Wo Außengastronomie in Sachsen-Anhalt richtig teuer ist

| Gastronomie Gastronomie

Einen Kaffee, ein Stück Kuchen oder ein Eis im Freien genießen - damit ihre Gäste das können, müssen Gastronomiebetriebe in Sachsen-Anhalt ganz unterschiedlich hohe Gebühren zahlen.

Für einen Musterbetrieb mit 25 Quadratmetern Außengastronomie in bester Innenstadtlage in der Hauptsaison von Mai bis September werden in Wernigerode 1.163 Euro fällig, wie der Bund der Steuerzahler Sachsen-Anhalt mitteilte. Das sei so viel wie in keiner anderen Stadt über 20.000 Einwohnern. Die Organisation betrachtete die sogenannten Terrassengebühren und stellte große Unterschiede fest.

Große Unterschiede auch zwischen Magdeburg und Halle

In Städten wie Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Eisleben gebe es die Gebühren gar nicht. In Zeitz und Schönebeck fielen sie mit etwas mehr als 50 Euro für die Hauptsaison gering aus. Im Lutherstadt Wittenberg werden hingegen 750 Euro fällig für den zugrunde gelegten Musterbetrieb, in Quedlinburg sind es 625 Euro, in Halberstadt und Stendal je 500 Euro.

Deutlich ist der Unterschied zwischen den beiden Großstädten im Land: während in Halle für den Musterbetrieb mit 25 Quadratmetern Freisitz 700 Euro fällig werden, sind es laut Steuerzahlerbund in Magdeburg 183,75 Euro.

Bund der Steuerzahler rät zum Gebührenverzicht

Der Steuerzahlerbund rät den Städten, von der Sondernutzungsgebühr für die Außengastronomie ganz abzusehen. «Die finanziellen Einbußen der Kommunen wären überschaubar, machen die Einnahmen aus der Terrassengebühr im Stadthaushalt in der Regel nicht einmal 0,05 Prozent der Gesamteinnahmen aus», hieß es. Und: «Außerdem könnten die mit der Gebührenerhebung verbundenen Verwaltungskosten entfallen.» 

Es handele sich also um einen kleinen Verzicht für die Kommunen, aber gleichzeitig um eine große Unterstützung für die Gastronomen, die jeden Tag zur Belebung der Innenstädte beitrügen, so der Landesvorsitzende des Bundes der Steuerzahler Sachsen-Anhalt, Ralf Seibicke. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Bar „Harry’s Legacy“ im Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade ist nach Umbau wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung steht laut Unternehmen im Zusammenhang mit einer geplanten Modernisierung des Hotels.

Wird die Rechnung etwa im Einzelhandel oder im Restaurant in den Kassensystemen der Unternehmen korrekt erfasst und verbucht? Das prüfen die Finanzämter bei unangemeldeten Kontrollen in Thüringen tausendfach.

Die Compass Group-Tochter Food Affairs entwickelt im neuen Leipziger Quartier Neo eine rund 3.000 Quadratmeter große Markthalle mit internationaler und regionaler Gastronomie. Das Konzept soll als zentraler Treffpunkt in der Innenstadt etabliert werden.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat die Jury für den Branchenpreis 2026 vorgestellt und die Bewerbungsfrist bis zum 4. Mai verlängert. Die unabhängige Runde bewertet Konzepte aus der Branche, die im September in München ausgezeichnet werden.

Das neue Frankfurter Hotel Kennedy 89 hat sein Restaurant Eighty Nine eröffnet, das levantinische Küche mit regionalen Einflüssen kombiniert. Unter der Leitung von Küchenchef Philipp Grosser setzt der Betrieb auf gemeinschaftliche Speisekonzepte und regionale Partnerschaften.

Der aktuelle Fitness-Check für die österreichische Gastronomie weist eine leichte Umsatzstabilisierung aus, die jedoch primär auf Preiserhöhungen basiert. Hohe Mitarbeiterkosten und Frequenzen unter dem Vorkrisenniveau belasten die Branche weiterhin.

Die Gastro-Marke Gustavo Gusto hat, gemeinsam mit dem Automatenhersteller Stüwer, ein neues Vertriebsmodell vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der sogenannte „Gustavomat“ als automatisierter Pizzaautomat künftig den Verkauf von Tiefkühlpizza rund um die Uhr ermöglichen.

Nach dem angekündigten Markteintritt von Taco Bell werden erste konkrete Ausbaupläne bekannt. Laut Medienberichten sind unter anderem mindestens 15 Standorte in Bayern vorgesehen.

Die Burgermeister-Gruppe hat nach eigenen Angaben mit der Eröffnung ihres 30. Standorts einen weiteren Expansionsschritt vollzogen. Der neue Betrieb befindet sich in München und wurde am 12. April 2026 in der Türkenstraße eröffnet, wie das Unternehmen mitteilt.

Wie Restaurantbetreiber die Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro 2026 in ihrer Preiskalkulation richtig berücksichtigen – mit konkreten Methoden, Faustregeln und Kommunikationstipps für faire Preise.