Berichte über Missstände im Umgang mit Lehrlingen im Luxushotel Interalpen

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Das Fünf-Sterne-Hotel Interalpen in Telfs in Tirol hat auf Berichte über gravierende Missstände im Küchenbereich reagiert. Nach Veröffentlichungen des Magazins Dossier über den Umgang mit Auszubildenden hat die Geschäftsführung des Hauses auf dem Seefelder Hochplateau arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet.

Beendigung von Arbeitsverhältnissen im Küchenbereich

Wie diverse Österreichische Medien berichteten, habe die Hotelleitung bestätigt, dass nach internen Untersuchungen disziplinarische Maßnahmen gegen mehrere Beteiligte ergriffen wurden. Das Arbeitsverhältnis mit vier Führungspersonen des Küchenpersonals sei demnach beendet worden. Wie die Geschäftsführung des Interalpen-Hotels Tyrol in einer Reaktion erklärte, habe man direkt nach Bekanntwerden der Vorwürfe umfangreich recherchiert. Die internen Untersuchungen hätten zu disziplinarischen Maßnahmen gegen die Beschuldigten geführt. „Das Arbeitsverhältnis mit vier Führungspersonen des Küchenpersonals ist beendet worden“, teilte das Hotel mit.

Intervention der Arbeiterkammer Tirol

Die Tiroler Arbeiterkammer (AK) bestätigte gegenüber den Medien, dass sich ehemalige Lehrlinge des Hotels an die Arbeitnehmervertretung gewandt haben. Die AK vertrete diese Personen nun rechtlich und habe bereits bei der Geschäftsleitung des Interalpen-Hotels interveniert. Details zu den laufenden Verfahren wurden seitens der Kammer am Dienstag nicht genannt.

Keine  staatlicher Auszeichnungen für Lehrbetriebe

Die Ereignisse haben auch Auswirkungen auf die offizielle Einstufung des Hauses als Ausbildungsstätte. Das Land Tirol gab bekannt, dass das Hotel nicht mehr auf der Liste der ausgezeichneten Lehrbetriebe geführt wird. Während einer turnusmäßigen Prüfung für den Zeitraum 2026 bis 2028 wurden die Vorwürfe bekannt, woraufhin das Unternehmen den Antrag auf Verlängerung des Prädikats zurückzog. Tourismuslandesrat Mario Gerber (ÖVP) betonte schriftlich, dass die im Raum stehenden Vorwürfe schwer wiegen und restlos aufgeklärt werden müssen.

Maßnahmen zur internen Aufarbeitung

Zur Prävention und Aufarbeitung hat das Hotel ein Teamcoaching für das verbliebene Küchenpersonal organisiert. Damit sollen vergleichbare Vorfälle in der Zukunft ausgeschlossen werden. Während ein Großteil der beschuldigten Führungskräfte das Haus verlassen musste, bleibt die Position des Küchenchefs laut Medienberichten derzeit bestehen, wobei das Hotel betont, dass bereits umfassende interne Recherchen stattgefunden haben.


 

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