TripAdvisor kürt «Fogón Asado» in Buenos Aires zum besten Restaurant der Welt

| Gastronomie Gastronomie

Von außen schlicht, innen gemütliches Grillfeuer. Das laut der Reise-App Tripadvisor beste Restaurant der Welt «Fogón Asado» in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires lädt zu einem unmittelbaren Barbecue-Erlebnis ein und verfolgt dabei ein besonderes Konzept.

Denn im Grunde geht es zu wie bei einer Weinverkostung - nur eben mit Fleisch, erläutern die beiden Restaurantbetreiber Alex Pels und Sebastián Cardamoni, deren Lokalität in diesem Jahr den Travellers' Choice Best of the Best Award gewann.

Wie im Land der Gauchos fast zu vermuten, dreht sich in dem Siegerlokal der Kategorie «Gehobene Küche» (fast) alles um Fleisch. Aber es wird hier nicht einfach ein Stück auf einen Teller gelegt und serviert. Vielmehr gibt es ein festgelegtes Menü, das entweder aus neun oder 14 Gängen besteht.

Die Gäste sitzen an einem Rundtisch um den Grill und erhalten präzise Erläuterungen zu den Fleischschnitten. Es geht um Rinderrassen, um die Regionen, in denen Tiere gezüchtet und womit diese gefüttert wurden. 

Die Zeiten für die Fleisch-Degustationen sind nicht individuell, sondern sie starten mittags oder abends einheitlich, sodass die Gäste die Verkostung gleichzeitig machen. 

Auch Menüs für Vegetarier

Gut die Hälfte des Grillpersonals ist weiblich. In Argentinien, wo das Asado - das argentinische Barbecue - traditionell eine Männerdomäne ist, keine Selbstverständlichkeit. Überraschend mag erscheinen, dass es auch Menüs für Vegetarier und Veganer gibt, wie Alex Pels, Nachfahre deutscher Auswanderer, ergänzt.

Mittlerweile gibt es im Buenos-Aires-Stadtteil Palermo zwei «Filialen». Reservierungen sind in aller Regel erforderlich. «Laufkundschaft» gibt es eher nicht. Diese würde zumindest an dem Standort an der Straße Gorriti möglicherweise auch vorbeilaufen - so unscheinbar wirkt das Lokal von außen.

Grundlage der Tripadvisor-Rangliste sind die Gäste-Bewertungen, die für ein Restaurant im Laufe eines Jahres vergeben werden. Das «Fogón Asado» weist derzeit über 4.300 Bewertungen auf, die durchschnittlich bei 4,9 von 5 Zufriedenheitspunkten liegen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Vom 19. September bis 4. Oktober 2026 findet in München das Oktoberfest statt. Auswertungen von Amadeus Travel Intelligence dokumentieren dabei signifikante Verschiebungen bei den internationalen Herkunftsmärkten und dem Buchungsverhalten der Flugreisenden.

Die Handelsgastronomie hat ihren Umsatz 2025 um 7,1 Prozent auf 13,29 Milliarden Euro gesteigert. Damit lag das nominale Wachstum deutlich über dem Plus von 1,8 Prozent in der Gastronomie insgesamt, deren Umsatz preisbereinigt um 2,2 Prozent zurückging.

Der Deutsche Gastro-Gründerpreis 2027 hat seine offizielle Bewerbungsphase gestartet. Ab sofort können Gründer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre gastronomischen Konzepten für den Wettbewerb einreichen.

Das Berliner Restaurant Zum Heiligen Teufel hat bei den True Italian Awards 2026 drei Auszeichnungen gewonnen. Gleichzeitig wurden traditionsreiche Gastronomen und weitere kulinarische Konzepte der Hauptstadt geehrt.

Block House hat 2,5 Millionen Euro in die Modernisierung seines Restaurants Am Kröpcke in Hannover investiert. Der seit 1991 bestehende Standort erhielt unter anderem einen neu gestalteten Gastraum, neue technische Anlagen und eine modernisierte Küche.

Nach dem Brandunglück in der Silvesternacht in Crans-Montana überprüfte die Feuerwehr in Tschechien fast 800 Betriebe. Blockierte Notausgänge und fehlende Feuerlöscher sorgen für Alarm.

Auch in diesem Jahr verleiht der Bundesverband der Systemgastronomie wieder seinen Preis der Deutschen Systemgastronomie. Mit Mmaah!, 60 Seconds to Napoli und Goldies stehen drei unterschiedliche Konzepte im Finale.

Kurz vor dem Oktoberfest beschäftigt die Vergabe der Wiesn-Festzelte die Justiz. Ein Wirt fordert, dass München den Betrieb der großen Bierzelte europaweit ausschreibt. Das Bayerische Oberste Landesgericht verhandelt nun über die Frage, ob der traditionelle Ausschluss auswärtiger Wirte rechtens ist.

Das Kammergericht Berlin hat nach Angaben des Verbraucherzentrale Bundesverbands eine Trinkgeld-Klausel von Lieferando für unwirksam erklärt. Die Regelung schloss eine Erstattung auch dann aus, wenn das Restaurant die Bestellung stornierte und das Essen nicht ausgeliefert wurde.

Eine Studie der Universität Hohenheim untersucht anhand von rund 200 Tonnen Lebensmitteln für etwa 211.000 Mahlzeiten den Biodiversitäts-Fußabdruck der Hohenheimer Mensa. Die Herkunft der Zutaten spielt nach den Ergebnissen eine entscheidende Rolle.