Motel One will Revo-Deal ausbauen: Wettbewerbsbehörde nennt erstmals konkrete Hotels

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Im laufenden Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group werden erstmals konkrete Hotels genannt, die an die Motel-One-Gruppe gehen könnten. Aus einer Zusammenschlussanmeldung bei der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) geht hervor, dass Motel One den Betrieb von Hotels in vier europäischen Ländern übernehmen will. Die Anmeldung liefert damit neue Details zu einer Transaktion, die bislang weitgehend unter Verschluss gehalten wurde.

Demnach plant die Motel One Austria GmbH die Übernahme des Betriebs des H+ Hotel Salzburg sowie des H2 Hotel Wien Schönbrunn. Beide Häuser wurden bislang von Gesellschaften der Revo Hospitality Group betrieben.

Darüber hinaus sollen weitere Unternehmen der Motel-One-Gruppe den Betrieb von acht Hotels in Deutschland sowie jeweils eines Hotels in Polen und Ungarn übernehmen, so die Behörde.

Diese deutschen Standorte nennt die Wettbewerbsbehörde in Österreich

Als betroffene deutsche Standorte führt die österreichische Behörde auf: Baden-Baden, Bielefeld, Dresden, Erfurt, Leipzig, München, Münster.

Insgesamt ist in der Anmeldung von acht Hotels in Deutschland die Rede. Da einzelne Städte mehrere Häuser umfassen können, bleibt bislang offen, welche konkreten Betriebe betroffen sind.

Zusätzlich sollen Hotels in Krakau und Budapest Teil der Transaktion sein.

Neue Hinweise auf den Motel-One-Deal

Die Veröffentlichung ist deshalb bemerkenswert, weil bislang weder Revo noch Motel One Angaben zu den konkret betroffenen Hotels gemacht hatten. Bekannt war lediglich, dass die Motel-One-Gruppe als eine der Hotelgruppen im Insolvenzprozess der Revo Hospitality Group auftritt, die an den Hotels Interesse zeigen.

Vor wenigen Tagen war durch eine Veröffentlichung des Bundeskartellamts bekannt geworden, dass Motel One die Übernahme von zehn in Deutschland gelegenen Hotelbetrieben der Revo Hospitality Group plant. Welche Häuser betroffen sind, blieb jedoch offen. (Tageskarte berichtete)

Die nun veröffentlichte Anmeldung in Österreich liefert erstmals konkrete Hinweise auf das Portfolio, das künftig unter dem Dach von Motel One betrieben werden könnte.

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die Motel One Group zwei Hotels in Kiel pachtet, die bislang von der Revo Hospitality Group unter den Marken ibis Styles und Adagio Access betrieben wurden. Das ging aus einer Unternehmensmitteilung hervor. Eigentümer der Immobilie ist Art-Invest Real Estate, mit der Motel One nach eigenen Angaben einen neuen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren abgeschlossen hat.

Revo-Insolvenzverwalter suchen für zahlreiche Hotels neue Betreiber

Die Revo-Insolvenzverwalter Anfang Juni mitgeteilt, für den Großteil ihres Hotelportfolios Investorenlösungen gefunden zu haben. Nach Angaben des Unternehmens hatten mehr als 100 Interessenten Unterlagen zu den angebotenen Hotelportfolios angefordert, rund 20 Bieter sollen verbindliche Angebote abgegeben haben. (Tageskarte berichtete) 

Die vorgesehenen Transaktionen betreffen Hotels in mehreren europäischen Ländern. Namen der Investoren wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Die Revo Hospitality Group hatte Anfang 2026 für zahlreiche Hotelgesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Der Hotelbetrieb läuft an den Standorten während des Verfahrens weiter.

Ob die Übernahme durch Motel One tatsächlich vollzogen werden kann, hängt nun von den laufenden kartellrechtlichen Prüfungen ab. In Österreich endet die Frist für einen möglichen Prüfungsantrag der Amtsparteien am 16. Juli 2026. Auch das Bundeskartellamt prüft die Transaktion weiterhin.

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