ZDF-Reportage über Sternestress und mehr

| Gastronomie Gastronomie

Über besondere Herausforderungen des Kochens - im Sterne-Restaurant, in der Großkantine und in der Kochschule der Bundeswehr - berichtet am Sonntag, 14. Juni 2020, 17.55 Uhr, die "ZDF.reportage: Deutschland kocht - Zwischen Gulaschkanone und Sternestress". Der Film von Trieneke Klein steht ab dem 12. Juni auch in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Wer es schafft, einen Michelin-Stern zu "erkochen", der hat es geschafft. Doch was nach Traumjob klingt, ist oft harte Arbeit, wie die beiden Kölner Sterneköche Sonja Baumann und Erik Scheffler erfahren: In ihrem preisgekrönten Restaurant mitten in der Kölner Innenstadt machen sie nahezu alles selbst. Seit sie Anfang 2018 den ersten Stern erhielten, haben beide durchgearbeitet - doch dann kam die Coronakrise und ihr Lebenswerk stand auf dem Spiel. Von Mitte März bis Mitte Mai war das Lokal geschlossen. Mittlerweile hat es zwar wieder geöffnet, doch aufgrund der Auflagen können sie nur eine kleine Anzahl von Gästen bewirten.

In der Kantine der Stadtwerke Berlin geht es etwas anders zu: "Die Arbeitszeiten hier sind nicht mit Geld aufzuwiegen", sagt Chefkoch Andreas Zawada. Und das, obwohl er und seine Kollegen jede Woche zwischen 5.000 und 7.000 Essen für die Männer und Frauen in Orange frisch zubereiten müssen. Seit Mitte März ist die Kantine der Müllwerker coronabedingt nur noch eingeschränkt im Dienst - statt Mittagessen gibt es Verpflegungspakete, die sich die Angestellten abholen.

Mit ganz anderen Herausforderungen haben die Feldwebel in der Kochschule der Bundeswehr zu kämpfen. Mit der mobilen Feldküche wird der Einsatz im Krisengebiet geprobt - die Königsdisziplin der militärischen Verpflegung. Für die Köche bietet die Arbeit bei der Bundeswehr eine Jobgarantie mit gutem Geld und guten Arbeitszeiten. Wegen der Coronakrise hatte die Kochschule der Bundeswehr Mitte März den Ausbildungsbetrieb einstellen müssen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.

Kochroboter, kein Gastraum, alles für die Auslieferung: Wie eine Küche in Frankfurt den Gastronomie-Alltag verändern könnte – und warum menschliche Gastfreundschaft trotzdem unverzichtbar bleibt.

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erwägt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen Rückzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespräche mit dem Bielefelder Dönerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber «herausfordernd».

Die Münchner Giesinger Brauerei drängt auf die Wiesn - und bekommt dafür nun Rückenwind von jemandem, der in der Sache künftig was zu sagen hat.

Die Sonne scheint, die Menschen genießen den Kaffee wieder im Freien. Die Gastronomen werden von den Städten im Land jedoch ganz unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Der Steuerzahlerbund meint: Weg damit!

Das Restaurant Greta Oto im Hamburger Conrad Hotel wurde mit dem Genuss-Michel 2026 in der Kategorie „Weltweit“ ausgezeichnet. Die MHP Hotel Group wertet den Preis als Bestätigung für ihre Strategie international ausgerichteter Gastronomiekonzepte.

Eine aktuelle Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen aufgrund gestiegener Preise seltener essen geht, während das Preis-Leistungs-Verhältnis zum entscheidenden Faktor bei der Wahl des Restaurants geworden ist.

Seit eineinhalb Wochen wird gezapft und gefeiert auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Halbzeit. Wie kommt die große Sause auf dem Cannstatter Wasen an? Die Veranstalter legen die Zahlen offen.

Zwei Hotels am Schluchsee stellen die Kulinarik in den Mittelpunkt ihres Konzepts. Während die Mühle Schluchsee ihr Restaurant als eigenständiges Ziel positioniert, integriert der Auerhahn die Gastronomie in den gesamten Aufenthalt.

Die Zahl der Gastronomiebetriebe in Großbritannien sinkt kontinuierlich, wobei im ersten Quartal 2026 täglich mehr als drei Standorte aufgegeben wurden. Steigende Lohnkosten und steuerliche Belastungen setzen die Branche unter Druck.