Airbnb testet niedrigere Gebühren für Buchungen über Gastgeber-Links

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Airbnb testet bei ausgewählten Gastgebern sogenannte „Direct Booking Links“. Gastgeber können diese Links über eigene Kanäle verbreiten und zahlen bei darüber zustande kommenden Buchungen eine reduzierte Servicegebühr. PhocusWire berichtet von sechs beziehungsweise zehn Prozent bei Teilnehmern des Tests. Für die meisten Gastgeber gelte derzeit eine einheitliche Servicegebühr von 15,5 Prozent.

Zuerst hatte Skift am 29. August 2026 über den Test berichtet. Das Medium beruft sich auf Nachrichten, die Airbnb an ausgewählte Gastgeber verschickt habe und die anschließend in Facebook-Gruppen für Gastgeber und auf LinkedIn geteilt worden seien. Die Airbnb-Nachrichten seien mit „Share your link, get a lower fee“ überschrieben. Darin werde den Empfängern mitgeteilt, dass die „Direct Booking Links“ im Listing Editor verfügbar seien.

Gastgeber können Links über ihre eigenen Kanäle verbreiten

Nach den von Skift ausgewerteten Airbnb-Nachrichten können Gastgeber die Links unter anderem über soziale Medien, E-Mail und Message Boards verbreiten. Wenn Gäste über einen solchen Link buchen, reduziere sich die Servicegebühr des Gastgebers. Die daraus entstehenden Reservierungen fänden weiterhin auf Airbnb statt und umfassten die üblichen Leistungen der Plattform einschließlich AirCover.

PhocusWire griff den Test am 30. August auf. Autor Scott Eddy berichtet, Gastgeber könnten den Link über eigene Kanäle einschließlich sozialer Medien, E-Mail und ihrer Websites verbreiten. Einige Teilnehmer hätten angegeben, für entsprechende Buchungen sechs Prozent, andere zehn Prozent Servicegebühr zu zahlen. Als reguläre einheitliche Servicegebühr für die meisten Gastgeber nennt PhocusWire 15,5 Prozent.

Auch Startup Fortuneberichtete am 1. September über das Thema und verweist dabei ausdrücklich auf die vorherige Berichterstattung von Skift. Das Medium nennt ebenfalls eine Reduzierung von 15,5 Prozent auf sechs bis zehn Prozent. Eingeladene Gastgeber erhielten dem Bericht zufolge Zugang zu dem Link über den Listing Editor.

Die eigentliche Reservierung findet weiterhin auf Airbnb statt

Trotz der Bezeichnung „Direct Booking Link“ wird die Buchung nicht auf einer unabhängigen Buchungsseite des Gastgebers abgeschlossen. Nach den Berichten von Skift und PhocusWire findet die Reservierung weiterhin auf Airbnb statt. PhocusWire-Autor Eddy schreibt zudem, dass auch die Zahlung dort verarbeitet werde.

Eddy nimmt dies zum Anlass, in seinem als Meinungsbeitrag gekennzeichneten Artikel die Bezeichnung als direkte Buchung zu hinterfragen. Wenn Reservierung und Zahlungsabwicklung weiterhin über Airbnb liefen und die Plattform Bestandteil der Transaktion bleibe, falle es ihm schwer, die Buchung selbst als tatsächlich direkt anzusehen.

Der Autor unterscheidet dabei zwischen der Gewinnung eines Gastes und der anschließenden Abwicklung seiner Buchung. Ein Gastgeber könne beispielsweise über soziale Medien, eigene Inhalte oder einen E-Mail-Verteiler Interesse an seiner Unterkunft erzeugen und den Gast anschließend zur Buchung auf Airbnb führen. Diese Überlegungen sind Eddys Einordnung des getesteten Modells und keine von Airbnb veröffentlichte Beschreibung seiner Gebührenstruktur.

Mehrere Einzelheiten des Tests sind bislang nicht geklärt

Startup Fortune verweist ebenfalls auf die Diskussion um die Bezeichnung „Direct Booking“ und zitiert dabei ausdrücklich die vorherige Einschätzung von PhocusWire. Weitergehende Schlussfolgerungen des Mediums zur wirtschaftlichen Bedeutung der unterschiedlichen Gebühren sind Interpretationen des Autors und keine Angaben von Airbnb.

Offen ist nach Angaben von Startup Fortune unter anderem, warum einige Gastgeber sechs und andere zehn Prozent zahlen. Auch zur Dauer der reduzierten Gebühren, zur Berücksichtigung bezahlter Werbung sowie zur Zuordnung einer Buchung, wenn ein Gast den Link zunächst anklickt und später über ein anderes Gerät reserviert, gebe es bislang keine öffentlich erläuterten Einzelheiten von Airbnb.

Damit ist nach den vorliegenden Berichten bislang vor allem der grundsätzliche Ablauf dokumentiert: Ausgewählte Gastgeber können einen speziellen Airbnb-Link über eigene Kanäle verbreiten und erhalten für darüber zustande kommende Buchungen eine reduzierte Servicegebühr. Die Reservierung selbst wird weiterhin über Airbnb abgewickelt.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


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