Datenschützer warnt nach erneutem Cyber-Angriff auf Hotel-Software

| Hotellerie Hotellerie

Ein erneuter Cyberangriff auf einen Hotel-Softwaredienstleister hat nach Angaben des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern (LfDI MV) zum Abfluss von Gästedaten geführt. Wie die Behörde am 29. Juli 2026 mitteilte, seien Stamm- und Buchungsdaten betroffen. Welcher Hotel-Softwaredienstleister betroffen ist, nennt der LfDI MV in seiner Mitteilung nicht. Nach bisherigem Kenntnisstand seien Bank- und Zahlungsdaten nicht abgeflossen.

Datenschutzbeauftragter fordert Hotels zur Warnung betroffener Gäste auf

Zum zweiten Mal in diesem Jahr habe der LfDI MV vermehrt Meldungen von Hoteliers erhalten, deren Gästedaten durch einen Cyberangriff auf einen bekannten Dienstleister der Branche betroffen seien. Bereits im Frühjahr habe es einen ähnlichen Vorfall gegeben. Nach bisherigem Kenntnisstand seien Stamm- und Buchungsdaten von Gästen abgeflossen, nicht jedoch Bank- und Zahlungsdaten.

Der Landesbeauftragte Sebastian Schmidt erklärt: „Um Schäden im Sinne Aller zu minimieren, müssen Beherbergungsbetriebe, die eine entsprechende Nachricht ihres Dienstleisters erhalten haben, jetzt sofort aktiv werden und ihre Gäste warnen.“ Weiter betont er: „Die Hotelbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern nehmen den Schutz der Daten ihrer Gäste sehr ernst. Das zeigen die bei uns eingegangenen Meldungen und Nachfragen. Wir beraten dazu, was jetzt zu tun ist. Das Wichtigste ist dabei die Benachrichtigung der Gäste, damit diese ihrerseits Maßnahmen ergreifen können und sensibilisiert sind.

Behörde warnt vor Phishing-Nachrichten mit Bezug zu Hotelbuchungen

Nach Angaben des LfDI MV nutzten Kriminelle die erbeuteten Daten unter anderem für Phishing-Angriffe. Betroffene würden mit gefälschten Nachrichten kontaktiert, um weitere Informationen oder Geld zu erlangen. Bereits bekannt sei, dass Gäste über Messenger-Dienste verdächtige Nachrichten erhalten hätten, die echten Mitteilungen von Hotels und Beherbergungsbetrieben stark ähnelten. Der LfDI MV rät deshalb ausdrücklich davon ab, Links in verdächtigen Nachrichten anzuklicken.

Die Behörde verweist zudem auf praktische Hinweise zum Schutz persönlicher Daten auf ihrer Internetseite. Dort fänden sowohl Hotels als auch betroffene Gäste Empfehlungen zum weiteren Vorgehen nach dem Cyberangriff.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.