Investoren und Hotelgruppen übernehmen Großteil der REVO-Hotels

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Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind nach Angaben der Beteiligten Lösungen mit Investoren gefunden worden. Wie aus einer Mitteilung vom 2. Juni 2026 hervorgeht, sollen fünf internationale Hotelgruppen und Investoren rund 120 Hotels übernehmen. Für 45 Hotels gab es bereits entsprechende Lösungen. Für weitere zehn Hotels laufen den Angaben zufolge noch Gespräche über deren Zukunft.

Von den insgesamt rund 5.450 Beschäftigten in den Hotels soll der überwiegende Teil weiterbeschäftigt werden. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nach Angaben der Verantwortlichen nicht fortgeführt. Über die Entwicklung wurden die Mitarbeiter am 2. Juni von den Rechtsanwälten Benedikt de Bruyn und Gordon Geiser von GT Restructuring informiert.

Über hundert Interessenten beteiligten sich am Investorenprozess

Die REVO Hospitality Group hatte nach Angaben der Beteiligten im Januar und Februar für 138 Hotelgesellschaften beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen betreibt Hotels und Apartmentangebote in 135 Städten und führt verschiedene Hotelmarken, darunter H-Hotels, Amedia, Holiday Inn, Ibis, Intercity, Mövenpick, Ramada und Steigenberger. Die Häuser seien während des Verfahrens in Eigenverwaltung fortgeführt worden und blieben weiterhin geöffnet und buchbar. Lediglich in wenigen Fällen seien Pachtverträge im Einvernehmen mit den jeweiligen Verpächtern beendet worden.

Nach Angaben der Verantwortlichen war das Interesse potenzieller Investoren groß. Mehr als 100 Interessenten hätten Informationen zu den Hotelportfolios angefordert, rund 20 Interessenten hätten anschließend verbindliche Angebote abgegeben. Die geplanten Übernahmen betreffen Hotelportfolios in Deutschland, den Niederlanden und Österreich. Die entsprechenden Vereinbarungen sollen laut Mitteilung bis Mitte Juni unterzeichnet werden.

Verfahren laufen für einzelne Standorte weiterhin fort

Für einzelne Hotels werden nach Angaben der Beteiligten weiterhin Gespräche mit Eigentümern und weiteren Beteiligten geführt. Ziel sei eine tragfähige Lösung für die jeweiligen Standorte. Die Namen der Investoren wurden bislang nicht veröffentlicht. Über die Kaufpreise wurde Stillschweigen vereinbart.

Die nicht von den Insolvenzverfahren betroffenen Hotels der Gruppe in der Schweiz, Tschechien, Italien und Frankreich werden laut Mitteilung unverändert weiterbetrieben. Gespräche mit Investoren für diese Häuser befänden sich in der abschließenden Phase.

Verantwortliche verweisen auf Fortführung der Hotelbetriebe

„Wir sind sehr dankbar für das Vertrauen, das uns die Mitarbeiter, Lieferanten und Vermieter entgegengebracht haben. So konnten wir die Hotels während der Eigenverwaltung erhalten. Insbesondere der Einsatz der Mitarbeiter in diesen Monaten war entscheidend für das hohe Interesse mehrerer renommierter Betreiber, die Hotels der Gruppe zeitnah aus den Insolvenzverfahren herauszuführen. Dafür danken wir allen Beteiligten. Fast alle Hotels und die dort beschäftigten Mitarbeiter erhalten damit eine sichere Perspektive“, erklärte Rechtsanwalt Dr. Gordon Geiser laut Mitteilung.

Die Verfahren werden den Angaben zufolge von den Sachwaltern Prof. Dr. Torsten Martini für die H-Hotels sowie Prof. Dr. Lucas F. Flöther für die übrigen Hotels der Gruppe begleitet.


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