf auf Platz 6. Immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren, scheint sich zu lohnen: Auf den Plätzen 7 – 9 steigen gleich drei neue Gerichte ein. Veggie-Bällchen Fresh-Kick mit buntem Gemüsereis, das panierte Vit-Schnitzel (vegetarisch) mit grünem Gemüsemix und Frühlingspüree sowie der Süßkartoffeleintopf mit Kichererbsen erfreuen sich im Kita- und Schulmarkt großer Beliebtheit. 

Herzhafte und süße Klassiker bei den Senioren

Neben klassischen Festtagsgerichten zieren auch einige Süßspeisen wie auch viele Suppen und Eintöpfe die Menü-Charts. Auf Platz 1 der Bestsellerliste der beliebtesten Gerichte in den Senioreneinrichtungen findet sich zunächst der absolute Klassiker: Die Rinderroulade in Soße mit Salzkartoffeln und Apfelrotkohl. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Erbsensuppe mit Würstchen sowie der Grüne-Bohnen-Eintopf mit Rindfleisch.

Das erste Veggie-Gericht, das auch für den süßen Zahn geeignet ist, hat es auf Platz 4 geschafft: Reibekuchen mit Apfelmus. Auf den fünften Platz hat es mit den Klopsen „Königsberger Art“ mit Petersilienkartoffeln und Rote Bete wieder ein bewährter Klassiker geschafft. Ganz neu in die Menü-Charts schafft es die Linsensuppe mit Würstchen– sie zieht direkt auf Platz 6 ein. Eine weitere süße Speise ist der Milchreis mit Zimt und Zucker auf Platz 7.

Vegetarisch wird es dann mit dem bunten Gemüse-Spitzkohleintopf auf Platz 8. Ganz neuen Schwung verleihen der Bestsellerliste die zwei Neueinsteiger auf den Plätzen 9 und 10: Das Hühnerfrikassee in Rahmsoße mit Spargel und Champignons kombiniert mit Langkornreis sowie das Schweinegulasch „Hausfrauen-Art“ mit Spiralnudeln und grünen Bohnen treffen den Geschmack der Senioren besonders gut. 

Veggie-Charts: Pasta und Süßkartoffelgerichte haben die Nase vorn

Veggie-Freunde haben Lust zu experimentieren und möchten immer neue pflanzliche Gerichte sowie Fleischalternativen kennenlernen und ausprobieren. Das zeigt sich in diesem Jahr erneut in der Bestselleliste, in die es drei von zehn Gerichten neu in die Top Ten schaffen. Besonders beliebt bei Alt und Jung sind dabei die Falafelbällchen mit Dip. Sie ziehen als Snackgericht vom dritten auf den ersten Platz. Auf Platz 2 schaffen es die Spaghetti mit vegetarischer Bolognese – sie sind sowohl bei den Kleinsten im Kita- und Schulmarkt als auch in der Erwachsenenverpflegung in den TOP 10 vertreten.

Das Vit-Schnitzel ist ein Gemüseschnitzel aus Kohlrabi und Pastinake in Haferflockenpanademit. Serviert mit Gemüsemix und Petersilienkartoffeln ist es das drittbeliebteste Veggie-Gericht und schafft es aufs Treppchen. Auf Platz vier liegt der Süßkartoffeleintopf mit Kichererbsen. Ganz neu eingezogen sind die Veggie-Bällchen Fresh-Kick mit buntem Gemüsereis, ein Gericht, das auch die Kinder gerne mögen. Auf die Plätze 6 und 7 finden sich zwei Pasta-Gerichte: Ratatouille-Cannelloni sowie die Cappelletti-Pesto-Pfanne.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.

Am 2. November verkündet der Michelin Guide Schweiz seine Restaurantauswahl für das Jahr 2026. Die Zeremonie findet dieses Jahr auf fast 1.500 Metern Höhe in Andermatt in den Schweizer Alpen statt.

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel. Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. Von einer «Gute-Laune-Wiesn» spricht die Stadt - doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten.

Paris führt das Streetfood-Ranking von Radical Storage vor Athen und Thessaloniki an. Die Untersuchung aus April 2026 vergleicht 6.897 Betriebe und berücksichtigt unter anderem Anbieterdichte, Preise und Bewertungen.