COVID-19 schadet Hotelbauprojekten bisher weniger als befürchtet

| Hotellerie Hotellerie

Tophotelprojects hat die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf weltweite Hotelbauvorhaben analysiert. Dabei wertete er seine täglich aktualisierte Datenbank aus. Sie umfasst 7.320 Hotelbauvorhaben mit rund 1,6 Millionen Zimmern weltweit. 

Der aktuellen Analyse zufolge wurden bisher 3,7 Prozent der Projekte eingestellt. Dieser Wert ist aufgrund der Corona Pandemie erhöht, gemessen an der schwierigen Situation der Hotellerie weltweit jedoch eher niedrig. Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der Projekte entspräche das einer Anzahl von rund 271 Projekten gegenüber üblicherweise rund 180 Projekten.
11,1 Prozent der recherchierten Projekte liegen derzeit auf Eis – nach Einschätzung von Tophotelprojects ein marktüblicher Wert, der sich neuerdings nicht verändert hat. Die größten messbaren Auswirkungen der Corona Pandemie zeigen gemäß der Hochrechnung 13 Prozent der Projekte. Diese verzögern sich kurzzeitig, überwiegend aufgrund von regionalen oder nationalen Einschränkungen durch Regierung und Verwaltung. Betroffen sind dadurch laut Hochrechnung 952 Projekte. 

Vorsichtiger Optimismus – und viele Fragezeichen

 „Aus zahlreichen Gesprächen mit Architekten, Designern und Hotelmanagern wissen wir, dass die meisten der Projekte aktuell weiterlaufen – vor allem solche Projekte, die bereits einen gewissem Baufortschritt erreicht haben,“ erläutert Rolf W. Schmidt, Gründer und Geschäftsführer von Tophotelprojects. „Auch die bisherigen Äußerungen von führenden Vertretern der internationalen Hotelmarken zeigen den grundsätzlichen Willen, die Hotelentwicklung weiter voranzutreiben. Die Situation ist jedoch weiter sehr dynamisch, deshalb stehen hinter den mittel- bis langfristigen Geschäftsaussichten der Hotellerie viele Fragezeichen.“

Die weltweite Hotellerie hat sich bisher von großen Krisen immer wieder relativ schnell erholt. Allerdings lässt sich die Dimension und Dynamik der Corona-Krise mit nichts bisher Dagewesenem vergleichen und trifft Tourismus und Hotellerie besonders hart. Die große wirtschaftliche Bedeutung dieser Branche – speziell auch für wirtschaftlich schwächere Regionen – lässt jedoch erwarten, dass zahlreiche Staaten mit massiven Förderungen einem Zusammenbruch entgegensteuern werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.

Firmen mieten bei Havens Living Wohnungen für ihre Beschäftigten: Seit September 2025 sind es nach Unternehmensangaben bereits 400 Apartments in Frankfurt, Berlin und Hamburg. International Campus will die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern ausbauen.

Nach Datenlecks bei Buchungsdienstleistern nutzen Kriminelle echte Reservierungsdaten für betrügerische Nachrichten. Niedersachsens Datenschutzbehörde erläutert, welche Gäste Betriebe informieren müssen und welche technischen Maßnahmen vorgesehen sind.

Das Sheraton Fuerteventura Beach, Golf & Spa Resort schließt Ende September 2026 für eine umfassende Renovierung. Die Wiedereröffnung des Fünf-Sterne-Hotels auf den Kanaren ist für den 1. Mai 2027 geplant.

Das Hotelcamp Reinsehlen entwickelt sein Konzept weiter und tritt als Lodge Reinsehlen auf. Zur Neuausrichtung gehören eine überarbeitete Lobby, geplante Ruheplattformen und ein stärkerer regionaler Bezug in der Gastronomie.