Cyber-Angriff auf Ginn-Hotel: Kundendaten im Visier von Hackern

| Hotellerie Hotellerie

Ein Cyberangriff auf ein Haus der Hotelkette Ginn-Hotels hat sensible Kundendaten offengelegt. Betroffen sind Gäste, die kürzlich in einem der Häuser, darunter auch das Ginn-Hotel in Ravensburg, übernachtet haben. Die Täter nutzen die erbeuteten Daten gezielt für betrügerische Phishing-Attacken, wie die „Schwäbische“ berichtet.

CyberAngriff betrifft Gäste der Ginn-Hotelkette

Das Buchungssystem des Ginn-Hotels wurde Opfer eines Hackerangriffs. Das Unternehmen bestätigte in einem Schreiben an die Gäste, dass „Unbefugte Dritte“ sich Zugriff auf Kundendaten verschafft hätten. Zu den entwendeten Informationen gehören Namen, Nationalität, Geburtsdatum, Adressdaten, Telefonnummern und bei Geschäftsreisenden auch Firmenangaben.

Phishing-Versuche als direkte Folge

Mit den gestohlenen Daten versuchen Kriminelle nun, die betroffenen Gäste per WhatsApp anzuschreiben, um sie zur Herausgabe ihrer Kreditkartendaten zu bewegen. Diese Betrugsmasche, bekannt als Phishing, wurde bereits in „einigen Fällen“ erfolgreich angewandt, so die Hotelkette. Das Unternehmen warnt, dass das Risiko für Identitätsdiebstahl und weitere betrügerische Handlungen besteht.

Hintergrundinformationen zum Datenschutz

Laut Ginn-Hotels waren die entwendeten Kreditkartendaten nur in sehr begrenztem Umfang im gehackten System hinterlegt. Betroffen seien lediglich die Gültigkeitsdauer, die letzten vier Ziffern der Kartennummer und der Anbieter. Buchungen, die über Portale wie Airbnb oder Booking.com getätigt wurden, seien davon nicht betroffen, da diese Daten ohnehin nicht im Original an die Hotelkette weitergegeben werden.

Reaktion des Unternehmens

Die Hotelkette erklärte, umgehend nach Bekanntwerden des Vorfalls „Maßnahmen zur Aufklärung“ eingeleitet zu haben. Zudem wurden der interne Datenschutzbeauftragte und die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Details zum genauen Umfang des Angriffs oder zur Anzahl der betroffenen Kunden wurden nicht bekannt gegeben.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.