Condé Nast Traveller kürt europäische Top-Hotels für 2026

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Das Reisemagazin Condé Nast Traveller hat die 30. Ausgabe seiner sogenannten Hot List veröffentlicht und darin die nach Redaktionsangaben besten Hotel-Neueröffnungen der vergangenen zwölf Monate gekürt. Wie das Medium berichtet, umfasst die Auswahl für das Jahr 2026 weltweit verschiedene Kategorien, wobei ein Schwerpunkt auf neuen Häusern und umfassenden Renovierungen in Europa liegt. Unter den Preisträgern befinden sich mehrere Objekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in südeuropäischen Metropolen.

Althoff Collection eröffnet The Florentin

In Frankfurt am Main wurde das Haus The Florentin in die Liste aufgenommen. Das Hotel liegt im Stadtteil Sachsenhausen in der Nähe des Museumsufers und wird von der Althoff Collection betrieben, die laut Condé Nast Traveller als einzige inhabergeführte Luxushotelmarke Deutschlands firmiert. Das Anwesen umfasst 147 Zimmer, wovon 49 als Suiten konzipiert sind.

Ein Teil dieser Suiten befindet sich in der historischen Villa Speyer. Bei der Ausstattung wurde auf Materialien wie Marmor, Travertin und Seide gesetzt. Kulinarisch verfügt das Haus über das Restaurant The Garden mit modern-europäischer Ausrichtung sowie das Spitzenrestaurant The Dune, welches von Küchenchef Niclas Nußbaumer geleitet wird.

Jugendstilgebäude in Wien wird zum Mandarin Oriental

Für den Standort Wien verzeichnet die Hot List das Mandarin Oriental Vienna. Das Hotel ist in einem Jugendstilgebäude aus dem Jahr 1908 untergebracht, das bis in die 1980er-Jahre als Sitz des Handelsgerichts diente. Nach einer längeren Phase des Leerstands und anschließender Renovierung wurde das Gebäude laut Bericht mit einer Kapazität von 138 Zimmern und Suiten wiedereröffnet.

Das gestalterische Konzept nimmt Bezug auf die Wiener Werkstätten und die Grafikkunst von Koloman Moser. Zu den Einrichtungen gehören ein Spa-Bereich mit Pool und Fitnessstudio sowie das Gastronomiekonzept Atelier 7, das verschiedene Stilrichtungen wie Brasserie und Izakaya kombiniert.

Historische Bausubstanz in der Schweiz und Italien

In Sils-Maria in der Schweiz wurde die Chesa Marchetta ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das vom Architekten Luis Laplace in ein Hotel mit 13 individuell gestalteten Zimmern umgewandelt wurde. Nach Angaben des Magazins wurde bei der Restaurierung verstärkt mit regionalen Handwerkern zusammengearbeitet. In der Küche ist Chefkoch Davide Degiovanni für Spezialitäten aus dem Alpenraum verantwortlich.

In Italien finden sich gleich mehrere Neuzugänge auf der Liste. In Florenz eröffnete das Collegio alla Querce der Auberge Collection in einem ehemaligen Adelspalast und einer einstigen Privatschule. In Rom wurde die ehemalige Banca d'Italia aus den 1920er-Jahren in das Corinthia Rome umgewandelt, wobei der Tresorraum heute als Spa fungiert. Ebenfalls in Rom wurde das Orient Express La Minerva an der Piazza della Minerva gewürdigt. In den Dolomiten wurde das Castel Badia nach einer Renovierung neu positioniert, wobei historische Fresken und Strukturen aus der Zeit um das Jahr 1000 erhalten blieben.

Nachhaltigkeit und Umnutzung in Dänemark und Griechenland

Das 1 Hotel Copenhagen in Dänemark setzt laut Condé Nast Traveller auf ein nachhaltiges Konzept durch die Nutzung recycelter Materialien. Das Hotel wurde nicht neu errichtet, sondern in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Kaufhauses und späteren Hotels untergebracht. Auf der griechischen Insel Kreta wurde das Projekt Tella Thera in Kissamos aufgrund seiner bioklimatischen Architektur und der Pflanzung von 200 Olivenbäumen in die Auswahl aufgenommen.


 

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