Wiedereröffnung des Sternerestaurant PUR im Kempinski Hotel Berchtesgaden

| Gastronomie Gastronomie

Das Sternerestaurant des Kempinski Hotel Berchtesgaden wurde umfangreich renoviert und präsentiert sich seit Anfang des Jahres in neuem Design und mit neuem Namen: PUR. „Purer unverfälschter Geschmack, leicht, schmackhaft und überraschend“ – abseits dessen, was man kenne und erwartete, so präsentiert Chefkoch Ulrich Heimann seine neuen Kreationen. Für das neue Design zeichnet der Architekt Klaus Sporer verantwortlich, der sich in Zurückhaltung übt und die Kreationen von Ulrich Heimann und dessen Gäste in den Vordergrund stellt. Durch die graubasierte Farbgestaltung, die eingesetzten Materialien und das Lichtkonzept bietet das Restaurant einen Rahmen für die Präsentation der Speisen und lässt Raum für die optimale Darstellung der beteiligten Personen.

Auf üppige Dekorationselemente wurde verzichtet, stattdessen setzen vor dem grauen Hintergrund alle Farbnuancen in den servierten Gerichten Akzente. Das Zentrum des neugestalteten Restaurants ist der Lüster, den ein goldenes Gesteck umrankt. Die Oberflächen der verwendeten Materialien reichen von rau über matt bis hin zu glatt und hochglänzend und auch die Wände wurden durch eine spezielle Technik gestaltet: In den Putz wurde ein pulveriges Kupferpigment eingestreut, das je nach Beleuchtung mit unterschiedlichen Färbungen antwortet.
 

Ein architektonisches Highlight des Restaurants ist die „Box“, ein Separée aus gemaserter Weißtanne. Diese wurde speziell für Paare kreiert, die einen besonderen Moment zelebrieren möchten. Das Separée lässt sich in ein warmes Licht tauchen, das je nach Farbgebung an die untergehende Sonne oder den Vollmond erinnern soll.

Ursprünglicher Geschmack des Produkts

Bei seinen neuen Kreationen verzichtet Ulrich Heimann auf die Nutzung vieler Gewürze, sondern verwendet hauptsächlich Salz und Pfeffer und setzt auf den ursprünglichen Geschmack des Produkts. Für den Kochstil steht eine modern-europäische Küche, die die Harmonie der Texturen und den Eigengeschmack der Zutaten in den Mittelpunkt stellt. Dazu pflegt Heimann engen Kontakt zu Produzenten und Lieferanten aus der Region. Fleisch-, Milch- und Fischprodukte stammen alle aus dem Angebot der nahegelegenen Anbieter.

Der Chef’s Table in der Küche des Chefkochs Ulrich Heimann wurde im Zuge der Renovierungsarbeiten ebenfalls neugestaltet und eröffnet Gästen einen Blick hinter die Kulissen, bei dem sie dem Chefkoch über die Schulter schauen können: Vor ihren Augen bereitet Ulrich Heimann ein „Menu du chef“ zu, das er anschließend persönlich serviert.

Heimann wuchs im Schwarzwald auf und legte dort auch das Fundament für seine Karriere. Er wechselte 1992 in den „Prinz Frederik Room“ in Hamburg – 1995 erkochte er dort seinen ersten Michelin Stern. Seit 2005 zeichnet der passionierte Bergsteiger für das jetzige PUR, ehemals Le Ciel, in Berchtesgaden verantwortlich. Für das Gourmet-Restaurant erhielt Heimann 2006 einen Stern, den er seitdem erfolgreich verteidigt. „Für mich steht PUR für pure Leidenschaft, pure Kochkunst und die Liebe zum Produkt. Ich bin stolz, ein solch tolles Restaurant führen zu dürfen und freue mich, das neue Design, den Raum und das Konzept zusammen mit meinem Team mit Leben zu füllen“, sagt Ulrich Heimann.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer in die Tiefen der Kochkunst eindringen möchte, wird in Dresden unterirdisch fündig. Zwei Stockwerke geht es im Keller der Sächsischen Landesbibliothek - Universitäts- und Staatsbibliothek (SLUB) - abwärts, bevor sich eine kulinarische Welt der besonderen Art öffnet.

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.