Arcotel John F: Roboter ersetzt Minibar und Roomservice

| Hotellerie Hotellerie

Wenn Jeeves mit kühlen Getränken durch die Gänge huscht oder an der Rezeption auf seinen Einsatz wartet, sind schmunzelnde Gäste garantiert: Beim neuen Mitarbeiter im Arcotel John F in Berlin handelt es sich nämlich um einen Roboter. Seit dem 19. Januar ist er im Einsatz, um die energetisch ungünstige Minibar und den personalintensiven Roomservice zu ersetzen. 

Entwickelt wurde Jeeves von dem Start-up-Unternehmen Robotise, einem Spin-off der Technischen Universität München. „Wir haben uns bewusst für einen von einem jungen deutschen Unternehmen entwickelten Roboter entschieden“ sagt Martin Lachout, CEO Arcotel Hotels GmbH. „Die Firma hat uns ein „Rundum-glücklich“-Paket auf Basis eines „Service as a Leasing“-Vertrages mit geringem Investitionsrisiko und gewährleisteter Wartung angeboten.“ 

Auch wenn Jeeves mit monatlichen Kosten in Höhe eines Servicemitarbeitenden nicht günstig ist, rentierte er sich laut Unternehmen dennoch. Die Minibar, die von vielen Gästen zudem gar nicht genutzt wird, verbraucht mit den Kühlschränken viel Strom, darüberhinaus muss die Klimaanlage im Sommer den Wärmeausstoß regulieren. Aber nicht nur energetisch stellen Roboter für Martin Lachout einen Gewinn dar: „Im Zuge des demographischen Wandels und der Tatsache, dass wir immer weniger Arbeitnehmer haben werden, ist der Einsatz von Robotern bald eine Notwendigkeit und ein echtes Zukunftsmodell.“

Der Name Jeeves lehnt sich übrigens an die ikonische Figur des ausgesprochen kompetenten Dieners von Bertie Wooster aus den Geschichten des englischen Autors P.G. Wodehouse an: Er steht für perfekten, diskreten Service - und genau den strebt die Firma auch für ihren ersten Roboter Jeeves an. 

Die ersten Erfahrungen sind durchweg positiv: „Die Kollegen und Kolleginnen an der Rezeption beschweren sich schon, dass die Gäste dem Roboter mehr Aufmerksamkeit als den Menschen schenken“ lacht Gabriele Maessen, COO Arcotel Hotels. „Jeeves ist immer guter Laune, resistent gegen  Krankheitswellen und hat uns zudem auch noch Zusatzkäufe generiert - ein toller Kollege!“ Ob Jeeves in allen 11 Arcotel Hotels eingesetzt wird, entscheidet CEO Lachout nach weiteren Testmonaten in Berlin.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hard Rock International startet den Buchungsbetrieb für sein neues Hotel auf Malta. Die Eröffnung der Anlage mit 397 Zimmern und einem 3.800 Quadratmeter großen Wellnessbereich ist für Juli 2026 geplant.

Ein Podcast von HotelPartner beleuchtet die Preisstrategie des Hotels Grace La Margna in St. Moritz. General Manager David Frei nennt darin konkrete Zahlen zur Entwicklung der Zimmerpreise und zur Positionierung des Hauses.

Premier Inn hat zeitgleich drei neue Häuser in Freiburg, München und Koblenz eröffnet und baut damit die eigene Präsenz auf dem deutschen Markt auf rund 70 Standorte aus.

Zwei Jahre nach Einleitung eines DMA-Verfahrens gegen Alphabet fordern Unternehmen ein entschlosseneres Vorgehen der EU-Kommission. Laut Mitteilung sei die Umsetzung der Vorgaben weiterhin nicht abgeschlossen.

Die Investorensuche für die insolvente Revo Hospitality Group stößt auf großes Interesse. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben nach Angaben der Restrukturierer mehr als einhundert potenzielle Investoren Zugang zum Datenraum erhalten.

Das Hotel Sacher Wien feiert sein 150-jähriges Bestehen mit der Enthüllung zweier Skulpturen des Künstlers Erwin Wurm vor dem Haupteingang. Im Verlauf des Jahres sind weitere Jubiläumsaktionen geplant.

Die The Chocolate on the Pillow Group entwickelt in Potsdam ein neues Tribute Portfolio Hotel mit 145 Zimmern. Die Eröffnung des Objekts im historischen Zentrum ist für den Sommer 2026 vorgesehen.

Nach einem kalenderbedingt starken Februar verzeichnet die österreichische Hotellerie im März eine deutliche Buchungszurückhaltung. Strukturelle Verschiebungen zugunsten von Ferienwohnungen und hohe Betriebskosten belasten die Branche weiterhin massiv.

Six Senses zieht ein Jahr nach dem Start ihres Female Wellness Programms eine positive Bilanz. Das Angebot kombiniert medizinische Diagnostik mit Ernährungsstrategien und ist bereits an mehreren Standorten verfügbar.

Das Berliner Hotel Das Stue erweitert sein digitales Angebot durch den neuen Video-Podcast „Man wird doch wohl fragen dürfen“. In der ersten Folge spricht General Manager Zeèv Rosenberg mit dem Moderator Dominik Porschen über die Hintergründe des Hauses.