Beim Duschen im Hotel gefilmt: Frau verklagt Hilton auf 100 Millionen Dollar

| Hotellerie Hotellerie

Ein Hotelgast in den USA hat eine 100 Millionen Dollar Klage gegen Hilton eingereicht. Die Frau behauptet, dass ein Hotelmitarbeiter sie heimlich beim Duschen gefilmt habe und versuchte, sie anschließend zu erpressen, nachdem er das Video auf mehr als einem Dutzend pornografischer Webseiten veröffentlicht hatte.

Die Frau aus Chicago wohnte in einem Hampton Inn and Suites in Albany in New York, um in der Stadt die Anwaltsprüfung abzulegen, als sie von einer versteckten Kamera im Badezimmer ihres Zimmers aufgenommen wurde, heißt es in einem Gerichtsverfahren.
 


„Wenn Sie ein Hotelzimmer betreten, haben Sie ein hohes Maß an Privatsphäre und Sicherheit. In meinem Fall wurden mir beide Dinge gestohlen. Was mir passiert ist, ist eine unglaubliche Verletzung und sollte wie ein Sexualverbrechen behandelt werden“, sagte die Frau in einer Erklärung durch ihren Anwalt.

Sie war sich nicht bewusst, dass sie bis September aufgenommen worden war, als das Filmmaterial auf eine pornografische Website mit ihrem vollständigen Namen hochgeladen wurde, und sie begann, E-Mails von jemandem zu erhalten, der nach der Klage mehr Bilder von ihr verlangte. Der Erpresser schickte das Video an Freunde, Kollegen und ehemaligen Klassenkameraden und verlangte 2.000 Dollar sofort und 1.000 pro Monat.

Jetzt verklagt die Frau den Besitzer des Albany Hotels sowie Hilton Worldwide, da sie glaubt, dass die Person, die ihr eine E-Mail geschickt hat, ein Mitarbeiter war, der ihren Namen, Kontaktinformationen und persönlichere Informationen aus der Hoteldatenbank hätte erhalten können, so die Gerichtsakten. Die Frau wirft der Hotelkette in ihrer Klageschrift Nachlässigkeit vor und beklagt, sie habe „schwere und dauerhafte psychologische Verletzungen“ davongetragen.

Ein Sprecher der Hilton Hotels sagte, dass das Unternehmen am Montag auf die Vorwürfe erfahren habe: „Wir nehmen die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste unglaublich ernst und finden die Details der Zivilklage erschreckend“, sagte der Sprecher von Hilton in einer Erklärung.

Im Prozess sagten die Frau und ihr Anwalt aus, dass sie inzwischen von anderen Personen Kenntnis erlang hätten, die ebenfalls im Hotelzimmer gefilmt wurden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Hotel Kronelamm in Bad Teinach-Zavelstein plant bis Dezember 2026 einen umfangreichen Um- und Neubau. Vorgesehen sind 29 neue Zimmer und Suiten, ein erweiterter Wellnessbereich, Veränderungen am Gourmetrestaurant und neue betriebliche Bereiche.

Scandic will 2027 ein drittes Hotel in Frankfurt am Main eröffnen. Die bestehende Immobilie nahe der Messe, das frühere von Revo geführte Mövenpick-Hotel, soll modernisiert werden und künftig 296 Zimmer sowie rund 500 Quadratmeter Veranstaltungsfläche bieten.

Eine Untersuchung von ABCD Agency und ContentGuard.me kommt zu dem Ergebnis, dass knapp jedes fünfte Hotelfoto auf Buchungsplattformen Hinweise auf KI-Bearbeitung zeigt. Besonders hohe Verdachtsquoten wurden in Hamburg und Berlin festgestellt. Hotels und Restaurants sollten jetzt handeln.

Die Marke Hilton Hotels & Resorts eröffnet mit dem Hilton Chania Old Town Resort & Spa ein neues Haus auf Kreta. Das Stadtresort verfügt über 85 Zimmer und ist auf einen Ganzjahresbetrieb ausgelegt.

Die DSR Hotel Holding hat das Henri Hotel Garmisch-Partenkirchen im ehemaligen Reindl’s Partenkirchner Hof offiziell eröffnet. Das neue Boutique-Hotel verfügt über 69 Zimmer und nutzt künftig personelle Synergien mit dem benachbarten aja Resort.

Der Nürnberger Schindlerhof hat in Paris den Hospitality Icon 2026 in der Kategorie „Employee Experience & Satisfaction“ erhalten. Nach Angaben des Unternehmens würdigte die Jury insbesondere die Mitarbeiterkultur und die Transparenz im Betrieb.

Mariana Santelli wurde vom Hotelkompetenzzentrum zur „Housekeeping Managerin“ des Jahres 2026 gekürt. Im Gespräch mit der IST-Hochschule erläutert sie unter anderem, vor welchen neuen Herausforderungen das moderne Housekeeping heute steht.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 45 Prozent auf 572 Millionen Euro. Während klassische Hotels den Markt dominierten, legten Serviced Apartments deutlich zu.

1912 Hotels übernimmt den Betrieb des Hotel Steffisalp in Warth am Arlberg und kündigt Investitionen sowie eine Neupositionierung an. Die Wiedereröffnung des Hauses mit 56 Zimmern und Suiten ist für Dezember 2026 geplant.

Novum Hospitality weist gegenüber Tageskarte die Behauptung zurück, personelle Maßnahmen hätten der Verhinderung einer Betriebsratsgründung gedient. Zuvor hatte Tageskarte über einen SWR-Bericht zu Kündigungen in zwei Mainzer Hotels berichtet.