Wien verschenkt Gutscheine für Restaurants an jeden Haushalt 

| Gastronomie Gastronomie

In der Corona-Krise spendiert die Stadt Wien allen 950.000 Haushalten einen Gutschein für Restaurantbesuche in Höhe von bis zu 50 Euro. Das kündigte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Mittwoch an. Ein-Personen-Haushalte erhalten einen Bon von 25 Euro, Mehr-Personen-Haushalte einen 50-Euro-Gutschein. Dieser könne in allen teilnehmenden Restaurants und Kaffeehäusern bis Ende September eingelöst werden. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Alkoholische Getränke können mit Steuergeld nicht bezahlt werden.

„Besuchen Sie die Lokale, lösen Sie den Gutschein ein und helfen Sie so dem Kulturgut Gastronomie über die Krise“, appellierte Wirtschaftskammer-Wien-Chef Walter Ruck. Ruck sieht in der Gutschein-Aktion eine „willkommene Stimulanz“ für ein „Wieder-Anstarten der durch die Krise gebeutelten Betriebe“.

Die Aktion sei auch ein Dankeschön für den Zusammenhalt und die „echte Wiener Gelassenheit“, welche die Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner während der Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen im Alltag an den Tag gelegt haben, betonte Ludwig.

„Als Stadt stellen wir für diese Aktion 40 Millionen Euro bereit. Das ist uns die Unterstützung der Wiener Gastronomie wert“, sagte Finanzstadtrat Peter Hanke, aus dessen Budget die Fördermittel kommen. Die Gutschein-Aktion sei als Ergänzung zu dem vom Bund angekündigten Unterstützungsangebot für die Gastronomie zu sehen, so Ludwig und Hanke. Es sei wichtig, zusätzlich zu den Angeboten des Bundes Maßnahmen zu setzen, die auch kurzfristig wirken, sagte Wiener-Wirtschaftskammer-Vizepräsident Arsenovic. "Jede Maßnahme, die dazu führt, dass Menschen jetzt die Angebote der Gastronomie annehmen, ist großartig und hilft den Wirtinnen und Wirten direkt beim Start."

Bereits Mitte März hatte Wien angesichts des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus allen Senioren und Seniorinnen über 65 Jahre einen Taxi-Gutschein in Höhe von 50 Euro spendiert.

(Mit Material der dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Yotam Ottolenghi ist einer der bekanntesten Köche der Welt. In Deutschland wächst die Fangemeinde stetig. Jetzt erschien sein neues Kochbuch - mit einer Grundidee, die nicht nur in der Küche hilft.

In wenigen Tagen stürmen die Massen wieder die Bierzelte auf der Wiesn. Sollen die künftig europaweit vergeben werden? Darum kämpft ein Wirt mit einer ganzen Garde von Anwälten.

Kommendes Wochenende bricht der Ausnahmezustand über München herein. Das 191. Oktoberfest beginnt. Was Besucher wissen sollten über die Zelte, das Bier und die No-Gos.

Vor mehr als 200 Jahren rief König Wilhelm I. von Württemberg nach Missernten und Hunger das Cannstatter Volksfest ins Leben. Schon damals strömten die Menschen zum Wasen - und das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern.

Sechs Münchner Brauereien bieten auf dem Oktoberfest ihr eigenes Festbier an – jedes nach geheimem Spezialrezept gebraut und mit individuellem Geschmack. Und: Das Wiesnbier hat es in sich.

Wolt startet in Berlin ein eigenes Catering-Angebot für Firmenkunden und geplante Veranstaltungen. Im Laufe des Jahres 2027 soll Wolt Catering schrittweise auf weitere deutsche Städte ausgeweitet werden.

Die US-amerikanische Bäckereimarke Cinnabon baut ein Franchisesystem in Deutschland auf. Der erste Standort der CB Germany GmbH soll im Oktober 2026 im Limbecker Platz in Essen eröffnen. Weitere Standorte sind bereits vorgesehen.

Die Wiesn naht - und auch die Rettungskräfte sind vorbereitet. Die Sanitätsstation auf dem Festgelände wappnet sich für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Dabei gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen.

Tim Striegel ist der "Aufsteiger des Jahres 2026" von Der Feinschmecker. Der 25-jährige Koch aus dem Restaurant "Das Philippin" in Rutesheim bei Stuttgart setzte sich bei der Leserwahl gegen sechs weitere junge Talente durch.

Deutschland belegt bei den Rahmenbedingungen für Restaurantgründungen im Vergleich von 20 EU-Märkten Rang sieben. Der Restaurant Launch Report des Metro Marktplatzes weist für Deutschland 99,9 Punkte bei Wettbewerb und Immobilien und 36,9 Punkte bei Gründung und Personal aus.