GaultMillau kürt Appenzeller Huus zum Hotel des Jahres in der Schweiz

| Hotellerie Hotellerie

Der GaultMillau hat das Appenzeller Huus im schweizerischen Gonten im Kanton Appenzell Innerrhoden zum Hotel des Jahres 2027 gekürt. Das Resort im kleinsten Kanton der Schweiz wird von dem ehemaligen Finanzunternehmer Jan Schoch geführt, der dort gemeinsam mit der Hotelmanagerin Alexa Stoschek 133 Mitarbeiter beschäftigt.

Gastronomie im Resort erzielt 16 Punkte im Restaurantführer

Für die Auszeichnung durch den Guide GaultMillau gilt das Erreichen von mindestens 15 Punkten in der Restaurantbewertung als Voraussetzung. Küchenchef Michael Gollenz startet im Guide 2027 mit einer Bewertung von 16 Punkten. Der aus Österreich stammende Koch war zuvor auf der kroatischen Insel Lošinj tätig und absolvierte Stationen bei Christian Kuchler in Wigoltingen sowie Stefan Heilemann in Zürich.

Das Kulinarik-Team umfasst 18 Köche und verwendet in den Menüs regionale Erzeugnisse wie Appenzeller Weiderind oder Alpstein-Riebelmais-Perlhuhn. Zudem gestaltete Gollenz das Frühstücksangebot in Zusammenarbeit mit dem lokalen Metzger Markus Wetter um, wobei unter anderem eine Variante der geschützten Appenzeller Siedwurst angeboten wird.
 

Sieben Weinkeller und botanische Hotelbar

Die Infrastruktur des Hotelkomplexes umfasst sieben Weinkeller mit einer Gesamtfläche von 350 Quadratmetern. Sommelier Hans Rhyner verwaltet dort einen Bestand von 2100 Positionen, wobei im gesonderten Schweizer Keller Erzeugnisse von 135 Produzenten aus dem gesamten Bundesgebiet lagern. Der Zugang zu den Weinkellern erfolgt über eine integrierte Gesichtserkennung.

Die als Botanicum bezeichnete Hotelbar wird von Elmir Medunjanin geleitet. Für die Getränkezubereitung nutzt das Barpersonal unter anderem einen Rotationsverdampfer sowie Zutaten aus 144 Töpfen einer im Gastraum installierten Bepflanzungswand.

Kältekammern und Sauerstoffanwendungen

Das Unterkunftsangebot des Resorts verteilt sich auf die historischen Gebäude Huus Bären und Huus Löwen sowie das im letzten Jahr eröffnete Lifestyle-Boutique-Hotel Huus Quell. Die Bauausführung erfolgte in Strickbauweise unter Verwendung von Mondholz aus der Region.

Der Spa-Bereich des Hauses bietet Anwendungen im Bereich der Regeneration und Gesundheitsvorsorge an. Zum technischen Inventar gehört ein Multi-Cryo-Hacking-System, das mit Tiefenwärme, Licht und hochionisiertem Sauerstoff arbeitet. Darüber hinaus stehen zwei Kältekammern mit Temperaturen von minus 60 Grad Celsius und minus 110 Grad Celsius zur Verfügung.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG hat im ersten Halbjahr 2026 ein Umsatzplus von 25,1 Prozent verzeichnet, die Jahresprognose jedoch aufgrund veränderter Rahmenbedingungen angepasst.

Das ibis Paderborn City hat die Modernisierung nach drei Bauabschnitten planmäßig abgeschlossen und die Leitung an Daniel Handschick übergeben. Die Erneuerung umfasste sämtliche neunzig Gästezimmer sowie die öffentlichen Bereiche des Hauses.

Die Nachhaltigkeitskriterien für das Hotelverzeichnis des Bundes stoßen auf Kritik. IHA-Geschäftsführer Markus Luthe bemängelt unter anderem die Bewertung der Zertifizierungssysteme und die starke Gewichtung ökologischer Kriterien.

Marriott richtet seinen Hotelvertrieb stärker auf KI-Plattformen aus. Konzernchef Anthony Capuano erwartet den größten Einfluss von KI auf die Hotellerie in der Distribution und erläutert die Zusammenarbeit mit Google und OpenAI.

Ein Grandhotel ist auch ein Mikrokosmos: Es verbindet Landschaft, Handwerk, Gastlichkeit und die Frage, wie all das eine Zukunft haben kann. Mit einer Podcastserie will das Hotel du Cap-Eden-Roc nun die Menschen ins Zentrum rücken, die daran jeden Tag arbeiten.

Die Ruby Group realisiert gemeinsam mit Union Investment ihr erstes Hotel in Helsinki im historischen Professor House. Die Eröffnung des Hauses mit 84 Zimmern ist für das erste Quartal 2028 geplant.

Das Gericht der Europäischen Union hat das Verbot der Etraveli-Übernahme durch Booking bestätigt. Booking konnte im Verfahren auch die Feststellung der Kommission einer dominanten Stellung auf dem Hotel-OTA-Markt nicht entkräften. Der Hotelverband sieht darin Rückenwind für die separate Schadenersatzklage europäischer Hotels.

Booking darf den Wettbewerber eTraveli auch nach einem Urteil des EU-Gerichts nicht übernehmen. Die Richterinnen und Richter in Luxemburg bestätigten eine entsprechende Entscheidung der EU-Kommission von 2023.

Google baut seine Hotelsuche in Europa um – und ausgerechnet Booking.com, Expedia und andere Vermittler könnten dadurch prominenter werden. Google warnt vor Nachteilen für lokale Unternehmen, während frühere Tests bereits deutliche Traffic-Verluste bei Hotels gezeigt hatten.

Hotelgäste lassen sich Essen längst ins Hotel liefern. Mehrere Hotelunternehmen binden Lieferdienste inzwischen gezielt in ihre Angebote ein: tent Hotels schafft eigene Bereiche für Lieferessen, Wyndham und Hilton arbeiten mit Grubhub, Marriott mit Uber – und Accor plant eine Uber-Partnerschaft auch in Deutschland.