Hilton legt Zahlen für 2025 vor und baut Zimmerpipeline aus

| Hotellerie Hotellerie

Hilton hat die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Während der Erlös pro verfügbarem Zimmer ein geringes Wachstum verzeichnete, meldet das Unternehmen einen Höchststand bei den projektierten Hotelzimmern.

Wirtschaftliche Eckpunkte und Kennzahlen

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Hilton einen Nettogewinn von 1,461 Milliarden US-Dollar, wobei auf das vierte Quartal 298 Millionen US-Dollar entfielen. Das bereinigte EBITDA belief sich im Gesamtjahr auf 3,725 Milliarden US-Dollar nach 946 Millionen US-Dollar im Schlussquartal. Der verwässerte Gewinn pro Aktie wurde für das Gesamtjahr mit 6,12 US-Dollar angegeben.

Der systemweite vergleichbare Erlös pro verfügbarem Zimmer stieg auf währungsbereinigter Basis im vierten Quartal um 0,5 Prozent und im Gesamtjahr um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung wurde durch eine Steigerung der Durchschnittsraten getragen, die Rückgänge bei der Zimmerbelegung ausglich. Die Einnahmen aus Management- und Franchisegebühren stiegen im Jahresvergleich um 6,4 Prozent.

Entwicklung des Hotelportfolios und der Pipeline

Das Unternehmen erweiterte sein Netzwerk im Jahr 2025 deutlich, indem im vierten Quartal 190 Hotels mit insgesamt 26.000 Zimmern eröffnet wurden. Das Netto-Zimmerwachstum für das gesamte Jahr lag bei 6,7 Prozent. Zum 31. Dezember 2025 umfasste die Entwicklungspipeline einen Rekordwert von 520.500 Zimmern in 3.525 Hotels, wovon sich mehr als die Hälfte der Einheiten in Märkten außerhalb der USA befindet. Zum Jahresende waren bereits 248.000 Zimmer der Pipeline im Bau.

Zu den Neuzugängen im vierten Quartal gehörten unter anderem das Waldorf Astoria Shanghai Qiantan sowie erste Häuser der Marke Outset Collection. Zudem integrierte Hilton im Rahmen einer Partnerschaft mit Small Luxury Hotels of the World weitere Standorte in sein System. Im Januar 2026 gab das Unternehmen zudem den Start der neuen Marke Apartment Collection by Hilton bekannt, die sich auf das Segment der Apartment-Hotels konzentriert.

Aktienrückkäufe und Prognose für 2026

Im Bereich der Kapitalverwendung kaufte Hilton im vierten Quartal eigene Aktien im Wert von 757 Millionen US-Dollar zurück. Die Gesamtsumme der Kapitalrückführungen an die Aktionäre betrug im Jahr 2025 inklusive Dividenden 3,3 Milliarden US-Dollar. Für das Jahr 2026 erwartet das Management ein Wachstum des systemweiten Erlöses pro verfügbarem Zimmer zwischen 1,0 Prozent und 2,0 Prozent.

Das Nettoeinkommen wird in einer Spanne zwischen 1,982 Milliarden und 2,011 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Das Netto-Zimmerwachstum soll im kommenden Jahr zwischen 6,0 Prozent und 7,0 Prozent liegen. Christopher J. Nassetta geht davon aus, dass eine stabile Nachfrage und ein weltweit begrenztes Neuangebot an Hotelzimmern die Geschäftsentwicklung begünstigen werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.