Auf Klassenfahrt dank Hilfsfonds: a&o educare sammelt Spenden

| Hotellerie Hotellerie

Klassenfahrt – das klingt entspannt und spannend, bedeutet aber für viele Kinder und Jugendliche oftmals Stress. Der Grund ist so einfach wie hart: Im Schnitt rund 300 bis 500 Euro kostet eine fünftägige Klassenfahrt heute, für viele Familien eine finanzielle Herausforderung und ein K.o.-Kriterium. Wenn im September die Buchungssaison für Klassenfahrten wieder startet, stellen sich viele Eltern die Frage: Wie sollen wir das bezahlen? Der Verein a&o educare hilft dabei mit seinem Projekt „Alle kommen mit“: Das zu 100 Prozent spendenbasierte Projekt sorgt für finanzielle Unterstützung und somit praktische Teilhabe.

Die Zahl der jährlich durchgeführten Schulfahrten in Deutschland wird nicht standardmäßig erfasst. 1,3 bis 1,8 Millionen Schüler oder etwa 60.000 Schulklassen könnten es sein, schätzt das „Kursbuch Klassenfahrt“. Ralf Olk, zusammen mit Oliver Winter Verfasser des Buches und Vorsitzender des a&o educare e.V., leitet ab: „Wir schätzen, dass pro Jahr mindestens rund 50.000 SchülerInnen nicht an Schulfahrten teilnehmen können.“ Dabei seien gerade Klassenfahrten, Ausflüge, Projekttage und Abschlussfahrten „Highlights im Schulleben", die „soziale Kompetenzen jenseits des Unterrichts fördern und wertvolle Erinnerungen schaffen“.

Hilfsfonds basiert ausschließlich auf Spenden

Der Hilfsfonds richtet sich an Familien in akuten oder dauerhaften Belastungssituationen und will konkret dort helfen, wo reguläre Fördermittel wie etwa aus dem „Paket für Bildung Teilhabe (BuT)“ oder anderen Programmen nicht ausreichen, zu spät greifen – oder gar nicht in Anspruch genommen werden. Ralf Olk: „Laut aktueller Bertelsmann-Studie erreichen die Leistungen für Kultur und Teilhabe mehr als acht von zehn Kindern gar nicht.“

Möglich wird alles ausschließlich durch Spenden. Ralf Olk: „Unternehmen ebenso wie Privatpersonen können ihre Spende direkt über ein Online-Formular realisieren.“ Der Verein a&o educare ist als gemeinnützig anerkannt, Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch ausgestellt.

Schon rund ein Dutzend Kinder und Jugendliche konnten so seit Start des Programms „Alle kommen mit“ im Frühjahr auf Klassenfahrt gehen. Ralf Olk: „Jede Spende ist willkommen, jeder Betrag hilft, damit alle die Chance auf Teilhabe bekommen.“

Alle kommen mit – so geht´s

Der Antrag kann online u.a. von Eltern, Erziehungsberechtigten, Verwandten, Lehrkräften oder Jugendhilfeeinrichtungen gestellt werden. Benötigt wird u.a. eine kurze, nachvollziehbare Beschreibung zum Förderbedarf. Anschließend wird der Antrag vom Vorstand geprüft, bevor der fünfköpfige Beirat, bestehend aus Vertretern aus Jugendhilfe, Schule, Recht, Fachverbänden und Kirche final entscheiden.

Die Finanzierung einer Klassenfahrt mit Hilfe des a&o educare-Hilfsfonds` ist unabhängig von Herkunft, Religion oder Aufenthaltsstatus der Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien. Eine Förderung erfolgt ebenso unabhängig von der Organisationsstruktur der Reise, ob über einen professionellen Schulfahrtenveranstalter gebucht oder selbst organisiert. Die Förderung ist auch unabhängig von der Unterbringung in Hostel, Jugendherberge, Schullandheim etc.

Der a&o educare ist die gemeinnützige Organisation von a&o Hostels. Ins Leben gerufen von a&o-Gründer und CEO Oliver Winter und unterstützt von Ralf Olk (Vorsitzender), hat der a&o educare e. V. die Anerkennung als gemeinnützige Non-Profit-Organisation erhalten und ist seither in verschiedenen Projekten aktiv. Ziel des Vereins ist die Förderung von Bildung und Teilhabe von Kindern- und Jugendlichen und deren Familien.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Habyt hat den ersten Standort in der österreichischen Hauptstadt eröffnet. Bei dem Objekt handelt es sich um ein Aparthotel für Kurz- und Langzeitaufenthalte, das insgesamt 319 Studios auf sieben Etagen umfasst.

Leonardo Hotels Central Europe und Goodbytz kooperieren beim Einsatz autonomer Küchenroboter. Im 510-Zimmer-Haus Leonardo Smart Vienna Airport bereitet der Roboter Luca künftig durchgehend Salate und Bowls für die Gäste zu.

Das Hotel Maximilian's in Augsburg hat einen Neubau in der Katharinengasse eröffnet. Die Erweiterung umfasst für rund acht Millionen Euro sieben neue Suiten sowie einen ganzjährig beheizten Pool auf dem Dach des Gebäudes.

BWH Hotels Central Europe ist in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 weiter gewachsen: Der Gesamtumsatz der angeschlossenen Hotels stieg auf rund 370,5 Millionen Euro. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von einer höheren Nachfrage.

Expedia Group hat nach einem starken zweiten Quartal ihre Jahresprognose angehoben. Das Unternehmen meldet zweistellige Zuwächse bei Bruttobuchungen und Umsatz sowie ein deutliches Wachstum im B2B-Geschäft.

Mit der Villa Florhof hat am 1. August 2026 das erste Lalique Boutique Hotel in Zürich eröffnet. Der Hotelbetrieb beginnt wenige Wochen nach dem Ende der geplanten Zusammenarbeit mit dem ursprünglich als kulinarischer Leiter vorgesehenen Christian Jürgens.

Booking Holdings sieht seine Marken zwar zunehmend in Antworten von KI-Systemen vertreten. Der daraus resultierende Verkehr bleibt nach Angaben des Unternehmens jedoch gering. Gleichzeitig bestätigte der Konzern einen OpenAI-Test für ein CPC-Werbemodell sowie eine enge Zusammenarbeit mit Google.

Das Mandarin Oriental Punta Negra ist offiziell eröffnet. Im Rahmen einer Zeremonie mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft nahm die Hotelgruppe ihr erstes Haus auf der Balearischen Insel in Betrieb.

Microsoft warnt vor einer weltweiten Cyberangriffswelle auf Hotelnetzwerke und Anmeldeseiten. Die Angreifer leiten den Datenverkehr von Gästen um, um Schadsoftware zu verbreiten und Zugangsdaten von Geschäftsreisenden zu entwenden.

Booking Holdings hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz, Bruttobuchungen und Gewinn gesteigert. Für das Gesamtjahr erwartet der Online-Reisekonzern weiterhin ein Wachstum der Bruttobuchungen im hohen einstelligen Prozentbereich und verweist in seinem Ausblick auf anhaltende Belastungen im internationalen Flugverkehr.