Sternerestaurant „Astrein“ in Köln schließt – Neues Kapitel für Eric Werner

| Gastronomie Gastronomie

Nach mehreren Jahren an der Spitze der Kölner Spitzengastronomie endet eine Ära: Spitzenkoch Eric Werner hat das Aus für sein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant „Astrein“ bekanntgegeben. Werner betreibt noch das „Augustin“, das aber kein Sternerestaurant werden soll.

Die Entscheidung sei wohlüberlegt, erklärte Werner dem Kölner Stadt-Anzeiger. Weder finanzielle Schwierigkeiten noch ein plötzlicher Entschluss hätten dazu geführt. Vielmehr handele es sich um eine bewusste Neuausrichtung – sowohl geschäftlich als auch persönlich.

Seit seiner Eröffnung im August 2019 war das „Astrein“ eine feste Größe in der kulinarischen Szene Kölns. Bereits ein Jahr später, 2020, wurde das Restaurant mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet – ein Beleg für die kreative Handschrift und handwerkliche Präzision des Küchenchefs und seines Teams.

Erst im Oktober 2024 feierte das „Astrein“ sein fünfjähriges Bestehen. Im Zuge dessen übernahm Mona Baumgarten, zuvor Sous-Chefin des Hauses, die Leitung der Küche. Die Freude über dieses Jubiläum war groß – umso überraschender kommt nun die Ankündigung der Schließung, nur wenige Monate später. „Unser fünftes Jubiläum ist ein echter Meilenstein und Beleg dafür, dass wir mit unserer Leidenschaft und der kreativen Hingabe zum Kochen sowie der entspannten, ungezwungenen Wohlfühlatmosphäre im astrein genau auf dem richtigen Weg sind“, sagte Eric Werner damals. „An dieser Stelle danke ich meinem gesamten Team für die perfekte Zusammenarbeit und das großartige Engagement!“

Dennoch blickt Werner optimistisch in die Zukunft: „Es war eine schöne Zeit, und es werden noch viele schöne Momente folgen. Ich kann immer wieder etwas Neues wagen – in einem halben Jahr, in zwei Jahren oder wann auch immer.“

Die Räumlichkeiten des „Astrein“ bleiben vorerst ungenutzt, da der Mietvertrag weiterhin besteht. Ein Großteil des Teams, darunter auch Mona Baumgarten, wird künftig im „Augustin“ arbeiten – Werners zweitem Restaurant, das er 2022 eröffnete.

Mit der Schließung des „Astrein“ endet ein Kapitel, doch für Eric Werner und sein Team beginnt zugleich ein neues. Wie dieses aussehen wird, bleibt spannend. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Bars und Clubs für schwule Männer gibt es zuhauf - und mit dem «Gay Sunday» auch ein eigenes Wiesn-Event. Nun wollen sich auch lesbische Frauen ihren Platz auf dem Oktoberfest erobern.

Das Cannstatter Volksfest lockt mit Achterbahnen und Karussellen – doch wie viel müssen Besucher für den Bierkrug wirklich zahlen? Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Zelten.

Ausnahmezustand in München: Bei weiß-blauem Himmel hat das Oktoberfest begonnen. Der neue Oberbürgermeister wuppt seine Anzapfpremiere mit Bravour. Für einige Gäste gab es einen Schreckmoment.

Beim traditionellen Mittagsempfang des Bundesverbands der Systemgastronomie trafen sich in München rund zweihundert Gäste. Im Mittelpunkt standen die Verleihung des Branchenpreises sowie die Forderung nach politischen Reformen. Zusätzlich zeichnete der Verband Ingrid Hartges mit dem Ehrenpreis aus.

Das 191. Münchner Oktoberfest ist eröffnet. Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause zapfte bei seiner Anstich-Premiere mit zwei Schlägen das erste Fass Bier an und startete mit dem «O'zapft is» das weltberühmte Volksfest.

Das deutsche Gastgewerbe setzte im Juli 2026 real 4,0 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. In der Gastronomie sank der reale Umsatz um 4,7 Prozent, bei den Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen um 2,0 Prozent.

Das Café an der Spanischen Treppe gehört zu den ältesten Kaffeehäusern in Italien. Schon Goethe war hier zu Gast. Jetzt steht es seit bald einem Jahr leer. Und kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus.

Der Europa-Park hat das Mitarbeiterrestaurant „Coasteria“ mit integrierter Zentralküche eröffnet. In den 4.500 Quadratmeter großen Neubau investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag.

Der Anteil der Befragten, nach deren Ansicht bargeldloses Bezahlen in gastronomischen Betrieben möglich sein sollte, ist gestiegen. YouGov weist gegenüber März 2025 bei allen abgefragten Orten höhere Werte aus.

Bei den ersten Chef:in Awards in Hamburg sind neun Frauen in sieben Kategorien ausgezeichnet worden. Sarah Hallmann und Julia A. Leitner teilen sich den Titel Köchin des Jahres 2026.