Brand verursacht Millionen-Schaden im Radisson Blu-Hotel „Badischer Hof“ in Baden-Baden

| Hotellerie Hotellerie

Nur wenige Wochen nach seiner aufwendigen Renovierung hat ein Feuer weite Teile des Luxushotels «Badischer Hof» in Baden-Baden zerstört. Rund 160 Gäste konnten in der Nacht zum Donnerstag rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Nach ersten Schätzungen der Polizei entstand ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe. Verletzt wurde niemand, sagte ein Polizeisprecher am Vormittag.

Auch Stunden nach dem ersten Alarm am frühen Donnerstagmorgen waren Feuerwehrleute rund um das Hotel im Einsatz. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an. Es wird auch geprüft, ob möglicherweise eine Brandstiftung zu dem Feuer geführt haben könnte, wie ein Polizeisprecher sagte.

Der Brand war am Morgen gegen 2.45 Uhr ausgebrochen, die Flammen schlugen zwischenzeitlich lichterloh aus dem Dachstuhl des Gebäudes heraus. Für das gesamte Stadtgebiet wurde eine Warnung ausgesprochen: Wegen «einer erheblichen Rauchentwicklung» in der Stadtmitte sollten Türen und Fenster geschlossen bleiben. Auch Lüftungs- und Klimaanlagen sollten ausgeschaltet werden. In Bademänteln und Schlafanzügen standen Hotelgäste zunächst auf der Straße, sie wurden vom Roten Kreuz betreut.

Die Feuerwehren aus Baden-Baden und Sinzheim, die Werksfeuerwehr aus Gaggenau und das Technische Hilfswerk waren mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen.

Der «Badische Hof» in Baden-Baden ist das älteste Palasthotel in Deutschland. Viele große Persönlichkeiten waren dort schon zu Gast. Es entstand zwischen den Jahren 1807 und 1810 und zog damals in die Gebäude des vormaligen Kapuzinerklosters ein. Der «Badische Hof» gilt vielen als Zeugnis für die glanzvolle Ära Baden-Badens als Fürstenbad und Treffpunkt des europäischen Hochadels. Als einziges Haus in der Region verfügt es über einen eigenen Thermalwasseranschluss.

Das Hotel war in den zurückliegenden Monaten renoviert und Mitte Juli wiedereröffnet worden. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Karmeliterhof in Boppard wird neues Mitglied bei Romantik Hotels & Restaurants. Das inhabergeführte Haus liegt in der Altstadt von Boppard im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und verfügt über zehn Studios, Suiten und Apartments.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2026 in Mainz haben 51 Nachwuchskräfte aus dem Gastgewerbe um die Titel in drei Ausbildungsberufen gekämpft. Bayern gewann die Mannschaftswertung.

Scandic und Hilton wollen ihre Hotelentwicklung in Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland ausbauen. In Kopenhagen ist bereits ein Hilton-Hotel mit 284 Zimmern geplant, das 2029 eröffnen soll.

Union Investment hat den Mietvertrag für das Radisson Blu Hotel Manchester Airport bis Ende 2035 verlängert. Der Vertrag mit der Radisson Hotel Group enthält eine Option auf eine weitere Laufzeit von zehn Jahren bis Ende 2045.

Rechtsanwalt Peter Hense wirft den „derzeit reihenweise gehackten Dienstleistern“ vor, weder Behörden noch Vertragspartner oder Betroffene zu informieren. Das IT-Problem der Hotellerie sei vor allem ein Dienstleisterproblem, schreibt er. Die HSMA fordert mehr Transparenz und die Einhaltung gesetzlicher Informationspflichten.

Haus Maria Rast in Euskirchen soll unter Kloster Steinfeld und der Familie Scheidtweiler zu einem Seminar- und Hotelbetrieb ausgebaut werden. Langfristig sind nach einem Bericht des Wochenspiegels 50 bis 60 Doppelzimmer geplant. Ein Teil der Schönstätter Marienschwestern werde weiterhin am Standort leben.

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.