Spitzenkoch Wohlfahrt: «Als ob mein Wohnzimmer abgebrannt ist.»

| Gastronomie Gastronomie

Nach dem Brand im Drei-Sterne-Restaurant «Schwarzwaldstube» in Baiersbronn, das komplett zerstört wurde, hat sich Spitzenkoch Harald Wohlfahrt erschüttert gezeigt: «Es fühlt sich an, als ob mein Wohnzimmer abgebrannt ist», sagte der 64-Jährige der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten». Wohlfahrt war mehr als 40 Jahre bei den Inhabern des Hotels «Traube Tonbach» angestellt und hatte für das Gourmetrestaurant drei Michelin-Sterne erkocht.

«Als ich vorhin am Hotel war, musste ich mit der Fassung ringen», sagte Wohlfahrt, der in Baiersbronn wohnt. Er sei in den frühen Morgenstunden von Sirenen der Feuerwehren geweckt worden, die zum Hotel rasten. Eun Feuerwehrsprecher sagte, bei dem Brand in der Nacht zu Sonntag sei niemandverletzt worden - das renommierte Restaurant sei allerdings vollständig zerstört.

Im Sommer 2017 hatte sich der Starkoch im Streit von seinem damaligen Arbeitgeber getrennt. «Aber es tut mir für die Familie aufrichtig leid, was hier passiert ist.» Er wünsche ihr nun viel Kraft: «Das Unternehmen wird sich sortieren - und sich dann an den Wiederaufbau machen.»


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.

Am 2. November verkündet der Michelin Guide Schweiz seine Restaurantauswahl für das Jahr 2026. Die Zeremonie findet dieses Jahr auf fast 1.500 Metern Höhe in Andermatt in den Schweizer Alpen statt.

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel. Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. Von einer «Gute-Laune-Wiesn» spricht die Stadt - doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten.

Paris führt das Streetfood-Ranking von Radical Storage vor Athen und Thessaloniki an. Die Untersuchung aus April 2026 vergleicht 6.897 Betriebe und berücksichtigt unter anderem Anbieterdichte, Preise und Bewertungen.