Streik vor Weihnachten - Tarifkonflikt in der Systemgastronomie eskaliert

| Gastronomie Gastronomie

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kündigt in der Systemgastronomie Warnstreiks während der Adventszeit an. Zuvor hatte sie die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 120.000 Beschäftigten bei Fastfood-Ketten und anderen Systemgastro-Anbietern am ersten Verhandlungstag der vierten Runde abgebrochen.

Als Grund nannte NGG-Verhandlungsführer Mark Baumeister in Hamburg mangelnde Bewegung auf Arbeitgeberseite. Der Bundesverband der Systemgastronomie hätte sein ursprüngliches Magerangebot, das bei rund 13 Euro pro Stunde in den unteren drei Tarifgruppen lag, um ganze fünf Cent erhöht. Zudem sei eine inakzeptable Laufzeit von 42 Monaten vorgeschlagen worden, so die Gewerkschaft. Mit seiner Taktiererei verhindere der BdS einen Tarifabschluss. „Wir sind enttäuscht, entsprechend laut werden unsere nächsten Aktionen ausfallen“, Mark Baumeister

Die NGG kündigt unmittelbar bundesweite Warnstreiks für die laufende Adventszeit an. Der Frust bei den Beschäftigten ist groß, es brodele an allen Ecken in den Betrieben.

Markus Suchert, Hautgeschäftsführer des Bundesverbandes der Systemgastronomie sieht das anders: „Wie in den ersten Runden sind wir der NGG wieder ein ganzes Stück entgegengekommen und haben ein deutlich verbessertes Angebot mit 14,1 Prozent Lohnerhöhung über eine verkürzte Laufzeit vorgelegt. Trotz der wirtschaftlich höchst angespannten Lage wurde eine durchschnittliche Lohnsteigerung pro Jahr von über vier Prozent angeboten. Aber auch dieses Angebot wurde von der NGG zurückgewiesen. Die Gewerkschaft hat keinerlei Entgegenkommen gezeigt, kein weiteres eigenes Angebot vorgelegt und die Tarifverhandlungen abgebrochen.“ Statt zu streiken, forderte der die Gewerkschaft auf, zurück an den Verhandlungstisch zu kommen, gegebenenfalls auch mit einem Schlichtungsverfahren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Taco Bell hat in den USA vorsorglich einzelne Zutaten in ausgewählten Restaurants aus dem Angebot genommen. Nach Angaben des Unternehmens haben die Gesundheitsbehörden bislang keinen Zusammenhang zwischen der Restaurantkette und dem aktuellen Cyclospora-Ausbruch bestätigt.

ATLANTIC Hotels hat Details zur 20 High Skyline Bar im neuen Atlantic Hotel Frankfurt vorgestellt. Die Bar soll mit der Hoteleröffnung im September 2026 den Betrieb aufnehmen und wird von Mo Kaba geleitet.

Tim Raue eröffnet gemeinsam mit der Heidelberger Bliss-Group ein zeitlich begrenztes Restaurant im ehemaligen Commissary des Patrick-Henry-Village. Das Konzept mit dem Titel Taste of the Dragon umfasst ein Fünf-Gänge-Menü.

Der Aufbau des Oktoberfests läuft auf Hochtouren, der berühmte Paulaner-Turm steht - aber die Kellnerinnen-Parade des Künstlers Emil Kneiß ist kopflos geworden: Eine schwarze Folie verhüllt die Gesichter. Über den Hintergrund herrscht Rätselraten.

Burger King will die in den vergangenen Jahren wegen Pandemie und Inflation aufgeschobene Expansion in Deutschland nun nachholen. «Alle Zeichen stehen auf Wachstum», sagte Deutschland-Chef Andreas Bork zum 50. Jahrestag der Eröffnung des ersten deutschen Burger-King-Restaurants.

Die Landeshauptstadt Hannover zieht nach dem Abschluss des 497. Schützenfestes eine positive Bilanz der zehntägigen Veranstaltung. Nach Angaben der Stadtverwaltung kamen rund 900.000 Besucher auf den Schützenplatz.

Die peruanische Hauptstadt Lima richtet am 4. November erstmals die Verleihung der The World’s 50 Best Restaurants aus. Wie der Veranstalter mitteilt, finde die Preisverleihung damit zum ersten Mal in Südamerika statt.

Für die insolvente Hamburger Gastronomie TamTam hat der vorläufige Insolvenzverwalter die Investorensuche gestartet. Ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, hängt nach seinen Angaben von einer erfolgreichen Übernahme ab.

Der frühere Profifußballer Lukas Podolski betreibt schon eine ganze Dönerkette. Auch Schauspieler Frederick Lau plant nun in Berlin einen Dönerladen. Allerdings ganz ohne Fleisch.

Der Betreiber des TamTam im Hamburger Hanseviertel hat Insolvenz beantragt. Der aktuelle Betrieb war erst im Oktober 2025 gestartet. Zuvor hatte das frühere Le Big TamTam im September 2025 geschlossen.