Accor übertrifft eigene Prognosen

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Accor hat seine Bilanz für das Jahr 2025 vorgelegt und weist eine Steigerung des operativen Ergebnisses aus. Mit einem wiederkehrenden EBITDA von 1.201 Millionen Euro übertraf das Unternehmen die im Oktober 2025 ausgegebene Prognose von 11 Prozent bis 12 Prozent. Das Wachstum des wiederkehrenden EBITDA lag bei 13,3 Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse.

Kennzahlen und Umsatzentwicklung im Überblick

Der Gesamtumsatz der Gruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent auf 5.639 Millionen Euro. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch die Division „Luxury & Lifestyle“ getragen, die ein Umsatzplus von 9,8 Prozent verzeichnete. Die Division „Premium, Midscale & Economy“ wuchs im gleichen Zeitraum um 2,4 Prozent.

Der RevPAR (Erlös pro verfügbarem Zimmer) erhöhte sich im Gesamtjahr 2025 gruppenweit um 4,2 Prozent. Besonders dynamisch zeigte sich das vierte Quartal mit einem Anstieg von 7,0 Prozent. Innerhalb der Segmente erzielte der Bereich „Luxury & Lifestyle“ im vierten Quartal ein RevPAR-Wachstum von 9,5 Prozent, während das Segment „Premium, Midscale & Economy“ um 5,8 Prozent zulegte.

Expansion und Portfolioentwicklung

Das Hotelportfolio wuchs im Berichtszeitraum um 303 neu eröffnete Hotels mit insgesamt fast 51.000 Zimmern. Dies entspricht einem Netto-Zimmerwachstum von 3,7 Prozent. Zum Jahresende 2025 verfügte Accor über 5.836 Hotels mit 881.427 Zimmern. Die Pipeline umfasst weitere 1.527 Hotels mit mehr als 257.000 Zimmern.

Ein wesentlicher Treiber des Wachstums war die Lifestyle-Sparte Ennismore, die ein Netto-Zimmerwachstum von 18,0 Prozent und ein wiederkehrendes EBITDA von 205 Millionen Euro erreichte. Der Vorstand prüft derzeit einen möglichen Börsengang von Ennismore, wobei Accor im Falle einer Realisierung Mehrheitsaktionär bleiben würde.

Regionale Performance und Sondereffekte

In der Region Deutschland, Nordeuropa und Afrika (ENA) stieg der RevPAR im vierten Quartal um 3,3 Prozent. In Deutschland kehrte der RevPAR nach drei rückläufigen Quartalen wieder in den positiven Bereich zurück, was das Unternehmen auf einen vorteilhafteren Veranstaltungskalender zurückführt. Das operative Ergebnis in der Division „Premium, Midscale & Economy“ wurde jedoch durch eine Rückstellung belastet. Diese war infolge der Insolvenz der Revo Hospitality Gruppe erforderlich, die als Betreiber von 46 Accor-Hotels fungiert, davon 37 in Deutschland.

In anderen Regionen stach Brasilien mit einem RevPAR-Plus von 11,7 Prozent im vierten Quartal hervor, begünstigt durch die UN-Klimakonferenz COP30. China verzeichnete zwar sequentielle Verbesserungen, blieb jedoch weiterhin im negativen Bereich.

Konzernergebnis und Aktionärsrendite

Der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn belief sich auf 449 Millionen Euro. Der bereinigte Nettogewinn stieg von 423 Millionen Euro im Vorjahr auf 504 Millionen Euro im Jahr 2025. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 16 Prozent auf 1,84 Euro.

Auf Basis dieser Ergebnisse schlägt der Verwaltungsrat eine Dividende von 1,35 Euro pro Aktie vor, was einer Steigerung von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zudem kündigte Accor für das Jahr 2026 ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 450 Millionen Euro an.

Sébastien Bazin, Vorsitzender und CEO von Accor, kommentierte die Ergebnisse: „Erneut hat die Accor-Gruppe im Jahr 2025 eine solide Leistung erbracht, die im Einklang mit ihren mittelfristigen Zielen steht. Diese stetige jährliche Verbesserung der Ergebnisse bestätigt die Stärke des Geschäftsmodells der Gruppe, die Attraktivität ihrer Marken, die Relevanz ihrer geografischen Positionierung und das Engagement ihrer Teams“.


 

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