Auch Baden-Württemberg beschließt Beherbergungsverbot

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Auch Baden-Württemberg will Reisende aus dem nordrhein-westfälischen Corona-Risikogebiet nicht mehr im Land übernachten lassen. Das Beherbergungsverbot für Besucher aus einem Kreis mit erhöhtem Infektionsgeschehen soll schnell in Kraft treten. Es gelte, sobald die Verordnung vom Sozial- und vom Wirtschaftsministerium notverkündet werde, teilte am späten Mittwochabend das Staatsministerium in Stuttgart mit.

Hintergrund ist der Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh. In dessen Folge hatten Bayern und Niedersachsen bereits Beherbergungsverbote beschlossen, Schleswig-Holstein erließ eine Quarantäneregelung.

Maßgeblich sei, ob die Zahl der Neuinfektionen in dem Heimatkreis der Betreffenden in den vergangenen sieben Tagen vor der Anreise pro 100.000 Einwohner höher als 50 war, teilte die Corona-Lenkungsgruppe des Landes mit. Das Verbot beziehe sich dann auf Hotels, Gasthöfe und Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und vergleichbare Einrichtungen.

Ausnahmen gelten laut Lenkungsgruppe für Personen, die mit einem ärztlichem Attest belegen können, nicht infiziert zu sein. Ebenso sollen Ausnahmen möglich sein, wenn der Infektionsausbruch in einem Landkreis räumlich klar eingegrenzt werden kann.

Weil verteidigt Beschränkungen für Urlauber

Nach dem Corona-Ausbruch im Bereich Gütersloh in Nordrhein-Westfalen hat der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die beschlossenen Beschränkungen für Urlauber aus dieser Region verteidigt. «Das sind schon Zahlen, die sprengen die sonstigen Verhältnisse deutlich», sagte der Regierungschef über die hohen Infektionszahlen in den nordrhein-westfälischen Kreisen Gütersloh und Warendorf am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin».

In Niedersachsen dürfen Touristen aus diesen Kreisen bald nur noch mit ärztlichem Attest in Hotels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen übernachten. Sowohl in Gütersloh als auch in Warendorf wird der von Bund und Ländern vereinbarte Grenzwert von 50 Neuinfektionen binnen einer Woche je 100 000 Einwohner klar überschritten.

«Das, was bis jetzt geschieht, lässt sich aus meiner Sicht sehr sehr gut begründen», sagte Weil. Mit den Beschränkungen folge Niedersachsen der Beurteilung der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Die Umstellung von einem allgemeinen Lockdown hin zu einer konzentrierten regionalen Bekämpfung habe sich aus seiner Sicht bewährt, sagte Weil.

(dpa)


 

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