Analyse - Arrangements als Umsatzfaktor im Hotelmarkt

| Hotellerie Hotellerie

Im Bereich der Kurzreisen zeigt die aktuelle Kurzreise-Analyse 2026 der GetAway Group eine Verschiebung der Wettbewerbsfaktoren auf. Laut der Untersuchung, die auf mehreren Millionen Buchungen aus den Jahren 2024 und 2025 in Deutschland, Österreich und der Schweiz basiert, entscheidet nicht mehr allein der günstigste Übernachtungspreis über die Buchung. Stattdessen entwickeln sich fest kalkulierte Arrangements mit einem transparenten Gesamtpreis zu einem zentralen Hebel für den Umsatz in der Hotellerie. Wie das Unternehmen mitteilt, erhöhen diese strukturierten Pakete die Buchungswahrscheinlichkeit und steigern die durchschnittlichen Warenkörbe.

Stephan Kloss, Geschäftsführer der GetAway Group, gibt an, dass diese Angebote für Hotels ein Weg seien, die Wertschöpfung zu erhöhen und sich vom reinen Preiswettbewerb zu lösen. Die Auswertung belegt eine kontinuierlich steigende Aufenthaltsdauer im Segment der Kurzreisen. Im Jahr 2024 betrug diese im Durchschnitt 2,5 Nächte, stieg im Jahr 2025 auf 2,6 Nächte und liegt aktuell bei 2,7 Nächten. Parallel dazu wachse die Nachfrage nach Aufenthalten von drei bis fünf Nächten sowie nach Reisen für Familien und mehrere Generationen. Auch Alles-Inklusive-Modelle verzeichnen laut dem Bericht einen Aufschwung.

Als Grund für diese Entwicklung nennt die Analyse das Bedürfnis der Gäste nach Planbarkeit und erkennbaren Mehrwerten. Transparente Endpreise und gebündelte Leistungen erleichtern laut Kloss die Entscheidung, da Kunden wissen möchten, „was am Ende auf der Rechnung steht“. Die Attraktivität des konkreten Angebots gewinnt dabei gegenüber der geografischen Lage an Bedeutung. Davon profitieren laut den Daten auch kleinere Regionen: Der Teutoburger Wald verzeichnete ein Plus von 15,0 Prozent, der Thüringer Wald 14,9 Prozent und das Sauerland 7,5 Prozent im Vergleich zum Zeitraum 2024 zu 2025.

Die Plattformdaten der GetAway Group weisen darauf hin, dass die Bündelung von Leistungen wie Gastronomie, Wellness oder Zusatzservices die Vergleichbarkeit über reine Zimmerpreise reduziert. Durch die nachvollziehbare Struktur der Erlebnisse sinke die Preissensibilität, während die Zahlungsbereitschaft steige. Für Hotelbetriebe bestehe die Möglichkeit, bereits vorhandene Leistungsbausteine marktorientiert aufzubereiten. Die GetAway Group wird diese Ergebnisse der Analyse auf der diesjährigen Fachmesse ITB Berlin in Halle 9 vorstellen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das geplante Wellness-Resort in der Metelener Heide rückt näher an die Umsetzung. Laut Architekt Lukas Jocks befindet sich das 80-Betten-Projekt des Investors Johannes Nergiz auf einem guten Weg. Die Planungsphase soll im ersten Halbjahr abgeschlossen sein.

Das Fünf-Sterne-Hotel Interalpen in Telfs in Tirol hat auf Berichte über gravierende Missstände im Küchenbereich reagiert. Nach Veröffentlichungen des Magazins Dossier über den Umgang mit Auszubildenden hat die Geschäftsführung des Hauses auf dem Seefelder Hochplateau arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet.

IHG startet mit der Noted Collection eine neue Marke im Premium-Segment, die speziell auf die Konversion unabhängiger Individualhotels ausgerichtet ist. Es ist die 21. Marke im Portfolio und bereits die elfte Neuvorstellung des Konzerns in den vergangenen elf Jahren.

Baltic Seaside Properties übernimmt das Atlantic Grand Hotel Travemünde von der Gustav Zech Stiftung. Während der Betrieb ohne Unterbrechung weiterläuft, plant der neue Betreiber eine schrittweise Modernisierung des traditionsreichen Hauses an der Strandpromenade.

Die Hotelkooperation The Leading Hotels of the World stellt ihre Expansionsstrategie für das Jahr 2026 vor. Mit zahlreichen Neueröffnungen in Europa, Asien und den USA wächst das globale Portfolio weiter, darunter Projekte in Köln, Paris und Kyoto.

Die Revo Hospitality Group äußert sich nach Medienberichten zu dem Sanierungsprozess der Gesellschaft: Während rund 175 Hotels in Eigenverwaltung nach eigenen Angaben stabilisiert wurden, bestätigt das Unternehmen das Aus für Standorte in Frankfurt und Hannover.

Die Eröffnung des Motel One in Koblenz ist für den Spätsommer 2026 terminiert. Der Neubau in der Löhrstraße kombiniert 177 Zimmer mit einer öffentlichen Bar und einer Dachterrasse, die einen Panoramablick auf die Festung Ehrenbreitstein bietet.

Minor Hotels schließt das Jahr 2025 mit einer Gewinnsteigerung von 32 Prozent ab. Trotz weitreichender Renovierungen in den Hotels und globaler Unsicherheiten sorgten Kostendisziplin und eine starke Nachfrage in Europa und Asien für ein Rekordergebnis.

Das Werzers Seehotel Wallerwirt investiert 8,5 Millionen Euro in eine strategische Neupositionierung. Durch Modernisierungen und die Erweiterung des Wellnessangebots wandelt sich das Haus am Wörthersee bis April zu einem ganzjährig geöffneten Betrieb.

Der IHA präsentiert Handlungsempfehlungen zum neuen Kurzzeitvermietung-Datenaustausch-Gesetz. Das Gesetz soll für mehr Transparenz sorgen und Kommunen dabei unterstützen, Wohnraum zu schützen und faire Wettbewerbsbedingungen im Beherbergungssektor zu schaffen.