Hotelverzeichnis des Bundes - IHA-Geschäftsführer Luthe kritisiert Nachhaltigkeitskriterien

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Markus Luthe, Geschäftsführer des Hotelverbands Deutschland (IHA), kritisiert die neuen Nachhaltigkeitskriterien für das Hotelverzeichnis des Bundes. In einem Blogbeitrag bemängelt er unter anderem die Bewertung der anerkannten Zertifizierungssysteme sowie die starke Gewichtung ökologischer Kriterien.

Das Hotelverzeichnis ist die zentral verhandelte Hotelliste für Dienstreisen der Bundesverwaltung. Die Bundesregierung hatte bereits am 25. August 2021 beschlossen, die Nachhaltigkeit bei erforderlichen Übernachtungen auf Dienstreisen zu erhöhen. Kann kein Hotel aus dem Verzeichnis gewählt werden, können bis zu 20 Prozent höhere Kosten für ein zertifiziertes nachhaltiges Hotel anerkannt werden.

Umweltbundesamt erkennt fünf Zertifizierungen langfristig für Bundeshotelliste an

Das Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichte seinen Kriterienkatalog nach Angaben Luthes am 9. Juli 2026 und korrigierte ihn am 5. August. Grundlage für die Anerkennung bilden 31 Muss-Kriterien.

Bis Februar 2031 werden Austrian Ecolabel for Tourism, EarthCheck, EU Ecolabel für Beherbergungsbetriebe, Preferred by Nature und Viabono plus anerkannt. Certified Green Hotels, Green Globe, Green Key, GreenSign in den Leveln 4 und 5 sowie Travelife werden übergangsweise bis Februar 2029 akzeptiert. Diese Systeme könnten jährlich nachweisen, dass sie die UBA-Kriterien inzwischen erfüllten beziehungsweise sich weiterentwickelt hätten.

Luthe kritisiert unter anderem, dass das UBA bei GreenSign noch auf die Stufen „Level 4 und 5“ verweise, obwohl der Anbieter dieses System inzwischen abgelöst habe. Dies könne bei Hotels, die bereits nach dem neuen GreenSign-Verfahren zertifiziert seien oder eine Zertifizierung planten, Irritationen auslösen.

Luthe sieht Schwerpunkt auf ökologischen Kriterien des UBA

Grundsätzliche Kritik übt Luthe an der inhaltlichen Ausrichtung des Kriterienkatalogs. Zwar führe das UBA die Bereiche Ökologie, Ökonomie, Soziales und Governance auf, für die Anerkennung konzentriere sich die Bewertung nach seiner Darstellung jedoch im Wesentlichen auf die Ökologie. Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und regionale Wertschöpfungsketten seien für die Anerkennung nicht relevant.

Auch das Bewertungsverfahren hinterfragt der IHA-Geschäftsführer. Der Katalog definiere 15 strukturelle und 16 ökologische Muss-Kriterien, von denen jedoch nicht alle erfüllt werden müssten. Zudem werde zunächst das jeweilige Zertifizierungssystem bewertet und nicht die tatsächliche Leistung eines einzelnen Hotels.

In seinem Blogbeitrag setzt sich Luthe darüber hinaus mit weiteren Aspekten des Kriterienkatalogs auseinander. Dazu gehören die Auswahl einzelner Zertifizierungen, die Rolle des EU Ecolabels, die Informationsanforderungen an die Anbieter sowie die regulatorischen Grundlagen der Bewertung.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


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