Accor schafft bis 2022 alle Artikel aus Einwegplastik für Gäste ab

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Accor ist der „Global Tourism Plastics Initiative“ der Vereinten Nationen beigetreten und verpflichtet sich, bis zum Jahr 2022, alle Einwegplastikartikel für Gäste in den Hotels abzuschaffen. Die Rede ist von insgesamt 200 Millionen Einwegplastikartikeln, die pro Jahr bei Accor anfallen. Das Unternehmen bezeichnet die Verpflichtung als bedeutenden Schritt für das Unternehmen.

„Wir sind uns des bedeutsamen Einflusses bewusst, den wir als Unternehmen auf die Umwelt haben sowie unserer Verantwortung, einen konkreten Nutzen für unsere Mitarbeiter, Gäste, Zulieferer, Partner und Communities zu schaffen“, erklärte Sébastien Bazin, Chairman & CEO Accor. „Wir werden von diesem Bewusstsein geleitet und von der sozialen Verantwortung, von der jeder Mensch, der ein guter Bürger sein möchte, angetrieben wird. Es geht darum, soziale Verantwortung zu übernehmen, konsequent und bewusst zu handeln.“

Accor empfängt jedes Jahr 120 Millionen Gäste und bereitet pro Jahr mehr als 200 Millionen Mahlzeiten u. Zusätzlich zur bisherigen Verpflichtung, alle Strohhalme, Rührstäbe und Wattestäbchen aus Plastik abzuschaffen, beinhaltet das neue Versprechen die Abschaffung von Plastikpflegeartikeln und -tassen bis Ende 2020 sowie die Abschaffung von allen weiteren Einwegplastikartikeln in Hotelzimmern, Meeting-Bereichen, Restaurants und allen Freizeiteinrichtungen (Spas, Fitnesscenter usw.) bis Ende 2022.

Einwegplastikartikel werden definiert als Wegwerfartikel, die nur einmal verwendet und dann entsorgt werden. Beispiele dafür sind: Plastikstrohhalme, Wattestäbchen, Rührstäbe, Plastiktassen, Plastiktüten für Wäsche oder zusätzliche Kissen, Plastiktrinkflaschen, jegliche Plastikverpackungen (für Speisen, Willkommensartikel usw.), Plastikgeschirr- und besteck zum Mitnehmen, Plastikgeschenke und Willkommensartikel (Pflegeprodukte, Hausschuhe, Stifte usw.) sowie Plastikschlüsselkarten. Für jeden Artikel werden unter Berücksichtigung der Ökobilanz entsprechende Alternativen vorgeschlagen, um sicherzustellen, dass die gewählten Ersatzprodukte umweltfreundlicher sind.

Angesichts der Tatsache, dass jährlich insgesamt 200 Millionen Einwegplastikartikel in allen Bereichen bei Accor genutzt wurden, haben die Hotels ihre Umweltauswirkungen bereits stark reduziert. Viele von ihnen haben effektive Lösungen eingeführt, indem sie sich für nachhaltige Alternativen entschieden haben. 94 Prozent der Accor-Hotels haben die Nutzung von Strohhalmen, Wattestäbchen und Rührstäben eingestellt. Die verbleibenden 6 Prozent (hauptsächlich in China) werden dies bis Ende März 2020 tun.

89 Prozent der ibis Hotels nutzen Spender für Pflegeprodukte. Das heißt, dass 2.087 Accor Hotels, die zur ibis Familie gehören, bereits keine Einwegplastikprodukte mehr in diesem Bereich verwenden. Auch Hotels der ibis-Familie in Lateinamerika werden diesem Vorbild noch 2020 folgen.

Ein weiteres Beispiel für die Bemühungen der Accor-Marken ist die Verwendung neuer Bau- und Renovierungsstandards bei Fairmont. Die Hotels der Marke nutzen Wasserhahnfilter in Gästezimmern, um Mineralwasser in Flaschen komplett abzuschaffen.

