Arabellahaus wird mit Skygarden und Außenrolltreppe umgebaut

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Die Bayerische Hausbau Real Estate (BHRE) will das Münchner Arabellahaus umfassend sanieren, umbauen und erweitern. Wie das Unternehmen mitteilt, soll das Gebäude im Arabellapark entgegen früherer Planungen nicht abgerissen werden. Die Bauphase sei nach derzeitiger Planung von Frühjahr 2030 bis Ende 2034 vorgesehen. In dem Haus befindet sich auch ein Hotel mit knapp 450 Zimmern.

Das zwischen 1966 und 1969 errichtete Hochhaus in München-Bogenhausen gilt als eines der bekanntesten Gebäude der bayerischen Landeshauptstadt. Nach Angaben der BHRE soll die architektonische Identität des Hauses erhalten bleiben, während die Immobilie technisch, energetisch und funktional erneuert werde. Möglich geworden sei die neue Planung durch Änderungen in der Bayerischen Bauordnung sowie durch neue bautechnische Ansätze.

Neues Konzept öffnet das Gebäude stärker zur Stadt

Nach den Plänen der Bayerischen Hausbau Real Estate soll das Gebäude künftig stärker mit seinem Umfeld verbunden werden. Vorgesehen sei unter anderem eine öffentlich zugängliche Dachterrasse mit Grün- und Erholungsflächen sowie Angeboten aus Gastronomie, Kultur und Sport. Zudem sei eine Außenrolltreppenanlage entlang der Fassade geplant, die vom Erdgeschoss bis zum Dach führen soll.

Ebenfalls vorgesehen ist ein sogenannter „Skygarden“ in den oberen Etagen des Gebäudes. Darüber hinaus soll eine mehrgeschossige Passage auf Erdgeschossebene entstehen, die eine Verbindung zum Rosenkavalierplatz schafft. Das bisherige Nutzungskonzept als „Stadt in der Stadt“ bleibe erhalten. Geplant seien weiterhin unterschiedliche Nutzungen wie Wohnen, Hotel, Gesundheitsangebote und Gewerbe unter einem Dach. Nach Angaben des Unternehmens solle zusätzlich preisgedämpfter Wohnraum geschaffen werden.

Geplante Erweiterung soll Ressourcen im Bestand erhalten

Die bestehende Gebäudestruktur soll laut BHRE durch zusätzliche Bauteile ergänzt werden. Durch den Erhalt der Tragstruktur könnten nach Unternehmensangaben rund 20.000 Tonnen CO₂-Äquivalente sogenannter grauer Energie in der Bausubstanz gebunden bleiben. Gleichzeitig seien eine Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung, Verbesserungen der Dämmung sowie Maßnahmen zur energetischen und digitalen Optimierung des Gebäudebetriebs vorgesehen. Auch der Einsatz von Photovoltaik werde geprüft.

Für die Projektsteuerung sei die SBP Bau- und Projektentwicklung GmbH verantwortlich. Die architektonische Gestaltung und das Erweiterungskonzept stammen den Angaben zufolge vom Architekturbüro Hild und K unter Leitung von Prof. Andreas Hild.

BHRE-Geschäftsführer Marcel Wnendt erklärte: „Wir freuen uns, für das Arabellahaus eine Lösung gefunden zu haben, die wirtschaftlich tragfähig, technisch machbar und architektonisch wegweisend ist.“ Weiter sagte er: „Wir schaffen zusätzlichen Wohnraum für die Stadt München und leisten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.“

Bewohner sollen spätestens vor Baubeginn ausziehen

Wie die BHRE mitteilt, seien die Mieter bereits im Jahr 2018 darüber informiert worden, dass die bisherige Nutzung des Gebäudes langfristig nicht fortgeführt werden könne. Damals sei ein Abriss als wahrscheinlichste Lösung betrachtet worden. Über die nun geplante Revitalisierung seien die Mieter in der Woche der Vorstellung des Projekts informiert worden.

Für die Bewohner bedeute dies, dass sie spätestens vor Beginn der Bauarbeiten ab dem Jahr 2030 ausziehen müssten. Nach Angaben des Unternehmens sollen Mietern mit unbefristeten Verträgen kurzfristig verfügbare Wohnungen in einem anderen Objekt der BHRE angeboten werden. Darüber hinaus seien weitere Wohnungen in einem geplanten Neubauprojekt vorgesehen.

Das Arabellahaus umfasst heute rund 87.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Zum Nutzungsmix gehören Wohnungen, Hotel, Klinik, Büros, Einzelhandel und Gastronomie. Neben dem 23-geschossigen Hochhaus gehören auch die angrenzenden Büro- und Geschäftshäuser am Rosenkavalierplatz zum Ensemble.

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