Texas Chicken kommt nach Deutschland

| Gastronomie Gastronomie

Die US-Marke Texas Chicken kommt nach Deutschland. Mit der Eröffnung des ersten stationären Restaurants im saarländischen St. Wendel sowie der Inbetriebnahme einer Ghost Kitchen in Brandenburg erfolgt der offizielle Markteintritt des Unternehmens. Verantwortlich für den operativen Betrieb und die Expansion im Bundesgebiet ist das Münchener Start-up Serve a Chicken GmbH unter der Leitung von Geschäftsführer Jan Pundik.

Erste Standorte im Saarland und in Brandenburg

Der erste physische Standort wird am 18. Januar 2026 in der August-Balthasar-Straße 4 in St. Wendel eröffnet. Zeitgleich setzt das Unternehmen auf digitale Vertriebswege: In Brandenburg hat bereits die erste Ghost Kitchen den Betrieb aufgenommen, über die Produkte ausschließlich per Lieferdienst bezogen werden können.

Die Expansion soll im laufenden Jahr zügig fortgesetzt werden. Laut Unternehmensangaben ist die Eröffnung von weiteren drei bis fünf Restaurants und Ghost Kitchens für das Jahr 2026 geplant. Deutschland fungiert dabei als erster europäischer Markt für die Marke, die international bereits über 1.550 Standorte in mehr als 25 Ländern betreibt und einen jährlichen Umsatz von rund 1,3 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Konzept und kulinarisches Angebot

Das kulinarische Profil von Texas Chicken orientiert sich an der Tradition der amerikanischen Südstaaten. Das Angebot umfasst handpaniertes Fried Chicken, das nach einem Originalrezept aus dem Gründungsjahr 1952 mariniert wird. Ergänzt wird das Sortiment durch Chicken Sandwiches sowie Beilagen wie Coleslaw, Maiskolben, Reis und Cajun Fries. Eine Besonderheit im Menü stellen die sogenannten Honey-Butter-Biscuits dar, ein süß-salziges Gebäck, das täglich frisch vor Ort produziert wird.

Das Unternehmen setzt auf eine Kombination aus handwerklicher Zubereitung und standardisierten Prozessen. Jan Pundik, Geschäftsführer der Serve a Chicken GmbH, betont den Anspruch an die Produktqualität: „Mit Texas Chicken importieren wir nicht einfach eine Marke, sondern auch die Haltung und Gastfreundschaft der amerikanischen Südstaaten: Leidenschaft, Verlässlichkeit und immer händisch paniertes Chicken.“

Strategische Bedeutung des Standorts Deutschland

Für den Mutterkonzern hat der Markteintritt in Deutschland eine hohe Priorität innerhalb der globalen Wachstumsstrategie. Elmis Medina, VP Marketing bei Texas Chicken in den USA, bezeichnet Deutschland als zentralen Markt in Europa. Das Ziel sei es, die Marke durch eine Mischung aus klassischen Restaurantstandorten und modernen digitalen Konzepten in verschiedenen Regionen zugänglich zu machen.

Die Marke, die 1952 in San Antonio unter dem Namen Church’s Chicken gegründet wurde, setzt bei ihrem Deutschland-Debüt auf eine hohe Präsenz in sozialen Medien und lokalen Kooperationen, um die Bekanntheit zu steigern.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.

Beim internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs in Köln wurde Frédéric Morel aus Münster zum Koch des Jahres gewählt. Die Veranstaltung brachte rund 500 Branchenvertreter aus 21 Ländern am Rhein zusammen.

In München sorgt die Forderung eines Wirts für Furore: Die Oktoberfest-Zelte sollen europaweit ausgeschrieben werden. Was könnte das für Tradition und Brauchtum auf der Wiesn bedeuten?

Sie brutzelt, sie duftet und sie macht satt – die Currywurst landet millionenfach in Kantinen und Imbissen und auf dem Teller oder in der Pappschale. Doch wie mag der Berliner seine Wurst? Und wie wird sie im Pott gegessen?

Der internationale JRE-Kongress in Köln versammelte rund 500 Branchenvertreter, um über die Zukunft der Gastronomie und nachhaltige Innovationen zu beraten. Neben der Verleihung der International Awards 2026 stand die Expansion des Netzwerks nach Südamerika im Fokus.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Nachhaltigkeit für über 80 Prozent der Leser ein wichtiges Kriterium bei Kochbüchern darstellt. Während das gedruckte Buch die wichtigste Inspirationsquelle bleibt, gewinnen pflanzenbasierte Ernährung und umweltfreundliche Zutaten an Bedeutung.

Eine aktuelle Umfrage belegt die hohe Relevanz der Gastronomie am Muttertag, wobei über 40 Prozent der Deutschen einen Restaurantbesuch planen. Neben großen Familienfeiern gewinnen Trends wie Solo-Dining und erlebnisorientierte Angebote an Bedeutung.

Die Initiative Gerolsteiner WeinPlaces hat sechs neue Gastronomiebetriebe in ihr bundesweites Netzwerk aufgenommen und fördert künftig zudem die Ausbildung von Nachwuchskräften durch internationale Stipendien.

Unbekannte haben in München ein israelisches Restaurant angegriffen. Inwieweit die Tat einen antisemitischen Hintergrund hat, wird noch geklärt. Die Ermittler gehen «gewissen Anhaltspunkten» nach.