Booking.com droht fast halbe Milliarde Euro Strafe in Spanien

| Hotellerie Hotellerie

Spaniens Kartellbehörde hat eine vorläufige Strafe in Höhe von 486 Millionen Euro gegen Booking.com verhängt. Demnach soll das Unternehmen nach Ansicht der Behörden gegen das Wettbewerbsrecht im Land verstoßen haben. Laut Financial Times geht es dabei offenbar um die sogenannte Bestpreisklausel. So sollen inländische Hotelgruppen daran gehindert worden sein, auf den eigenen Websites günstigere Preise als auf Booking.com anzubieten. 

„Wir können diesem Entscheidungsentwurf und den darin genannten willkürlich hohen Geldstrafen kaum stärker widersprechen, die in keinem Verhältnis zu dem angeblichen Verhalten stehen“, erklärte CEO Glenn Fogel Skift zufolge während einer Telefonkonferenz am Donnerstag. Auch Finanzvorstand David Goulden bezeichnete die Vorentscheidung in Spanien als „beispiellos“.

Sollte die vorläufige Strafe rechtskräftig werden, würde Booking Berufung einlegen, so der CEO. David Goulden fügte den Berichten zufolge hinzu, dass ein derartiges  Berufungsverfahren mehrere Jahre dauern könnte und Booking.com einige Geschäftspraktiken in Spanien ändern müsste.

In Deutschland ging das Gerangel um die Bestpreisklausel bis vor den Bundesgerichtshof. Dieser entschied 2021, dass Buchungsportale ihren Partnerhotels nicht verbieten dürften, Zimmer auf der eigenen Internetseite billiger anzubieten. Eine solche sogenannte «enge» Bestpreisklausel beeinträchtige den Wettbewerb (Tageskarte berichtete).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Google startet Hotelbuchungen direkt im KI-Modus seiner Suche. Zum Start in den USA sind unter anderem Booking.com, Expedia, Hilton, IHG und Marriott eingebunden. Nutzer können Hotels im KI-Modus auswählen und die Buchung über Google Pay abschließen. Inzwischen sind auch weitere Einzelheiten zu Ranking, Werbung, Datenweitergabe und technischer Anbindung bekannt.

Thüringens Übernachtungszahlen sind im ersten Halbjahr 2026 nahezu stabil geblieben. Während Hotels mehr Übernachtungen verzeichneten, gingen die Zahlen bei Gasthöfen, Pensionen und Campingplätzen zurück.

Berlin hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 13,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, während die Zahl der Gäste aus Deutschland um 1,8 Prozent stieg.

Rund 2,5 Millionen Gäste und 6,3 Millionen Übernachtungen hat Brandenburg im ersten Halbjahr 2026 registriert. Landesweit gingen die Zahlen leicht zurück, während einzelne Reiseregionen und Städte Zuwächse verzeichneten.

Das Althoff Seehotel Überfahrt hat seinen Wellnessbereich neugestaltet und den "4 elements spa by Althoff" in Betrieb genommen. Seit Anfang August empfängt die Einrichtung Gäste mit einer neuen Raumgestaltung und erweiterten Angeboten.

Wyndham Hotels & Resorts hat das erste Hotel seiner Kernmarke in Frankfurt am Main eröffnet und erweitert damit das Angebot im gehobenen Segment um 146 Zimmer. Im Zuge des Rebrandings zu Wyndham wird nun umfassend renoviert.

Aus dem traditionsreichen Hotel Schwanen in Freudenstadt ist ein neues Hospitality-Angebot geworden. Heute teilen sich das Moe by Limehome mit 21 Zimmern und Suiten und das Restaurant Wilma Wunder die Adresse. Hinter dem Umbau steht Investor Orhan Tiryaki

Die Lopesan-Gruppe erhält von der Regierung der Kanarischen Inseln 300 Millionen Euro Entschädigung. Die Hotelgruppe ist auch in Deutschland vertreten und führt hier über IFA by Lopesan Hotels vier Häuser.

IHG Hotels & Resorts übernimmt in Kooperation mit GCP Hospitality ein Portfolio von 14 Hotels in Kyoto. Diese sollen innerhalb der kommenden zwölf Monate schrittweise unter den Marken Garner und Holiday Inn Express neu positioniert werden.

Der erhoffte Aufwärtstrend im Thüringer Tourismus ist in der ersten Jahreshälfte ausgeblieben. Ferienheime, aber auch Campingplätze und Jugendherbergen verbuchten weniger Übernachtungen.