Booking.com droht fast halbe Milliarde Euro Strafe in Spanien

| Hotellerie Hotellerie

Spaniens Kartellbehörde hat eine vorläufige Strafe in Höhe von 486 Millionen Euro gegen Booking.com verhängt. Demnach soll das Unternehmen nach Ansicht der Behörden gegen das Wettbewerbsrecht im Land verstoßen haben. Laut Financial Times geht es dabei offenbar um die sogenannte Bestpreisklausel. So sollen inländische Hotelgruppen daran gehindert worden sein, auf den eigenen Websites günstigere Preise als auf Booking.com anzubieten. 

„Wir können diesem Entscheidungsentwurf und den darin genannten willkürlich hohen Geldstrafen kaum stärker widersprechen, die in keinem Verhältnis zu dem angeblichen Verhalten stehen“, erklärte CEO Glenn Fogel Skift zufolge während einer Telefonkonferenz am Donnerstag. Auch Finanzvorstand David Goulden bezeichnete die Vorentscheidung in Spanien als „beispiellos“.

Sollte die vorläufige Strafe rechtskräftig werden, würde Booking Berufung einlegen, so der CEO. David Goulden fügte den Berichten zufolge hinzu, dass ein derartiges  Berufungsverfahren mehrere Jahre dauern könnte und Booking.com einige Geschäftspraktiken in Spanien ändern müsste.

In Deutschland ging das Gerangel um die Bestpreisklausel bis vor den Bundesgerichtshof. Dieser entschied 2021, dass Buchungsportale ihren Partnerhotels nicht verbieten dürften, Zimmer auf der eigenen Internetseite billiger anzubieten. Eine solche sogenannte «enge» Bestpreisklausel beeinträchtige den Wettbewerb (Tageskarte berichtete).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.

Der „Room Service Benchmark Report 2026“ von SuitePad basiert auf mehr als 200.000 digitalen Bestellungen aus über 500 Hotels. Laut Bericht gehört das Club Sandwich weltweit zu den meistbestellten Room-Service-Produkten.