Um noch einen Schritt weiterzugehen, wurde die neue Accor-Marke „Greet“ so gestaltet, dass sie auf die Bedürfnisse der Kunden reagiert und „plastikfrei“ von Anfang an in der DNA der Marke liegt. Beim Frühstück gibt es keinerlei Einwegplastikverpackungen mehr und für Butter und Marmelade wird wiederverwendbares Geschirr genutzt. Darüber hinaus gibt es auch in den Gästezimmern und anderen Teilen des Hotels kein Einwegplastik. Accor plant, dieses Jahr zehn weitere Greet-Hotels in Europa zu eröffnen.

Zusätzlich dazu haben einige Accor-Hotels, die zu den weltweit führenden Marken des Unternehmens gehören (einschließlich Novotel Yangon Max, Myanmar, Sofitel Bogota, viele Hotels in Bali und Lombok, Indonesien sowie das ibis Styles São Paulo Anhem), bereits individuelle Maßnahmen ergriffen, um plastikfrei zu werden und machen bedeutende Fortschritte auf ihrem Weg zu 100 Prozent ohne Einwegplastik.

Eines der Hauptziele von Accor, neben der Erarbeitung von Plastikalternativen und der Reduzierung von Umwelteinflüssen, ist es, weltweit die allgemeine Denkweise positiv zu verändern, indem die 3R-Logik angewandt wird: Reduce (Reduzieren), Re-use (Wiederverwenden) und Recycle (Recyceln). Die Hotel-Gruppe möchte mit gutem Beispiel vorangehen, während die Hotels ihre lokalen Initiativen fördern und so die Lösungen für ihre Gäste verbessern werden.

Die Global Tourism Plastics Initiative, die vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen und der Weltorganisation für Tourismus in Zusammenarbeit mit der Ellen MacArthur Foundation geleitet wird, setzt ein Zeichen im Kampf gegen Plastikmüll und Umweltverschmutzung. Regierungen und Unternehmen wie Accor verpflichten sich zu einer Reihe an ambitionierten Zielen. Die Hospitality-Gruppe arbeitet daran, Plastikprodukte, die nicht benötigt werden, abzuschaffen und innovativ zu handeln. Alle benötigten Plastikartikel, sollen so gestaltet sein, dass sie sicher wiederverwendet, recycelt oder kompostiert werden können, damit alles, was benutzt wird, im Wirtschaftskreislauf bleibt und nicht die Umwelt belastet. Im September 2019 machte Accor Niederlande bereits den ersten Schritt mit der Unterzeichnung der „International Tourism Plastic Pledge“, die von der MVO Netherlands geleitet wird. Daher war es ein logischer, nächster Schritt, die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, um so schnell wie möglich auch Teil der Global Tourism Plastics Initiative zu werden, für die eine detaillierte Verpflichtungserklärung vorgelegt werden muss.

„Plastikmüll ist eins der größten Umweltprobleme unserer Zeit und der Tourismus muss entscheidend dazu beitragen, hierfür Lösungen zu finden“, sagte Ligia Noronha, UN Environment Programme Economy Division Director. „Durch die Global Tourism Plastics Initiative werden Tourismusunternehmen und -ziele dabei unterstützt, Plastikmüll abzuschaffen, innovativ zu handeln und Wege zu finden, Plastikprodukte in einen Kreislauf in unserer Wirtschaft zu bringen sowie die weltweite Umweltverschmutzung durch Plastik zu reduzieren.“

„Und das ist nur der Anfang unserer Bemühungen. Wir sind von Natur aus ein sehr innovatives Unternehmen und wir suchen immer weiter nach Bereichen, in denen wir unseren weltweiten Umwelteinfluss reduzieren können, gleichzeitig unterstützen wir unsere lokalen Communities dabei eine gesündere, nachhaltigere Zukunft zu erschaffen“, sagte Sébastien Bazin. „Während wir daran arbeiten, unseren Verpflichtungen nachzukommen, sind wir für unsere engagierten Teams und Mitarbeiter auf der ganzen Welt dankbar, die mit uns gemeinsam die Welt zu einem besseren Ort für unsere Gäste machen möchten, wenn sie mit uns verreisen und auch dann, wenn sie es gerade nicht tun."


 

 

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