Baustart für Premier Inn-Hotel in Lübeck am Hauptbahnhof

| Hotellerie Hotellerie

Für das neue Premier Inn Hotel direkt am Lübecker Hauptbahnhof erfolgte am gestrigen Donnerstag der Spatenstich. Bürgermeister Jan Lindenau, Vertreter des Projektentwicklers Citygrove und des Betreibers Premier Inn gaben in der Straße ‚Beim Retteich‘ das offizielle Startsignal für den Bau der Immobilie auf dem ca. 6.000 Quadratmeter großen Grundstück. Im Sommer 2024 soll das Hotel mit 203 Zimmern und 68 Stellplätzen fertiggestellt und eröffnet werden.

„Wir entwickeln Immobilien in drei Ländern, neben Deutschland und unserem Heimatmarkt Großbritannien auch in Spanien. Und trotz vielfältiger Projekte ist ein Bauvorhaben in einer Stadt, die zum Weltkulturerbe gehört, schon richtig beeindruckend“, sagt Toby Baines, Vorstand der Citygrove: „Wenn man auf so engem Raum die historische Altstadt, das Holstentor und das Buddenbrockhaus erreichen kann, sucht der Standort wirklich seinesgleichen. Dafür ist Premier Inn als besonders stark in Deutschland expandierende Marke, die zudem mit ihrem Design-Konzept überzeugt, der ideale Partner.“ Sebastian Schoenbach, Asscociate Development Director Citygrove, ist deshalb überzeugt: „Sicherlich werden wir beim weiteren Ausbau unserer Entwicklungspipeline in Deutschland noch öfters auf diese hier hervorragend funktionierende Kooperation setzen. Wir haben ja auch in UK schon mehrere Premier Inn-Hotels erfolgreich verwirklicht. Gerade bauen wir auch ein Haus der Marke mitten in London.“

Besondere Qualitäten des Projektes in der Hansestadt sieht auch Haluk Kabil, Senior Design Manager von Premier Inn Deutschland: „Weil Lübeck gleichermaßen bei unterschiedlichen Gruppen von Reisenden gefragt ist – als wirtschaftsstarke Metropole und zudem als touristisches Ziel – ist die Stadt bei unseren Standort-Präferenzen in Deutschland ganz weit vorne zu finden.“ 42 Premier Inn Hotels in ganz Deutschland sind aktuell bereits eröffnet. „Die Nähe zum Hauptbahnhof ist für Gäste, die ohne eigenen Pkw unterwegs sind, ein großes Plus, ebenso für die bequeme Mobilität bei Zielen in der Region.“

Für Bürgermeister Jan Lindenau ist das Immobilienprojekt am Fernbusterminal ein wichtiges Puzzleteil für eine attraktive Gestaltung des Bahnhofsareals. „Mir ist wichtig, dass das Bahnhofsumfeld weiter aufgewertet wird und unsere Gäste eine klimafreundliche Anreise nutzen. Dafür ist die Lage des Hotels in der Nähe des Bahnhofes und zur Lübecker Altstadt prädestiniert“, betont Lindenau.

Christian Martin Lukas, Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH, sieht in der Hansestadt erheblichen Bedarf für eine solche Übernachtungsmöglichkeit: „Die Nachfrage nach Urlaub im eigenen Land ist in Deutschland stärker denn je, und hochwertige Hotelangebote wie das Premier Inn werden auch zukünftig den Städtetourismus aus dem In- und Ausland befördern.“

Christoph Bergob-Jachens, Projektleiter Unternehmensansiedlung bei der Wirtschaftsförderung Lübeck, nahm bereits im Jahr 2015 Kontakt mit der britischen Hotelmarke auf. Damals hatte diese ihren Deutschland-Markteintritt und ihr erstes Haus in Frankfurt am Main angekündigt. „Wir arbeiten stets daran, unsere Stadt mit hochwertigen Beherbergungsangeboten aufzuwerten, und legen dabei besonderen Wert auf moderne Übernachtungsoptionen für internationale Touristen“, erläutert Bergob-Jachens die Strategie. „Das Premier Inn mit dem internationalen Flair hat mit seinem Konzept von Beginn an beeindruckt und passt ideal in das Anforderungsprofil. Wir freuen uns sehr, dass das Projekt nun in die konkrete bauliche Umsetzung geht.“ Diese startet der Generalunternehmer HTG Hoch- und Tiefbau Gadebusch. Verantwortlich für den Entwurf des Gebäudes mit fünf Geschossen und einem Staffelgeschoss, das sich mit einem Knick in der Grundfläche an die geschwungene Straße anpasst, ist das Hamburger Architektur- und Planungsbüro agn leusmann.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die niederländische Hotelkette Fletcher Hotels setzt den Expansionskurs in Deutschland fort und übernimmt mit dem ehemaligen Romantik Berghotel Astenkrone den zweiten deutschen Betrieb innerhalb einer Woche.

Das Hotel Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach wird nach einer Modernisierung im Spätsommer wiedereröffnet. Der europäische Spa-Anbieter bringt damit sein gesundheitstouristisches Konzept mit Thermal-Infrastruktur erstmals nach Deutschland.

Marriott International und Blacksand haben ein Abkommen über den Bau von zehn Hotels mit über 1.300 Zimmern in Saudi-Arabien unterzeichnet. Die Projekte sollen bis 2030 realisiert werden und über 6.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Premier Inn hat die Eröffnung eines neuen Hotels in Bremerhaven bekanntgegeben. Mit dem Standort an der Wesermündung wächst das Unternehmen nach eigenen Angaben auf 73 Hotels in Deutschland. Das neue Haus befindet sich direkt am Deich zwischen Hafen und Innenstadt und umfasst 115 Zimmer auf sieben Etagen.

Bislang war nur bekannt, dass Motel One zu den Hotelgruppen zählt, die an Teilen des Revo-Hospitality-Portfolios Interesse zeigen. Nun nennt eine Wettbewerbsbehörde weitere konkrete Standorte. Demnach will die Hotelgruppe Häuser in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn übernehmen.

Ein laufendes Fusionskontrollverfahren des Bundeskartellamts macht erstmals einen Interessenten aus dem Investorenprozess der Revo Hospitality Group öffentlich. Motel One plant demnach die Übernahme von zehn Hotels in Deutschland.

Mandarin Oriental hat an der Südwestküste Mallorcas das neue Resort Mandarin Oriental Punta Negra eröffnet. Die Anlage in Calvià verfügt über 131 Zimmer sowie umfangreiche Wellness- und Gastronomieangebote.

Das Hotel Dein Engel in Oberstaufen plant mit dem Projekt „Engels Ursprung“ eine umfangreiche Erweiterung. Vorgesehen sind unter anderem neue Wasser- und Freizeitbereiche, zusätzliche Gastronomieflächen sowie ein Veranstaltungsraum. Das Hotel beziffert die Investitionen auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

Das Dorint Hotel An der Messe Köln feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einer internen Jubiläumsfeier für die Belegschaft. Die Unternehmensleitung hebt dabei die wirtschaftliche Bedeutung des Standorts innerhalb der Hotelgruppe hervor.

Hyatt kündigt drei neue Hotelprojekte in Rom und auf Sizilien mit insgesamt 428 Zimmern an. Damit führt das Unternehmen zwei neue Marken auf dem italienischen Markt ein und reagiert auf die prognostizierten Wachstumswerte im europäischen Tourismus.