Alpenregion blickt auf positive Entwicklung im Winter 2025/2026

| Hotellerie Hotellerie

Langfristige Vorausbuchungen nehmen zu, doch der Erfolg hängt von der kurzfristigen Nachfrage ab. Eine gemeinsame Analyse von Kohl & Partner und Rateboard beleuchtet die aktuelle Buchungslage und Preistrends im Alpenraum für die kommende Wintersaison.

Anstieg der Auslastung in vielen Regionen

Die Analyse der Buchungsdaten zeigt insgesamt eine positive Entwicklung für den Winter 2025/2026. In vielen Regionen des Alpenraums ist eine höhere Auslastung als im Vorjahr zu verzeichnen. Besonders in Tirol wird eine spürbare Steigerung der Auslastung festgestellt, was auf eine kräftige Nachfrage hindeutet.

Die Untersuchung der Buchungslage offenbart ein differenziertes Bild: Während die langfristigen Buchungen zunehmen, bleiben die laufenden, kurzfristigen Buchungen im Herbst aktuell etwas hinter den Erwartungen zurück.„Die positiven Buchungsergebnisse für den kommenden Winter deuten auf eine robuste Nachfrage hin. Langfristige Buchungen steigen, jedoch werden die kurzfristigen Buchungen entscheidend. Die Frage ist, ob das Pricing und Marketing dahingehend auch gut aufgestellt sind“, hinterfragt Helmut List, Geschäftsführer von Kohl & Partner.

Der Erfolg der Saison wird demnach entscheidend von der sogenannten „letzten Meile“ abhängen, also den sehr kurzfristig getätigten Buchungen.

Preisanstieg über Inflationsniveau

Auch die Preisentwicklung verläuft positiv. In allen analysierten Regionen steigen die Durchschnittspreise für die kommende Saison. Auffällig ist, dass der Markt die höheren Preise gut annimmt.

Besonders in Südtirol zeigt sich eine starke Preisdurchsetzung. Mit einem Durchschnittspreis von 379 Euro und einem Zuwachs von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht Südtirol die höchste Preisdurchsetzung.

Die Steigerung der Durchschnittspreise bewegt sich demnach in allen Regionen zumindest auf dem Niveau der Inflation.

„Sowohl Preise als auch Auslastung liegen über dem Vorjahr, was ein Zeichen für Stabilität und Vertrauen ist. Besonders erfreulich ist, dass höhere Preise gut angenommen werden, was nach einem herausfordernden Jahr beruhigend wirkt“, sagt Matthias Trenkwalder, Geschäftsführer von Rateboard.

Die Buchungsvorschau für den Winter 2025/2026 liefert optimistische Aussichten für den Alpenraum, gestützt durch steigende Auslastungszahlen und eine erfolgreiche Preisdurchsetzung. Die Entwicklung der kurzfristigen Buchungen bleibt der entscheidende Faktor für den Saisonerfolg.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.