Zwei Hotels am Schluchsee setzen Kulinarik als zentrales Element ein

| Gastronomie Gastronomie

Am Schluchsee im Südschwarzwald richten die Häuser Mühle Schluchsee und Hotel Auerhahn ihre gastronomischen Konzepte gezielt auf Kulinarik aus. Genuss wird in beiden Betrieben nicht als Ergänzung verstanden, sondern als prägender Bestandteil des Aufenthalts.

Mühle Schluchsee macht Küche zum eigenständigen Anlass für Gäste

In der Mühle Schluchsee wird das Restaurant nach Angaben des Unternehmens als eigenständiger Ort positioniert, den Gäste gezielt wegen der Küche aufsuchen. Küchenchef Fabian Obergfell entwickelt Gerichte, die regionale Produkte einbeziehen und deren Herkunft sichtbar machen.

Ein zentrales Element ist die Zusammenarbeit mit Produzenten aus der Region. Nach Angaben des Unternehmens kommen Käse und Brot aus Lenzkirch, Gemüse aus St. Blasien sowie Wild, Eier und Geflügel aus Bonndorf. Auch Forellen aus Unteralpfen sowie teilweise selbst angebaute Kräuter werden verwendet. Als Beispiel wird die sogenannte „Schluchsee-Butterfrau“ genannt, deren Produkt und Geschichte in das Konzept eingebunden sind.

Ergänzt wird das Angebot durch eine Getränkebegleitung mit klassischen und alkoholfreien Varianten. Laut Mitteilung soll so ein zusammenhängendes kulinarisches Erlebnis entstehen, bei dem neben den Produkten auch deren Herkunft und Verarbeitung eine Rolle spielen.
 

Hotel Auerhahn integriert Gastronomie in den gesamten Tagesablauf

Im Hotel Auerhahn ist die Gastronomie nach Angaben des Unternehmens Teil eines umfassenden Aufenthaltserlebnisses. Verantwortlich für das kulinarische Angebot ist Yann Bosshammer, der zwei unterschiedliche Konzepte betreut.

Neben einem Fine-Dining-Angebot am Abend gehört dazu die Brasserie Barbara, die täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet ist. Dort werden laut Mitteilung klassische Gerichte neu interpretiert und in einem durchgehend zugänglichen Angebot bereitgestellt.

Die Küche basiert auf regionalen Produkten und wird durch Einflüsse aus dem Elsass ergänzt. Nach Angaben des Unternehmens begleitet das kulinarische Angebot den Aufenthalt über den gesamten Tag hinweg und ist mit weiteren Bestandteilen wie Erholung und Naturerlebnis verbunden. Das Angebot richtet sich sowohl an Hotelgäste als auch an externe Besucher.
 

 

Unterschiedliche Ausrichtung bei gemeinsamer Betonung regionaler Herkunft

Beide Häuser verfolgen laut Mitteilung unterschiedliche Ansätze. Während die Mühle Schluchsee ihr Restaurant als eigenständiges Ziel mit Fokus auf Küche und Produzenten positioniert, versteht der Auerhahn Gastronomie als durchgehenden Bestandteil des Aufenthalts.

Gemeinsam ist beiden Konzepten die Orientierung an regionalen Produkten sowie deren Einbindung in die Küche. Nach Angaben des Unternehmens spielen Herkunft, Verarbeitung und Zusammenarbeit mit lokalen Erzeugern dabei eine zentrale Rolle.

Beide Häuser werden unter Leitung von Marius Tröndle betrieben

Die Mühle Schluchsee und das Hotel Auerhahn stehen unter der Leitung von Marius Tröndle. Die Mühle, ein Gebäude aus dem Jahr 1603, wird seit 2019 als Boutique-Hotel mit zehn Zimmern geführt. Der Auerhahn wurde nach Angaben des Unternehmens im Jahr 2025 neu ausgerichtet.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Einen Wein aus dem Geburtsjahr des Nachwuchses bis zu dessen Hochzeit optimal lagern. Aus diesem Bedürfnis ist die Winebank zwar entstanden. Das Franchiseunternehmen hat jedoch einen anderen Fokus.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hat eine neue Themenseite „Küchenbetriebe“ veröffentlicht. Diese bündelt nach Angaben der BGN relevante Anforderungen und Praxishinweise für Betriebe mit Küchen und ist im Bereich „Branchenwissen“ verfügbar.

Eat Happy Group und Hana Europe verhandeln über eine Fusion mit dem Ziel, eine europäische Plattform für asiatische Fertiggerichte aufzubauen. Die Umsetzung steht unter Vorbehalt von Genehmigungen und Betriebsratsanhörungen.

Das 39. Schleswig-Holstein Gourmet Festival verzeichnete rund 2.420 Gäste und über 12.700 servierte Speisen. Neben kulinarischen Schwerpunkten durch 22 Gastköche stand ein Charity-Dinner zugunsten des Kinderschutzbundes im Mittelpunkt der Saison.

Spitzenköche mit insgesamt 26 Michelin-Sternen trafen sich Ende März in Kitzbühel zum Wettbewerb Koch-Legenden am Hahnenkamm. Neben einem Skirennen standen handwerkliche Prüfungen und der fachliche Austausch im Mittelpunkt.

Die Berliner Restaurant-Reservierungsplattform Quandoo wird ihren Betrieb einstellen. Das Unternehmen teilte auf seiner Webseite mit, die Plattform bis Ende Dezember 2026 „in einem geplanten und geordneten Prozess“ abzuwickeln.

Klüh Catering kooperiert mit der TU Dortmund und dem Universitätsklinikum Essen im Projekt Green Hospital Food. Die Initiative strebt eine klimaneutrale und gesundheitsfördernde Verpflegung im Krankenhaussektor bis 2027 an.

Eine aktuelle Bitkom-Studie belegt, dass die Mehrheit der Deutschen voreingestellte Trinkgeldoptionen an Kartenterminals ablehnt. Vor allem mangelndes Vertrauen in die Weiterleitung der Beträge und die Beeinflussung der Trinkgeldbeträge durch feste Prozentsätze sorgen für Skepsis.

Das Münchner Gastronomiekonzept „Kneipe 80“ soll nach Angaben des Unternehmens künftig auch außerhalb der Stadt umgesetzt werden. Erste neue Standorte sind in Augsburg und am Tegernsee geplant.

Bayerisches Bier ist auch in den USA sehr beliebt. Texaner müssen dafür künftig nicht mehr unbedingt über den großen Teich fliegen. Auch in einer Kleinstadt bei Dallas heißt es bald «O zapft is».