Wien-Marketing setzt auf Tim Mälzer und Lukas Mraz

| Gastronomie Gastronomie

WienTourismus forciert die internationale Vermarktung der österreichischen Bundeshauptstadt als Ziel für kulinarisch interessierte Reisende. Im Zentrum der aktuellen Kampagne steht die neue Folge der Serie „Hungry for More“, in der der Koch Lukas Mraz seinen deutschen Kollegen Tim Mälzer durch die Wiener Gastronomieszene führt. Die Produktion zeigt verschiedene Facetten der Stadt abseits klassischer Reiseführer und konzentriert sich auf Orte, die in der Branche als Anlaufstellen für Köche gelten.

Kulinarisches Porträt zwischen Tradition und Moderne

Der Streifzug der beiden Köche umfasst ein breites Spektrum der Wiener Genusskultur. Zu den angesteuerten Stationen gehören Betriebe wie die Cucina Itameshi, die Rundbar, das Ostwind, das Salzamt sowie das Café Anzengruber. Inhaltlich deckt die Folge eine Spanne von italienisch-japanischen Fusionsküchen über moderne Barkultur und asiatische Einflüsse bis hin zur klassischen Wiener Kaffeehausatmosphäre ab.

Diese Aktivitäten sind eingebettet in das Themenjahr 2026, das unter dem Titel „Vienna Bites: Küche, Kultur, Charakter“ steht. Nach Angaben des WienTourismus bündelt die Stadt mehr als ein Drittel der gastronomischen Wertschöpfung sowie der Beschäftigten im Gastgewerbe Österreichs.
 

Wirtschaftliche Relevanz und strategische Ausrichtung

Norbert Kettner, Geschäftsführer des WienTourismus, betont die Bedeutung der Branche für die Identität der Stadt: „Wien ist die einzige Stadt der Welt, die Namensgeberin eines eigenständigen Speisenstils ist: der Wiener Küche. Gleichzeitig bündelt die Stadt mehr als ein Drittel der österreichischen Gastro-Beschäftigten sowie ein Drittel der gastronomischen Wertschöpfung des Landes. In Wien verschmelzen Tradition, Innovation und individuelle Handschrift – genau diese Mischung prägt unser Themenjahr 2026 ,Vienna Bites: Küche, Kultur, Charakter‘ und positioniert die Stadt weltweit als inspirierende Food-Destination.“

Ziel der Strategie ist es, die gesamte Bandbreite vom Wiener Würstelstand bis zur Spitzengastronomie international sichtbar zu machen. Hierfür werden unter anderem Mediengruppen zu 63 Partnerbetrieben geführt. In der städtischen App ivie sind zudem mehr als 500 Gastronomiebetriebe gelistet. Nutzer der Vienna City Card erhalten zudem Nachlässe von 20 Prozent in teilnehmenden Restaurants.

Platzierungen in internationalen Rankings

Die Relevanz Wiens als kulinarischer Standort wird durch aktuelle Platzierungen in Fachmedien untermauert. Im Ranking der „100 Best Food Cities“ von TasteAtlas belegt Wien weltweit den achten Platz. Der Guide Michelin führt die Stadt zudem als eine von drei europäischen Destinationen in der Liste der „Exciting Foodie Destinations 2025“. Derzeit verfügen 14 Betriebe in Wien über Michelin-Sterne. Mit dem Steirereck und dem Amador beheimatet die Stadt zudem zwei Restaurants mit einer Drei-Sterne-Bewertung.

Fokus auf Wirtshauskultur und schnelle Küche

Die Videoreihe wird in den kommenden Wochen um weitere Schwerpunkte ergänzt. Eine Spezialfolge widmet sich der Wiener Wirtshauskultur und geht der Frage nach, was die Atmosphäre zwischen Stammtisch und Schank definiert. Ein weiterer Teil der Serie befasst sich mit der Entwicklung der Imbiss-Szene. Dabei stehen neben den traditionellen Würstelständen auch moderne Konzepte wie Döner oder aktuelle Pita-Angebote im Mittelpunkt der Berichterstattung.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die chinesische Café-Kette Cotti Coffee expandiert nach Deutschland und eröffnet erste Filialen in deutschen Großstädten. Mit einer Strategie aus extremer Preispolitik und vollständig digitalisierten Bestellprozessen fordert das Unternehmen etablierte Marktteilnehmer heraus.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland laden am 1. März zur dritten Charity Küchenparty in die Bonner La Redoute ein. Spitzenköche und Partner sammeln durch das kulinarische Event Erlöse für Bildungsprojekte zur Förderung des Ernährungsbewusstseins bei Kindern.

Die Finalisten für den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 wurden in Hamburg nominiert. Fünf innovative Konzepte aus Deutschland treten im März auf der Internorga gegeneinander an, um die Auszeichnung und Förderpakete zu gewinnen.

Der Guide Michelin hat die neuen Sterne-Auszeichnungen für Großbritannien und Irland bekanntgegeben. Während die Spitze der Drei-Sterne-Gastronomie stabil bleibt, verzeichnete die Auswahl signifikante Zuwächse bei den Zwei- und Ein-Sterne-Häusern.

Wer den Valentinstag im Restaurant oder Café verbringt, muss tiefer in die Tasche greifen: Die Preise in der Gastronomie stiegen 2025 um 3,6 Prozent und liegen damit weiterhin deutlich über der allgemeinen Inflationsrate. Erhebliche Preissteigerungen zeigen sich im Fünf-Jahres-Vergleich.

Bei den ahgz Sterne Awards 2026 teilen sich das Münchner Restaurant Jan und die Schwarzwaldstube aus Baiersbronn den ersten Platz. Das Ranking basiert auf einer kombinierten Auswertung führender Restaurantführer und einer Branchenbefragung unter 200 Spitzenköchen.

Eine aktuelle Civey-Umfrage offenbart eine geteilte Meinung zur Finanzierung des Oktoberfests: Während bundesweit 46 Prozent der Bürger einen Eintrittspreis befürworten, regt sich in Bayern und bei der Münchner Stadtspitze deutlicher Widerstand gegen den Vorstoß der Brauer.

Studierende können in den Hochschulen vergleichsweise günstig speisen. Nicht alle geben danach Besteck und Geschirr wieder ab - Diebstahl ist ein Thema. Doch es gibt weitere Gründe für den Schwund.

Die Gastronomie ist der Hauptgewinner auch der diesjährigen Karnevalssession. Wie die Rheinische Post unter Berufung auf das IW berichtet, fließen rund 900 Millionen Euro in die Kassen der Gastwirte, während der Gesamtwirtschaftsfaktor bundesweit bei zwei Milliarden Euro liegt.

Das mit einem Stern ausgezeichnete Marburger Esszimmer unter der Leitung von Kathrin und Denis Feix schließt zum 1. März. Trotz exzellenter Kritiken sieht die Vila Vita Marburg SE am Standort keine langfristige wirtschaftliche Basis für das spezialisierte Fine-Dining-Konzept.