Weiter keine Klarheit über Anschlag auf israelisches Lokal

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Die seit Tagen laufende Prüfung eines vermeintlichen Bekennervideos hat laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann noch keine Klarheit über die Hintergründe zu dem Anschlag auf ein israelisches Restaurant in München geliefert. «Es gibt noch keine gesicherten Erkenntnisse, wer hier unmittelbar für die Tat verantwortlich ist», sagte der CSU-Politiker auf Anfrage in München. Das fünf Tage nach der Tat aufgetauchte Video zeige «auf jeden Fall eine verbale Unterstützung» des Anschlags. «Ob es sich unmittelbar auch um die Täter handelt oder um Sympathisanten der Täter, das sind Dinge, die Gegenstand der Ermittlungen sind.»

Am 10. April griffen Unbekannte das Restaurant in München an

Unbekannte hatten in der Nacht auf den 10. April das israelische Restaurant «Eclipse Grillbar» in München angegriffen, Fensterscheiben zerstört und einen Schaden von mehreren Tausend Euro verursacht. Polizei, Justiz und Betreiber gingen von Anfang an von einem antisemitischen Motiv aus. Fünf Tage später war auf den Social-Media-Kanälen der neuen proiranischen Gruppierung Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia (HAYI) ein Video aufgetaucht, welches sich auf die Tat bezieht. Ob es tatsächlich von den Tätern stammt, ist aber unklar. Es könnte auch von Trittbrettfahrern oder Sympathisanten der Täter kommen. 

Verfassungsschutzchef spricht von «gewissen Anhaltspunkten»

Bayerns Verfassungsschutzpräsident Manfred Hauser betonte, es gebe «gewisse Anhaltspunkte», die dafür sprächen, da seit dem 9. März jüdische Einrichtungen in das Blickfeld der noch neuen Organisation HAYI gelangt seien und es somit eine «gewisse Serie» gebe. Umgekehrt gebe es aber auch Dinge, die dagegen sprächen - etwa, dass das Video erst fünf Tage nach der Tat aufgetaucht sei und auch kein direktes Video der Tat eingestellt wurde. «Das sind Dinge, die wiederum für etwas anderes sprechen. Aber das müssen wir uns jetzt sehr sorgfältig anschauen.» (dpa)


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