70 Jahre Deutsche Seereederei Rostock

| Hotellerie Hotellerie

Zu ihrem 70. Geburtstag am 1. Juli präsentiert sich die Deutsche Seereederei (DSR) quicklebendig. Die Unternehmensgruppe, die zu DDR-Zeiten die zweitgrößte Handelsflotte der Welt betrieb und später die Aida-Clubschiffe erfand, hat seit 2010 mit Schiffen allerdings nichts mehr zu tun. Sie hat weltwirtschaftliche und politische Umbruchzeiten aber genutzt, sich umzustrukturieren, Unternehmensteile zu verselbständigen und die Gruppe selbst neu aufzustellen – mit dem Ziel, Gastfreundschaft und Urlaubserlebnisse zum Kern des zukünftigen Unternehmens zu machen.

Gegenwärtig befindet sich die Touristik-Gruppe nach zwei harten Corona-Jahren im Umbau zum Green-Tech-Hospitality und Leisure-Unternehmen. „Wir wollen mit unseren Marken Arosa, aja und Henri-Hotels Marktführer im umweltfreundlichen und nachhaltigen Tourismus in Europa werden“, sagt Horst Rahe, der die DSR-Gruppe bis heute und seit April 2022 gemeinsam mit dem Thomas Pietzka sowie Carsten Wilmsen führt.

Mit diesem ehrgeizigen Ziel wurden Joint Ventures eingegangen: 2021 nahm die DSR Holding das REWE-Tochterunternehmen DER Touristik zu 50 Prozent als Gesellschafter auf (Tageskarte berichtete). Der Immobilien-Developmentbereich der Deutschen Seerederei wurde im gleichen Jahr um die Schweizer Implenia AG erweitert, ebenfalls zu je 50 Prozent.

Dahinter steht die Überzeugung der Gesellschafter, dass Klimawandel, Umweltbewusstsein, Sicherheit, Digitalisierung und demografische Faktoren den Trend hin zu einem nachhaltigen und erdgebundenen Tourismus fördern. In diese Aktivitäten eingebunden ist die 2021 geformte "DSR Digital Solutions", die die analoge Welt des Urlaubserlebnisses mit der digitalen Welt verbinden soll.

So, wie eine Urlaubsbuchung heute meist am Computer beginnt, wird auch die Begleitung während des Urlaubs über digitale Serviceangebote möglich sein – Informationen über die Urlaubsregion, über Mobilitätskonzepte am Urlaubsort ebenso wie die Buchung aller Services, Aktivitäten und Wellness-Angebote über eine eigene Urlaubs-Plattform der Gruppe.

„Mit dieser Bündelung von Kräften starker Marktpartner werden wir unsere ambitionierten Ziele als Green-Tech-Hospitality und Leisure-Gruppe rasch erreichen“, prognostiziert DSR-Gesellschafter Horst Rahe.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.