Warum das Teilen eine Qual sein kann

| Gastronomie Gastronomie

Große Gemeinschaftstische sind in der gehobenen Gastronomie seit einigen Jahren ein echter Trend. So zum Beispiel in Kevin Fehlings „The Table“ oder im neuen Noma. Dass ein geteilter Tisch beim Restaurantbesuch aber nicht nur Freu(n)de macht, hat nun der SZ-Redakteur Maximilian Scharnigg am eigenen Leib erfahren. Denn statt seiner Begleitung in die Augen zu blicken, saß er plötzlich an einem 10er Tisch und musste Small Talk halten. Es sei wie in einer Selbsthilfegruppe für Gourmets gewesen, so der Autor. 

Doch nicht nur die Möbel werden heutzutage geteilt, auch die „shared Dishes“ kommen nicht bei jedem gut an. Allein die Bestellung der Gerichte, von denen alle am Tisch probieren sollen, sei eine komplizierte Angelegenheit. So habe man als Gast am Ende vielleicht etwas über Diplomatie gelernt, aber wahrscheinlich nicht das passende Essen vor sich auf dem Teller. Stattdessen lasse man in jeder Schüssel einen Anstandsrest zurück. So werde aus einer eigentlich schönen Idee, ein missgünstiges Kontrollieren und Herumgabeln, wie der Redakteur feststellte. 

Doch auch Gäste, die ihr Essen lieber ganz allein zu sich nehmen, finden in der Gastronomie den passenden Platz. So zum Beispiel in New York. Dort serviert die Kette Ichiran Nudelsuppe in abgetrennten Esskabinen (Tageskarte berichtete). Für ein romantisches Essen zu zweit ist aber auch das keine Alternative.  
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Kneipe 80 eröffnet erstmals einen Standort außerhalb Bayerns. In Münster kooperiert die Münchner Marke mit dem Betreiber der Ausgehlocation Das Schaf. Am Tegernsee wird der saisonale Kiosk 80 zum Klub 80 in Rottach-Egern.

Nach dem dramatischen Einbruch der Besucherzahlen beim diesjährigen Cannstatter Wasen steht noch immer die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte. Beteiligte äußern offenbar unter vorgehaltener Hand die Vermutung, die Zahlen könnten in der Vergangenheit beschönigt worden sein.

32 Künstler und ein Vier-Gänge-Menü aus mehreren Restaurantküchen gehören zur neuen Europa-Park Dinner-Show „The Grand Club“. Die Veranstaltung ist für ausgewählte Abende vom 21. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 angekündigt.

Seit vergangener Woche wurde nach einem Medienbericht spekuliert, dass Starbucks eine auf mexikanische Küche spezialisierte Restaurant-Kette kaufen könnte. Doch dazu kommt es nicht.

Rund 2,5 Millionen Gäste statt 4,2 Millionen im Vorjahr: Der Cannstatter Wasen endet mit deutlich geringeren Besucherzahlen. Wie die dpa berichtet, gehe auch der Bierkonsum weiter zurück. Veranstalter und Festwirte zeigen sich dennoch zufrieden.

Schwabinger Tor Bräu hat ein Wirtshaus im Andaz-Hotel in München eröffnet. Die angeschlossene Brauerei produziert seit 2025 und beziffert ihre mögliche Jahresproduktion auf bis zu 100.000 Liter Bier.

Weißer Trüffel gilt als wertvoll – nun macht ihm auch der Klimawandel zu schaffen. Die Delikatesse könnte nach Hitze und Dürre in diesem Sommer noch teurer werden. Experten hoffen auf den Spätherbst.

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.