100 Tage im Amt: Neuer HSMA-Vorstand setzt auf Vernetzung und Talentförderung

| Hotellerie Hotellerie

Seit dem Herbst 2025 leitet ein neues Führungstrio die Geschicke der HSMA Deutschland e.V. Nach den ersten 100 Tagen im Amt zieht der Verband eine erste Bilanz und definiert die strategischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre. Unter der Leitung von Präsident Christian von Rumohr, Direktor des The Liberty Hotels Bremerhaven, stehen insbesondere die Intensivierung des Wissenstransfers und die Kooperation mit anderen Branchenverbänden im Fokus.

Strategische Schwerpunkte der Verbandsarbeit

Das Vorstandsteam, dem zudem Alexandra Weber (BWH Hotels Central Europe) als stellvertretende Präsidentin und Christian Stein-Kalesky (tristar Hotels) als Schatzmeister angehören, hat drei zentrale Säulen für die zukünftige Arbeit festgelegt. Ein wesentlicher Aspekt ist die Stärkung der fachspezifischen Expertenkreise. Durch eine engere Vernetzung dieser Gremien soll der erarbeitete Content effektiver in der Branche verbreitet werden.

Ein weiterer Kernpunkt der Strategie ist die Zusammenarbeit mit anderen Interessenvertretern der Hospitality-Branche. Hierbei geht es dem Vorstand darum, Synergien zu nutzen und die Brancheninteressen geschlossen gegenüber externen Akteuren zu vertreten, während gleichzeitig klare Abgrenzungen zwischen den Verbänden gewahrt bleiben. Als dritte Säule fungiert die Fachkräftesicherung. Der Verband plant Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Talenten, um die Attraktivität der Hotellerie als Arbeitgeber langfristig zu steigern.

Erste Maßnahmen und strukturelle Anpassungen

In den ersten drei Monaten wurden bereits konkrete Projekte umgesetzt. So fand ein zusätzliches Barcamp für die Bereiche Technologie und Online-Marketing statt. Zudem wurde das bestehende MICE-Camp um den Bereich Sales erweitert, um eine breitere Wissensbasis zu schaffen. Eine strukturelle Änderung betrifft den bisherigen HR-Expertenkreis, der im Zuge der Neuausrichtung konsequent in den Bereich People & Culture überführt wurde.

Der Vorstand hat zudem den Dialog mit anderen Branchenverbänden aufgenommen, um gemeinsame Initiativen voranzutreiben. Christian von Rumohr betont die Bedeutung dieses Austauschs: „Nach 100 Tagen im Amt zeigt sich: Unsere Vision wird Schritt für Schritt zur gelebten Realität. Wir setzen auf Vernetzung, Wissensaustausch und die Förderung junger Talente, weil nur so die Hotellerie als starke, zukunftsorientierte Branche bestehen kann. Gemeinsam mit unseren Expertengremien und Partnern gestalten wir aktiv Lösungen für die Herausforderungen von heute und morgen.“

Fokus auf Mitgliederinteressen und Dialog

Für die weitere Amtszeit plant das Führungsteam, den direkten Kontakt zu den Mitgliedern, Fachvorständen und Regionaldirektoren weiter auszubauen. Verbandsgeschäftsführerin Anna Heuer unterstreicht, dass die strategische Arbeit einem klaren Grundverständnis folge, nach dem ein Verband vor allem die Interessen seiner Mitglieder vertreten müsse. Hierfür seien Dialogbereitschaft und die Fähigkeit, auf kurzfristige Entwicklungen zu reagieren, essenziell. Der Verband will sich künftig noch stärker als Plattform für den offenen Austausch positionieren und Rückmeldungen aus der Praxis aktiv in die Verbandsstrategie integrieren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Strategische Erweiterung in der Rhön: Die Ritter von Kempski Group übernimmt die renommierte Fachklinik Dr. von Weckbecker. Mit Millioneninvestitionen und einem Fokus auf präventive Medizin soll der Standort Bad Brückenau zukunftssicher aufgestellt werden.

Das Hilton Berlin am Gendarmenmarkt schließt einen weiteren Abschnitt seiner Modernisierung ab. Das Haus eröffnet in seiner markanten Glaskuppel die „Beletage“ sowie eine neu gestaltete Executive Lounge. 

Urlaub an der Nordseeküste, auf den Ostfriesischen Inseln und in der Lüneburger Heide: Die Zahl der Gäste und Übernachtungen übertrifft erstmals das Vor-Corona-Niveau.

Die Schweizer Beherbergungsbranche erreicht 2025 mit fast 44 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord. Während Stadthotels und Fernmärkte wie China und die USA das Wachstum treiben, belasten steigende Kosten und sinkende Margen die Betriebe.

Das Bio Berghotel Ifenblick im Allgäuer Bergdorf Balderschwang hat nach umfangreichen Umbaumaßnahmen neu eröffnet. Zentraler Bestandteil ist das neu geschaffene Panorama-Spa mit Outdoor-Infinity-Pool und Hallenbad.

Das Conrad Hamburg erweitert sein Angebot im Levantehaus um ein 1.000 Quadratmeter großes Spa. Neben dem größten Hotelpool der Stadt setzt das Haus auf ein neuartiges Longevity-Konzept mit medizinisch orientierten Anwendungen.

Das Grand Hotel Central in Barcelona hat sein Wellness-Angebot erweitert. Auf der hoteleigenen Dachterrasse „La Terraza del Central“ wurde eine Panorama-Sauna in Betrieb genommen, die Gästen einen direkten Blick über die Stadt ermöglicht.

Limehome baut sein Angebot in München massiv aus. Durch die Übernahme des Hotel Miano in Pasing und einen geplanten Neubau nahe dem Hauptbahnhof kommen 174 neue Einheiten zum Portfolio hinzu. Der Fokus liegt dabei auf der digitalen Transformation bestehender Hotelstrukturen.

Die Region Hannover bleibt das Schlusslicht bei der deutschen Hotelzimmerauslastung. Während andere Großstädte deutlich höhere Werte erzielen, streitet die Branche in Hannover über die Verwendung der Beherbergungssteuer und fordert eine effektivere Vertriebsstrategie für den Tourismusstandort.

Hamburg festigt seine Rolle als Tourismusmagnet: Mit 16,5 Millionen Übernachtungen und der bundesweit höchsten Hotelauslastung blickt die Hansestadt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Für 2026 versprechen große Jubiläen, neue Musical-Premieren und Museumsprojekte weiteres Wachstum.