Übernahmeangebot für Wendy’s lässt Aktienkurs zweistellig steigen

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Die US-amerikanische Restaurantkette Wendy’s hat den Eingang eines Übernahmeangebots einer Investorengruppe um den Milliardär Nelson Peltz bestätigt. Die von Trian Fund Management angeführte Gruppe bietet 7,35 US-Dollar je Aktie in bar. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hat das Angebot einen Wert von rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Ein unabhängiger Ausschuss des Verwaltungsrats soll den unverbindlichen Vorschlag prüfen.

Neben Trian Fund Management gehören Flynn Group LP, BlueFive Capital und Sixth Street Partners zu der Investorengruppe. Sie will sämtliche ausstehenden Wendy’s-Aktien erwerben, die sich noch nicht in ihrem Besitz befinden. Der gebotene Preis liegt nach Angaben der Investoren rund 20 Prozent über dem Schlusskurs vom 27. Oktober 2026.

Die Aktie sprang nach Bekanntwerden des Angebots zeitweise zweistellig nach oben. Reuters zufolge erreichten die Papiere am 28. Oktober zwischenzeitlich einen Kurs von 7,20 US-Dollar. Zum Handelsschluss notierte die Aktie bei 7,07 US-Dollar und damit unter dem angebotenen Übernahmepreis von 7,35 US-Dollar.

Investorengruppe um Nelson Peltz hält bereits Anteile an Wendy’s

Aus dem bei der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlichten Angebotsschreiben geht hervor, dass die Trian-Gruppe einschließlich verbundener Parteien bereits rund 16,3 Prozent der ausstehenden Wendy’s-Stammaktien hält.

Die Investoren begründen ihren Übernahmevorschlag mit der wirtschaftlichen Situation der Restaurantkette. Sie verweisen auf den Druck auf amerikanische Verbraucher, wirtschaftliche Unsicherheit, anhaltende Rohstoffpreisinflation und einen zunehmenden Wettbewerb im Markt für Burger-Schnellrestaurants.

Nach Einschätzung der Investorengruppe benötigt Wendy’s erhebliche Kapitalinvestitionen, um seine Verschuldung zu reduzieren und strategische Maßnahmen zur Verbesserung der Geschäftsentwicklung umzusetzen. Eine Übernahme durch private Investoren biete nach ihrer Auffassung bessere Voraussetzungen dafür.

Reuters berichtet in diesem Zusammenhang, dass Wendy’s im August seine Jahresprognose zurückgezogen habe. Zum 28. Juni 2026 habe die Nettoverschuldung des Unternehmens rund 2,4 Milliarden US-Dollar betragen.

Wendy’s lässt unabhängigen Ausschuss über das Übernahmeangebot beraten

Wendy’s hatte bereits nach einer Mitteilung von Trian vom 18. Februar 2026 einen Ausschuss aus unabhängigen Verwaltungsratsmitgliedern eingesetzt, die nicht mit der Investorengruppe verbunden sind.

Dieser werde das vorliegende Angebot gemeinsam mit seinen Finanz- und Rechtsberatern prüfen. Wendy’s betont ausdrücklich, dass weder eine Übernahme noch eine andere strategische Entscheidung zugesichert werden könne. Auch sei offen, ob eine endgültige Vereinbarung zustande komme oder vollzogen werde.

Die Aktionäre müssten derzeit nicht tätig werden. Weitere Entwicklungen will das Unternehmen bekannt geben, wenn es eine Veröffentlichung für angemessen oder erforderlich hält.

Investoren planen Finanzierung der Übernahme ohne zusätzliche Verschuldung

Die Investorengruppe erklärt in ihrem Angebotsschreiben, dass die Barzahlungen an die Aktionäre durch die beteiligten Investoren und weitere Kapitalgeber finanziert werden sollen. Die bereits von der Trian-Gruppe gehaltenen Aktien sollen in die neue Eigentümerstruktur eingebracht werden.

Nach Angaben der Investoren wäre für die Transaktion keine zusätzliche Verschuldung erforderlich. Das Angebot stehe zudem nicht unter einem Finanzierungsvorbehalt. Die bestehenden Verbriefungsfinanzierungen von Wendy’s sollen voraussichtlich erhalten bleiben.

Vorgesehen ist eine Verschmelzung nach dem Recht des US-Bundesstaates Delaware. Dafür wäre die Zustimmung einer Mehrheit der ausstehenden Aktien erforderlich. Die Investoren erklären, dass sie eine bestätigende Unternehmensprüfung zügig abschließen und innerhalb der kommenden Wochen endgültige Vereinbarungen aushandeln könnten.

Flynn Group betreibt bereits mehr als 340 Wendy’s-Restaurants

Mit der Flynn Group gehört auch ein bestehender Franchisenehmer von Wendy’s zur Investorengruppe. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben mehr als 3.000 Standorte verschiedener Marken, darunter Applebee’s, Arby’s, Panera, Pizza Hut und Taco Bell.

In den USA betreibt Flynn mehr als 340 Wendy’s-Restaurants und gehört damit zu den größten Franchisenehmern der Burgerkette. Darüber hinaus ist das Unternehmen Master-Franchisenehmer von Wendy’s in Australien und Neuseeland.

Die Beziehung zwischen Wendy’s und Trian besteht bereits seit fast zwei Jahrzehnten. Reuters zufolge hatte Trian schon 2022 eine Übernahme und einen anschließenden Rückzug von der Börse erwogen, diese Pläne jedoch 2023 nicht weiterverfolgt.

Wendy’s wurde 1969 gegründet und verfügt gemeinsam mit seinen Franchisenehmern über mehr als 7.000 Restaurants weltweit. Unter Vorstandschef Bob Wright verfolgt das Unternehmen derzeit mehrere strategische Schwerpunkte zur Verbesserung seiner Geschäftsentwicklung. Weitere Einzelheiten sowie die Geschäftszahlen für das dritte Quartal sollen am 5. November 2026 vorgestellt werden.

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