Accor beschleunigt Ausbau der Kollektionsmarken

| Hotellerie Hotellerie

Accor erweitert das eigene Portfolio an Kollektionsmarken und plant ein Wachstum von mehr als 65 Prozent in den kommenden Jahren. Aktuell führt das Unternehmen weltweit über 180 Hotels unter Marken wie Emblems Collection, MGallery Collection und Handwritten Collection sowie den Ennismore-Marken Morgans Originals und Paris Society Hotel Collection. Laut Mitteilung befinden sich derzeit mehr als 125 weitere Häuser in der Entwicklungsphase.

Der Trend im Bereich des Hospitality-Development begünstigt laut Accor dieses Wachstum, da unabhängige Hoteleigentümer verstärkt Unterstützung in den Bereichen Distribution und Marketing suchen, während sie gleichzeitig die lokale Identität ihrer Häuser bewahren wollen. 

Expansion im Luxus- und Premiumsegment

Im Bereich der Upper-Luxury-Hotellerie setzt die Emblems Collection ihren Expansionskurs fort. Bis zum Jahr 2032 soll die Marke weltweit auf 60 Standorte anwachsen. Ein wesentlicher Schritt war die Eröffnung des Lucknam Park Hotel & Spa im Vereinigten Königreich im November 2025. Für Juni 2026 ist die Inbetriebnahme des Rimrock Banff in Kanada nach einer umfassenden Renovierung geplant. Zudem sieht die Planung sechs weitere Eröffnungen in Griechenland und Italien bis zum Beginn des Jahres 2027 vor.

Die MGallery Collection verzeichnete seit 2022 ein Wachstum von fast 30 Prozent. Mit derzeit über 125 Betriebsstätten und 50 Projekten in der Pipeline festigt die Marke ihre Position im Markt. In Frankreich wurden zuletzt Häuser in der Provence und in Biarritz eröffnet. In Griechenland plant das Unternehmen, die Präsenz bis zum Jahr 2029 mehr als zu verdoppeln. Ein Beispiel für den Markteintritt in neue Regionen stellt das im vergangenen Jahr eröffnete Green Coast Hotel in Albanien dar.

Lifestyle-Konzepte und Konversionsmodelle

Die zum Konzern gehörende Tochter Ennismore baut ihre Lifestyle-Kollektionen durch die Marken Morgans Originals und die im Jahr 2025 lancierte Paris Society Hotel Collection aus. Für das Jahr 2026 ist unter anderem die Eröffnung des Roswyn Mumbai angekündigt. Die Paris Society Hotel Collection bündelt Standorte wie das Abbaye des Vaux-de-Cernay in Frankreich und das Resort Aliée in Istanbul.

Besonders dynamisch entwickelt sich die im Jahr 2023 gestartete Handwritten Collection. Diese Marke umfasst bereits über 40 geöffnete Hotels, wobei weitere 45 Projekte geplant sind. Laut Camil Yazbeck, Global Chief Development Officer für die Bereiche Premium, Midscale & Economy bei Accor, liegt der Fokus hier auf einem effizienten Konversionsmodell. Dies erlaube es, bestehende unabhängige Hotels schnell in das Ökosystem der Gruppe zu integrieren.

Bedeutung für das Gesamtportfolio

Obwohl die Kollektionsmarken derzeit nur rund drei Prozent des gesamten globalen Netzwerks von Accor ausmachen, stellen sie bereits acht Prozent der aktuellen Entwicklungspipeline dar. Agnès Roquefort, Global Chief Development Officer für Luxury & Lifestyle Brands, gibt an, dass die hoteleigenen Kanäle im Durchschnitt 80 Prozent der Umsätze dieser Kollektionshäuser generieren. Damit dienen die Marken als wesentlicher Wachstumstreiber für die kommenden Jahre.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Beherbergungsgewerbe in Deutschland startet mit einem leichten Plus in das Jahr 2026. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Übernachtungszahlen im Januar um 1,2 Prozent auf insgesamt 25,5 Millionen, getragen durch eine stabile Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Ein neuer Bericht der Hotelschool The Hague warnt vor dem Machtverlust der Hotellerie an Tech-Giganten. Während nur zehn Prozent der Betriebe KI strukturell nutzen, verschieben Google und OpenAI die Marktanteile und gefährden die direkte Gästebindung.

Berichte über den Rückzug von OpenAI aus dem Direktgeschäft ließen jetzt die Aktienkurse großer Reiseportale steigen. Die Komplexität von Tourismusbuchungen scheint vorerst eine Hürde für den Verkauf direkt im KI-Chat zu sein.

Mit dem Fairmont Hanoi eröffnet Accor das erste Haus der Marke in Vietnam. Das Hotel in der Altstadt setzt auf eine Kombination aus Konferenzflächen, internationaler Gastronomie und einem Wellnessangebot auf über 3.500 Quadratmetern.

Die Hotelkooperation Design Hotels nimmt sechs neue Häuser in ihr Portfolio auf. Die Neuzugänge in Asien, Afrika und Amerika setzen auf eine Verbindung von regionaler Tradition, modernem Design und spezialisierten Wellness-Konzepten.

Das Hotel Bareiss in Baiersbronn feierte sein 75-jähriges Bestehen. Der Familienbetrieb entwickelte sich seit 1951 von einem kleinen Kurhotel zu einem international ausgezeichneten Ferienresort unter der Leitung von Hermann und Hannes Bareiss.

Der RBB will eine Immobilie direkt neben dem Hauptgelände des Senders verkaufen. Wie die RBB media GmbH mitteilte, befinden sich in dem Gebäude am Kaiserdamm derzeit ein Hotel, Büro- und Lagerflächen sowie eine Bowlingbahn.

Das Ammersee Hotel in Herrsching stellt sich strukturell neu auf. Durch die Verpachtung an die Lieblingsplatz Hotels setzt das Traditionshaus auf eine Kombination aus digitaler Systemkraft und lokaler Betriebsführung, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen.

Rund 6,36 Millionen Übernachtungsgäste und etwa 11,02 Millionen Übernachtungen gab es vergangenes Jahr in Frankfurt. Das sind weniger als 2024. In einem Bereich wurde jedoch eine Bestmarke erreicht.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansion in Deutschland fort. Mit sechs neuen Verträgen für Marken wie ibis Styles und greet wächst das gemeinsame Portfolio um über 820 Zimmer an Standorten wie Berlin, Lübeck und Halle.