Accor expandiert in Europa und Übersee

| Hotellerie Hotellerie

Accor erweitert die internationale Präsenz durch eine Reihe von Neueröffnungen und Vertragsabschlüssen im Premium- und Luxussegment. Im letzten Quartal 2025 sowie durch strategische Neuzugänge für die kommenden Jahre vergrößert der Konzern sein Portfolio in Europa, Asien und Ozeanien. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Einführung von Marken in neuen Regionen sowie dem Ausbau der Handwritten Collection und der Emblems Collection.

Markteintritte und Portfolioergänzungen in Europa

In Europa verzeichnete Accor zwischen Juli und Dezember 2025 mehrere Markteintritte. In Ungarn wurde im Juli das YOU Hotel Budapest als Teil der Handwritten Collection eröffnet, gefolgt vom Lycium Hotel Debrecen im Dezember. In den Niederlanden nahm im Oktober das Hotel Maison Maastricht Centrum den Betrieb auf, das ebenfalls dieser Kollektion angehört. Zu den weiteren Etappen der Expansion in Europa gehören das Novotel Malta Sliema, das im Oktober 2025 das Debüt der Marke auf Malta markierte, sowie das im selben Monat eröffnete Novotel Zagreb in Kroatien. Rumänien verzeichnete im Dezember 2025 die Eröffnung des Mercure Bucharest Cantemir, während in Großbritannien im November das Lucknam Park Hotel & Spa als Teil der Emblems Collection in das Portfolio integriert wurde.

Strategische Planungen für die kommenden Jahre

Neben den erfolgten Eröffnungen sicherte sich Accor durch neue Verträge langfristige Projekte. In Kroatien ist für das Jahr 2026 die Eröffnung des Mövenpick Hotel & Residences Kvarner Bay geplant. Für den britischen Markt wurde ein Vertrag für das Mövenpick Hampshire-Old Thorns unterzeichnet, dessen Inbetriebnahme für 2027 vorgesehen ist. An der albanischen Riviera wird die Gruppe voraussichtlich im Jahr 2028 mit dem Swissôtel Vlora vertreten sein. Diese Projekte sollen die Position der Gruppe in touristisch relevanten Küstenregionen und etablierten Märkten weiter festigen.

Expansion in Asien und Ozeanien

Auch außerhalb Europas setzt Accor auf eine verstärkte Präsenz. In Ozeanien wurde im Oktober 2025 das TRIBE Auckland Fort Street in Neuseeland eröffnet. Für den asiatischen Raum kündigte die Gruppe das Mövenpick Manila Bay Westside auf den Philippinen an, das nach Unternehmensangaben das weltweit größte Hotel dieser Marke werden soll. Zudem befinden sich in dieser Region die Raffles Residences Bali als Teil der Luxusstrategie in der Planung. Die Gruppe betreibt aktuell über 5.700 Hotels und rund 45 Marken in 110 Ländern. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Weissenhaus-Resort geht eine langfristige Finanzierungspartnerschaft mit der Finexity Group ein. Durch digitale Anleihen im Volumen von bis zu 20 Millionen Euro soll die Erweiterung der Anlage an der Ostsee finanziert werden, während ein neues Managementteam um Jan Henric Buettner die operative Professionalisierung vorantreibt.

Die Vestige Collection eröffnet im April das Boutique-Hotel Binidufà auf Menorca. Das Haus mit elf Zimmern ergänzt das bestehende Anwesen Son Ermità und setzt auf ein vegetarisches Gastronomiekonzept sowie eine Architektur, die historische Substanz mit lokalem Design verbindet.

Mit dem W Sardinia Poltu Quatu eröffnet im Frühjahr 2026 ein neues Luxusresort an der Costa Smeralda. Das Haus setzt auf eine architektonische Verbindung aus modernem Design und sardischer Tradition, ergänzt durch ein umfangreiches kulinarisches Angebot.

Die REVO Hospitality Group, die bis 2025 unter dem Namen HR Group tätig war, übernahm 2008 ein erstes Hotel in Leipzig. Nicht zuletzt durch Übernahmen anderer Gruppen, wuchs das Unternehmen in den letzten Jahren rasant auf aktuell 250 Hotels mit 1,3 Milliarden Euro. Vor allem führte diese starke Expansion zu Doppelstrukturen und Integrationsproblemen.

Im April 2026 eröffnet das neue Arcotel Tabakfabrik im 109 Meter hohen Quadrill Tower in Linz. Das 4-Sterne-Haus bietet 189 Zimmer im Industrial-Design, weitläufige Konferenzflächen und ein innovatives Gastronomiekonzept im 27. Stockwerk.

Die REVO Hospitality Group​​​​​​​ steckt in finanziellen Turbulenzen. Jetzt soll das Unternehmen, einer der größten europäischen Multibrand-Hotelbetreiber, bis zum Sommer in Eigenverwaltung saniert werden. Rund 140 Gesellschaften der Gruppe haben beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

Die Hotelgruppe Achat Hotels hat ihren im Jahr 2025 eingeleiteten Sanierungsprozess abgeschlossen und startet zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2026. Nach einem Verfahren der Insolvenz in Eigenverwaltung wurde das Unternehmen restrukturiert und die Anzahl der Betriebe signifikant gesenkt.

Die Medienberichte rund um Europas größten White-Label-Hotel-Betreiber, die Revo Hospitality, spitzen sich zu. Wie das Fachmagazin Hotel vor 9 berichtet, seien zahlreiche Häuser der Marken Mercure, Mövenpick und Pullman nicht mehr über die zentralen Reservierungssysteme von Accor sowie über große Portale buchbar.

Hilton erweitert sein Markenportfolio um die Apartment Collection by Hilton. In Kooperation mit Placemakr bietet der Konzern ab 2026 voll ausgestattete Apartments in urbanen Lagen an, die den Komfort einer Wohnung mit dem Servicestandard der Hotelgruppe kombinieren sollen.

Der Hotelkongress 2026 in Linz versammelt über 600 Branchenvertreter der österreichischen Hotellerie. Im Fokus stehen der Abbau bürokratischer Hürden sowie die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismusstandorts Oberösterreich.