Colliers startet Hotelgeschäft in Deutschland neu

| Hotellerie Hotellerie

Nachdem sich der Immobiliendienstleister Colliers im Herbst 2023 im Zuge einer Marktanpassung von seiner Hotelsparte getrennt hatte, besetzt das Unternehmen die Führungsposition nun neu. Zum 1. Februar 2026 übernimmt Andreas Ewald als Geschäftsführer die Leitung des Bereichs Hotel in Deutschland. Ewald wird zudem eine zentrale Rolle in der EMEA Hospitality Practice Group einnehmen und das Geschäft vom Standort Hamburg aus steuern.

Hintergrund der Marktrückkehr

Der Rückzug aus dem Hotelsegment erfolgte zum 31. Oktober 2023. Unter der damaligen Führung von Matthias Leube begründete das Unternehmen diesen Schritt mit dem schwierigen Marktumfeld und der notwendigen Konzentration auf das profitable Kerngeschäft. Infolgedessen verließen das damalige Team um René Schappner sowie die Geschäftsführerin Eva Escaig das Unternehmen. Mit der Berufung von Andreas Ewald signalisiert Colliers nun die Rückkehr in diesen Marktsektor.

Expertise für den Neustart

Andreas Ewald bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Bereich der Hotelberatung und Transaktionen mit. Er war zuletzt als Gründungsmitglied bei Engel & Völkers für den Aufbau des Hotel-Consultings verantwortlich. Zuvor leitete er unter anderem die Hotelberatung für die DACH-Region bei EY und war für Arthur Andersen sowie PKF in London tätig. Sein Fokus liegt auf der Betreuung internationaler Investmentplattformen und grenzüberschreitenden Mandaten.

Fokus auf internationales Kapital im Jahr 2026

Die Unternehmensführung begründet den Neustart mit einer veränderten wirtschaftlichen Lage. Felix von Saucken, Hauptgeschäftsführer von Colliers Deutschland, erklärt dazu: „Der Hotelmarkt erstarkt deutlich und wird in 2026 weiter Fahrt aufnehmen. Ich freue mich sehr, dass wir diese für Colliers wichtige Business Line so stark besetzen. Ich kenne Andreas seit vielen Jahren und bin überzeugt, dass wir mit dieser Top-Besetzung den Bereich Hotel erfolgreich neu starten werden.“

Ewald selbst sieht für das laufende Jahr erhebliche Investitionsmöglichkeiten. Laut seiner Einschätzung suchen internationale Anleger aktuell gezielt nach Einstiegschancen in Deutschland und Europa. Das Ziel sei es nun, das Hotel-Team systematisch wieder aufzubauen und das Angebot für institutionelle Investoren, Projektentwickler und Betreiber zu stärken.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.

Der „Room Service Benchmark Report 2026“ von SuitePad basiert auf mehr als 200.000 digitalen Bestellungen aus über 500 Hotels. Laut Bericht gehört das Club Sandwich weltweit zu den meistbestellten Room-Service-Produkten.