Achat: Neustart nach Schrumpfkur

| Hotellerie Hotellerie

Die Achat Hotels Gruppe hat ihr Verfahren der Insolvenz in Eigenverwaltung erfolgreich abgeschlossen. Die Restrukturierungsphase wurde nach nur acht Monaten beendet. Die Gläubiger stimmten dem Insolvenzplan einstimmig zu, wodurch die langfristige Fortführung des Unternehmens gesichert ist.

Portfolio deutlich verkleinert

Im Zuge des Sanierungsprozesses hat das Unternehmen sein Hotelportfolio auf 32 Häuser reduziert. Ziel war es, die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Unternehmens zu sichern. 18 Hotels wurden an andere Betreiber übergeben, um Arbeitsplätze, Kundenbeziehungen und Gästereservierungen zu erhalten. Nur eine einzige Hotelschließung war erforderlich.

Nach Angaben einer Sprecherin konnten so rund 900 der ehemals 1.450 Mitarbeiter bei der Hotelkette gehalten werden. Die Achat Hotels Gruppe betreibt nun ein Portfolio von 32 Hotels und rund 4.100 Zimmern und Apartments unter den Markennamen Achat-Hotels und LOGINN-Hotels.

Gründe für die Insolvenz und zukünftige Pläne

Als Gründe für die Insolvenz in Eigenverwaltung, die im November 2024 angemeldet wurde, nannte das Unternehmen die Folgen der Corona-Pandemie, Inflation und Preissteigerungen. Auch das veränderte Buchungsverhalten von Geschäftskunden und eine schleppende Integration eines übernommenen Hotelportfolios führten zu operativen Verlusten und Liquiditätsengpässen.

Das Management plant, die begonnenen Optimierungen fortzusetzen. Bereits getätigte Investitionen umfassen neue Betten, leistungsstarkes W-Lan und digitale Schließsysteme. Weitere Investitionen in die digitale Infrastruktur, wie digitale Check-in-Möglichkeiten und Cloud-Lösungen, sind in Planung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die TUI Group eröffnet im Mai 2026 mit dem TUI Blue Paro Taktsang ihr erstes Hotel in Bhutan. Das Projekt ist Teil einer Expansionsstrategie, die mehr als 30 neue Hotelvorhaben in Asien umfasst.

Das europäische Hoteltransaktionsvolumen verzeichnet für 2025 ein moderates Wachstum auf 23,6 Milliarden Euro. Während der deutsche Markt mit steigenden Kosten und Pächterinsolvenzen kämpft, gewinnen partnerschaftliche Investmentmodelle und das Luxussegment international an Bedeutung.

Petra Hedorfer hat im Podcast „Zukunft Hotel“ die Aufgaben der Deutschen Zentrale für Tourismus und die Bedeutung internationaler Gäste für Deutschland erläutert. Dabei nannte sie Kennzahlen zu Übernachtungen, Herkunftsmärkten und aktuellen Entwicklungen im Inbound-Tourismus.

Das ehemalige Mercure Hotel am Bielefelder Johannisberg firmiert seit März 2026 als Sunday Hotel unter der Leitung der Prism Group. Während das Personal übernommen wird, plant der Eigentümer Aroundtown Investitionen in die Modernisierung des Hauses.

Der niederländische Hotelbetreiber Fletcher Hotels hat zum 1. April 2026 das Parkhotel Olsberg-Winterberg in Deutschland übernommen. Das teilte das Unternehmen mit. Mit der Übernahme stieg die Zahl der Häuser in Deutschland auf 25 Hotels.

Das Leonardo Köln hat seine dreimonatige Modernisierung abgeschlossen und bietet nun 165 renovierte Zimmer sowie erweiterte Tagungskapazitäten an. Die Investition am Standort Köln umfasst zudem die Neugestaltung der Gastronomie- und Fitnessbereiche.

Die Berufungsinstanz der niederländischen Werbekodex-Kommission hat im Verfahren um die Verwendung von Hotelsternen auf Online-Buchungsplattformen eine richtungsweisende Entscheidung getroffen.

Die niederländische Berufungsinstanz hat eine frühere Empfehlung gegen Booking.com bestätigt. Nach der Entscheidung muss die Plattform klarer darauf hinweisen, wenn Hotels in den Niederlanden die angezeigten Sterne unter Umständen selbst festgelegt haben.

Die Odyssey Hotel Group übernimmt mit dem Moxy und dem AC Hotel am Humboldthain Park ihre ersten zwei Häuser in Berlin. Der Zuwachs von 233 Zimmern ist Teil einer Expansionsstrategie, die eine Vergrößerung des Portfolios auf 8.000 Zimmer bis zum Jahr 2028 vorsieht.

Es sollte ein schickes Hotel in einer historischen Fabrik in Augsburg werden. Doch für mehr als 100 Anleger wurde es zum Albtraum. Nun hat ein Gericht die Verantwortlichen reihenweise verurteilt.