Accor weist Vorwürfe gegen Konzernchef Bazin nach externer Untersuchung zurück

| Hotellerie Hotellerie

Accor sieht die gegen Vorstandschef Sébastien Bazin erhobenen anonymen Vorwürfe nach einer unabhängigen Untersuchung als nicht bestätigt an. Wie die Financial Timesberichtet, kam die vom Verwaltungsrat beauftragte Pariser Anwaltskanzlei BDGS zu dem Ergebnis, dass sich die untersuchten Vorwürfe nicht erhärtet hätten. Der Verwaltungsrat habe die Ergebnisse einstimmig gebilligt und das Verfahren abgeschlossen.

Untersuchung prüfte Geschäftsbeziehungen und Personalentscheidung bei Accor

Nach Angaben der Financial Times war der Untersuchung ein anonymes Schreiben an den Verwaltungsrat vorausgegangen. Darin seien unter anderem mögliche Interessenkonflikte sowie eine mutmaßliche Bevorzugung bei einer Personalentscheidung thematisiert worden.

Accor erklärte gegenüber der Zeitung, die Untersuchung habe keine Verstöße gegen gesetzliche oder treuhänderische Pflichten Bazins festgestellt. Der Konzern kündigte zugleich an, sich gegen die aus seiner Sicht unbegründeten Vorwürfe rechtlich zur Wehr zu setzen.

Die Kanzlei untersuchte laut Bericht unter anderem die Geschäftsbeziehungen zwischen Accor und Paris Society, dem Hospitality-Unternehmen von Laurent de Gourcuff, sowie die Besetzung einer Führungsposition bei der Accor-Tochter Ennismore. Die von der Zeitung erwähnte persönliche Beziehung zwischen Bazin und der Managerin sei nicht Teil der anonymen Vorwürfe gewesen und deshalb nicht untersucht worden.

Accor bereitet Nachfolge an der Konzernspitze bis 2028 vor

Die Untersuchung fällt nach Angaben der Financial Times in eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit für den Hotelkonzern. In den vergangenen Monaten war Accor bereits mit weiteren Vorwürfen konfrontiert worden, die das Unternehmen ebenfalls durch eine unabhängige Untersuchung prüfen ließ.

Bazin hatte im Mai angekündigt, sein Amt spätestens mit Ablauf seiner Amtszeit im Mai 2028 niederzulegen. Nach Angaben der Financial Times betreibt Accor weltweit mehr als 5.000 Hotels unter 45 Marken.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Immobiliengesellschaft Aroundtown, der die acht bislang unter der Marke Seminaris betriebenen Hotelimmobilien gehören, erklärt, die Häuser würden weiterhin unter dieser Marke geführt. Doch vier Hotels fehlen auf der Seminaris-Website und werden bei Belvilla by OYO unter Sunday-Namen angeboten – drei davon ausdrücklich mit dem Zusatz „ehemals Seminaris“.

Gezeiten Suites eröffnen am 1. Oktober 2026 ihr zweites Apartmenthaus in Büsumer Deichhausen an. Die 23 Apartments bieten Platz für zwei bis vier Personen, zehn Einheiten verfügen über eine eigene Sauna.

Smartments hat 206 Serviced Apartments im Berliner Quartier Forty4 angemietet. Die Eröffnung ist für 2029 geplant; nahezu alle Einheiten sollen einen Balkon oder eine Terrasse erhalten.

Im Sheraton Hannover Pelikan Hotel hat Künstler Sascha Dahl eine Art Suite mit 18 Werken eröffnet. Die Zusammenarbeit soll künftig durch Ausstellungen und weitere Veranstaltungsformate ergänzt werden.

CityHub plant ein Hotel mit 139 Einheiten am Leipziger Platz in Berlin. Für den Standort sollen rund 2.100 Quadratmeter bestehende Einzelhandelsfläche umgebaut werden.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt, dass Europas Reisende bei Unterkünften vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und Sicherheit achten, während bekannte Marken an Bedeutung verlieren.

Der traditionsreiche Vitznauerhof am Vierwaldstättersee öffnet im 125. Jubiläumsjahr erstmals auch im Winter seine Türen und bietet ein neues Programm aus Kulinarik, Kultur und Wellness.

Das aja Garmisch-Partenkirchen hat sein fünfjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und rund 1.000 Besuchern gefeiert. Zum Jubiläum stellte das Hotel zudem neue Namen für Bar und Restaurant vor.

Der Schweizer Ständerat hat der Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen bis Ende 2031 zugestimmt. HotellerieSuisse begrüßt die Entscheidung, bezeichnet vier Jahre allerdings als vergleichsweise kurzen Planungshorizont.

Aus einer Büro- und Einzelhandelsimmobilie am Frankfurter Ring soll Breras drittes Münchner Haus werden. Der Betreiber plant rund 152 Serviced Apartments und eine Eröffnung Anfang 2029.