Wechsel in der Hafencity: Kristian Zrno übernimmt Puzzle Bar von Kevin Fehling

| Gastronomie Gastronomie

Foto: IMAGO / Andreas Costanzo

Nach fünfeinhalb Jahren gibt der Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling die Führung seiner Puzzle Bar in der Hamburger Hafencity ab. Wie Fehling über soziale Medien mitteilte, wechselt das Objekt mit sofortiger Wirkung in die Hände eines neuen Besitzers. Der Gastronom Kristian Zrno übernimmt die Bar, die für die Übertragung kulinarischer Techniken aus der Sterneküche auf Cocktailkonzepte bekannt wurde.

Auszeichnungen trotz schwieriger Startphase

Die Puzzle Bar wurde im Jahr 2020 eröffnet. Trotz der Herausforderungen durch die damalige Corona-Pandemie entwickelte sich der Betrieb zu einer festen Größe in der deutschen Barlandschaft. Das Konzept zielte darauf ab, die Kreativität der gehobenen Gastronomie in flüssiger Form zu präsentieren.

In der Zeit unter Fehlings Leitung erhielt das Projekt verschiedene Branchenpreise. Das Magazin Falstaff kürte die Lokalität zur Neueröffnung des Jahres, während das Fachmagazin Rolling Pin die Auszeichnung zur Bar des Jahres im Rahmen der 50 Best Bars Germany vergab. Zudem wurde der langjährige Partner Dennis Ilies als Barkeeper des Jahres geehrt.

Strategische Neuausrichtung des Sternekochs

Fehling begründet den Verkauf mit einer Verschiebung seiner beruflichen Schwerpunkte. Er wolle seinen kreativen Fokus wieder verstärkt auf die Entwicklung neuer Ideen und Konzepte legen. Dabei stehe sowohl die Arbeit am Teller als auch die konzeptionelle Gestaltung neuer Projekte im Vordergrund.

„Mein Herz hängt sehr an dieser einzigartigen Bar. Gleichzeitig aber spüre ich deutlich, dass der Moment gekommen ist, meinen kreativen Fokus wieder ganz meiner großen Leidenschaft zu widmen: dem Kreieren neuer Ideen und Konzepte – Kreativität auf dem Teller ebenso wie das konzeptionelle Erschaffen neuer, inspirierender Projekte“, erklärt Fehling zu seinem Abschied.

Kontinuität und neue Impulse durch Kristian Zrno

Mit dem neuen Inhaber Kristian Zrno verbinde Fehling laut eigener Aussage die Leidenschaft für die Gastronomie und die Kunst. Trotz der Übergabe bleibt der Spitzenkoch dem Standort lose verbunden. Er kündigte an, künftig gelegentlich bei Projekten mitzuwirken und die Bar weiterhin als Gast zu besuchen.

In seinem Statement bedankte sich Fehling beim gesamten Team, den Gästen sowie Partnern wie Perrier-Jouet für die Unterstützung während der vergangenen Jahre.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.

Döner ist in den vergangenen Jahren überall deutlich teurer geworden. Die Kunden hat das nicht abgeschreckt. Und insbesondere in Berlin zeichnet sich mancherorts bei den Preisen eine Trendwende ab.

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent führt zu stabilen Preisen in der Gastronomie. Aktuelle Daten zeigen, dass Betriebe die Entlastung vor allem nutzen, um gestiegene Kosten abzufedern. Knapp Dreiviertel der untersuchten Gastronomiebetriebe haben, laut einer Studie, ihre Preise, nach der Steueränderung, unverändert gelassen.

In einer Branche, die sich aktuell zwischen regulatorischen „Knüppeln in den Speichen“ und einer schleichenden „Dienstleistungs-Apathie“ aufreibt, ist eine klare Stimme seltener denn je. Wer den Newsletter der Frankfurter Mook Group abonniert, bekommt jedoch genau das: Eine regelmäßige Dosis intellektuelles Gastro-Adrenalin, serviert auf einem Bett aus radikaler Transparenz und kompromissloser Ästhetik.

In den Räumen des ehemaligen Restaurants Schwanen eröffnet am 7. März 2026 eine neue Wilma Wunder Filiale. Mit 180 Sitzplätzen und Fokus auf regionale Partner erweitert die Marke ihre Präsenz im Schwarzwald auf nunmehr 14 Standorte.