Sterneküche auf Grönland: Von Walfett bis Robbenblut

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Spitzenkoch Poul Andrias Ziska hat auf Grönland das nördlichste Sterne-Restaurant der Welt eröffnet. Im 53 Seelen-Ort Ilimanaq 200 Meilen nördlich des Polarkreises serviert er Delikatessen aus rohem Walfett, Rentierherz-Tatar oder Törtchen mit Seetang und Robbenblut.

Eigentlich kocht Poul Andrias Ziska in seinem Sterne-Restaurant Koks auf den Faröer-Inseln, wo er 2017 als erster Koch der Faröer-Inseln einen Michelin-Stern ergattern konnte. 2019 folgte der zweite Stern, doch aktuell bleibt die Küche im Koks auf den Faröer-Inseln kalt. Wie das Magazin Stern berichtet, plant Ziska für 2024 einen Neubau und kocht bis dahin mitten in der Arktis. Seine Zutaten sind regional und saisonal.

 

„Grönlands lokale Esskultur wurde bisher weitgehend ignoriert, dabei ist sie sehr, sehr reichhaltig", sagt der Sternekoch im Interview mit The Telegraph. „Die Zutaten sind so frisch und haben so komplexe Geschmacksprofile, dass es unheimlich spannend ist, zu sehen, was wir alles machen können.“

Kein Wunder also, dass auch mal Grönlandwal auf der Karte steht. Die Meeressäuger stehen zwar unter Naturschutz, doch zwei Tiere dürfen pro Jahr erlegt werden. Für Ziska, dem Nachhaltigkeit wichtig ist, steht das nicht im Widerspruch. „Wenn Sie nach Grönland gekommen sind, um die Kultur und das Essen zu erleben, dann müssen Sie sich darauf einlassen“, so der Sternekoch.

Und offenbar wollen das viele Gäste, denn wie Stern berichtet, ist das Restaurant am Ende der Welt fast immer voll. 


 

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